Neuzugänge in eurer Altdeutschland-Münzsammlung

3/4 Dukat Frankfurt zur Krönung, Leopold II, spiegelnde Felder mit phantastischer Patina. Der Fingernagel im Bild ist leider nur s bis ss
 

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Das hier ist sehr altes Alt-Deutschland: Karl der Kahle 843-877 nach Christus. Schön ausgeprägt, sehr ansprechend getönt und außerordentlich gut erhalten.
Dieser Karl hatte ein gutes Konzept: ausreichende Geldversorgung im ganzen Reich, daher gibt es diesen Denar oder Pfennig von vielen verschiedenen Münzstätten. Meine Münze stammte aus Rennes, der elftgrößten Stadt Frankreichs. Das Gewicht der karolingischen Münzen schwankte sehr deutlich. Was das Gewicht anging, waren die gleichzeitig in Arabien umlaufenden Silberdirhams viel genauer ausgeprägt. Zumindest bei dieser Münze ist die Prägung und das Karolus-Monogramm sehr gut ausgearbeitet und sehr dekorativ, weswegen sie von ihrer optischen Wirkung deutlich hervorsticht. Vor dem Kauf habe ich daher Fotos dieses Stücks mit Fotos anderer Prägungen aus Rennes und aus dieser Zeit verglichen.

Viel Freude beim Betrachten!
 

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Eine wirklich gut ausgeprägte und erhaltene Münze. Gefällt mir gut.
Ich habe allerdings keine Ahnung von den Denaren jener Zeit und den Gestaltungen der Umschriften.
Daher eine Frage: Gibt es eine Erklärung dafür, dass bei DEI GRATIA (bzw. GRATIA DEI auf der Münze) das E durch einen Strich ersetzt worden ist?
Das scheint damals so üblich gewesen zu sein (nachdem ich mir einige Münzen angeschaut habe). Eine Platzersparnis bringt solch eine Vorgehensweise ja nicht.
 
Eine wirklich gut ausgeprägte und erhaltene Münze. Gefällt mir gut.
Ich habe allerdings keine Ahnung von den Denaren jener Zeit und den Gestaltungen der Umschriften.
Daher eine Frage: Gibt es eine Erklärung dafür, dass bei DEI GRATIA (bzw. GRATIA DEI auf der Münze) das E durch einen Strich ersetzt worden ist?
Das scheint damals so üblich gewesen zu sein (nachdem ich mir einige Münzen angeschaut habe). Eine Platzersparnis bringt solch eine Vorgehensweise ja nicht.
Ganz ehrlich: sehr gute Frage, da es auf sehr vielen Denaren anderer Münzstätten ebenfalls so steht. Somit war es ganz klar gewollt. Ahnung, warum die das gemacht haben habe ich keine. Ich kann nur spekulieren:
Die Abkürzung D-I für DEI macht keinen Sinn. Ersetzt man DEI durch DOMINI würde so eine Ablürzung Sinn machen. Ähnlich wurde der Strich auch bei den ersten Tournosen verwendet, statt "Jesus Christi" steht da IHV-XPI.

Es gibt sowieso sehr viele Fragen bezüglich der Münzen aus dieser Zeit: beispielsweise ob eine Prägung eindeutig Karl dem Großen oder Karl dem Kahlen zugeordnet werden kann. Da streiten sich in vielen Fällen immer noch die Gelehrten und Preisunterschiede sind extrem. Bei der Prägung aus Rennes habe ich immer nur Karl den Kahlen gefunden.

Fest scheint dür mich zu stehen, dass manche Prägungen von Karl dem Kahlen vor dem Prägen weißgesotten oder anderweirig versilbert wurden, vgl. 2 BS Nr. 242902346: erkennbar an mechanischem Abtrag, 25022602300010 und 30006000898: erkennbar an Abnutzung erhabener Details, 13605700898: erkennbar durch Korrosion). Schaut man die Prägungen auf 2BS durch, sieht man sogar ein gefüttertes Stück, also eine Münze mit einem Kupferkern (Nrn.: 32748000898 und ). "Primitive" Machwerke waren das nicht. Da steckte die Obrigkeit dahinter oder zumindest ein regionaler Teil davon. Wenige Silbermünzen weisen daher woh auch Prüfhiebe (Schnitte mit einem Messer auf; da wollte jemand sehen, woraus die Münze innen besteht). Bei dem hier: Nr. 23460500898 von Ludwig dem Frommen (dem Vorgänger Karls des Kahlen) ist der Betrug mit dem Kupferkern eindeutig.

Hier noch einer von Ludwig dem Frommen mit abgeplatzter Versilberung: 33635000898. Darunter ist auf jeden Fall Material, in dem weniger Silber steckt.....

Beim Fotografieren auf dem Buchdeckel klang meiner nach Silber. Einen "ploppenden" Kupferkern hat der schon mal nicht. Ich vermute mal, dass der auch vor dem Prägen auch mindestens ordentlich weißgesotten, wenn nicht gar versilbert wurde.

Worum es sich ging? Karl der Große hatte im Frankfurter Kapitular von 794 festgelegt, dass sein Denar den Wert von 12 Broten aus Weizen oder 15 Broten aus Roggen, 20 Broten aus Gerste oder 25 Broten aus Hafer haben sollte.... Rund 75 Euro nach heutiger Kauftraft.
 
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Sachsen Kurfürstentum seit 1423, Kurfürst Friedrich II, der Sanftmütige, 1428-1464
Schwertgroschen (1457-1462), Leipzig, Münzmeisterzeichen Lilie. Gewicht: 2,16g.
Vorderseite: F(ridericus) • D(e)I • GRACIA • T(h)VRING(ia)E • LAN(d)G(ravius).
Im Ringel: C-R-V. Blumenkreuz im Vierpaß, oben Kurschildchen, rechts daneben Münzmeisterzeichen: Lilie.
Rückseite: GROSSVS • MARCh(ionis) • MISNENSIS. Münzmeisterzeichen: Lilie.
aufrechter Löwe Löwe mit Zunge und einfachen Zotten nach links, zwischen Rücken und Schwanz zwei Ringel als Beizeichen zwei Ringel. Links vor dem Löwen Landsberger Schild.
 

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Eine große Menge Hamelner Münzen des 17. Jahrhunderts ist seit kurzem auf 2BS. Vorvorgestern habe ich meine Wahl getroffen (Nummer 36367100007, angeboten als ss+ für 55 "Teuromnetten") Sowohl der Preis, als auch die Erhaltungsgradangabe ist aus Sammlersicht nicht zu beanstanden. Erhaltungsgrade sind sowieso persönliche Beurteilungen und ich gehe davon aus, dass der Händler schon sah, was er da in Händen hatte, aber den Erhaltungsgrad so ansetzte, dass er dem Beurteilungshorizont eines Sammlers entspricht, der sich mit Dingen wie Grad der Ausprägung und dem Grad des Stempelverschleißes nicht befasst hat. Und dann kommt man auf ein "gefühltes" ss+ für eine Münze, die dem Wesen (also der Abnutzung) nach mindestens vz ist und keine Reinigungsschäden (Fraß am Metall und Umlagerungen/Abschlägen von Metall) aufweist. Dafür Reste des alten Belages und eine schöne, gleichmäßige Tönung. Ich habe mir sehr viele der Fotos der anderen Münzen heruntergeladen. Da hat jemand sehr intensiv gesammelt und sehr gut ausgewählt! Es ist ein Genuss sowas anzusehen. Zurück zu mienem Stück: Der Rand und dort am Stempelrand hervorstehendes Material (das hochstehende Material erkennt man auf dem Bild, den Rand als solchen nicht) hat das dann bestätigt.
 

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12 Mariengroschen Hameln 1672, aus besagter Zweibuchstaben-Sammlungsveräußerung. Überdurchschnittliche Details, hübsche Patina. Suboptimale Fotos, Eckchen nach Umzug noch nicht ganz eingerichtet.
 

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