Hm, äh, Warum liegt hier Stroh rum?
Warum hast du ‘ne Maske auf?
Äh, bl*s mit doch einen.
Dieser Pornodialog ging in die Geschichte ein. Und alle fragen sich seitdem, warum da nun eigentlich Stroh rum lag?
Nein, es war kein Pferdehof. Dieses Gerücht kursiert leider herum, ist aber nicht richtig.
Um diese Frage, die seit Jahren den deutschsprachigen Raum beschäftigt, zu lösen, müssen wir einen Schritt zurück gehen.
Wir schreiben das Jahr 2002. Die Pornobranche produziert Filme, wie am laufenden Band. Da wird ein Film produziert der sogar später als einer der ganz wenigen enzyklopädisch relevant wird. Dieser wird einen eigenen Artikel in der Wikipedia bekommen. Er nennt sich
„Die Megageile Kükenfarm“.
Die Handlung ist so abstrus, wie absurd. Einem Wissenschaftler gelingt es Hühner zu züchten, die aussehen, wie Menschen, sich aber wie Hühner verhalten.
Als Drehort findet man eine Fischfarm. Die Becken legt man kurzerhand mit Stroh aus, hinein kommen einige „Küken“, sogar ein „Hahn“.
Eine der Küken ist die noch unbekannte Tyra Misoux, deren Durchbruch dieser absurde Film sein soll und ihr zu einer steilen Karriere in der Branche verhelfen wird.
Nun ist es so, dass bei Pornoproduktionen nicht nur an Handlung und Drehbuch gespart wird, sondern auch an Drehtagen allgemein.
Den Pornofilm „Achtzehneinhalb 18“, der eine völlig zusammenhanglose Aneinanderreihung von Akten ist, drehte man kurzerhand gleich mit. Wer genau hin sieht, wird die „Küken“, unter anderem auch Tyra Misoux, und die schwarzhaarige Dame, die fragt, wieso er eine Maske an hat, in beiden Filmen wieder erkennen. Dieser Film, „Achtzehneinhalb 18“ beinhaltet nämlich den zum Kult avancierten Dialog von oben.
Nun wissen wir auch, wieso da Stroh lag. Es ist schlichtweg das Stroh für das Filmset von „Die Megageile Kükenfarm“.