Neuzugänge in Eurer Sammlung

Licinius (308-324) war der letzte der anfangs zahlreichen Konkurrenten, der Konstantin I. noch von der Alleinherrschaft über das Imperium Romanum trennte. 324 wurde Licinius besiegt und im Jahr darauf entgegen Konstantins Versprechen hingerichtet. Follis, 379g Ae, Kampmann 132.45.
 

Anhänge

  • 32. Licinius I. Follis av.webp
    32. Licinius I. Follis av.webp
    79,7 KB · Aufrufe: 56
  • 32. Licinius I. Follis rv.webp
    32. Licinius I. Follis rv.webp
    142,1 KB · Aufrufe: 63
Mal ein etwas früherer römischer Kaiser: Claudius (41-54), As mit Constantia auf der Rückseite, 11g Ae. RIC 111/Kampmann 12.21.
 

Anhänge

  • 7. Claudius As av.webp
    7. Claudius As av.webp
    48,9 KB · Aufrufe: 55
  • 7. Claudius As rv.webp
    7. Claudius As rv.webp
    49,3 KB · Aufrufe: 55
Da ich gerade erst in der Rubrik "Münzen und Geschichte" etwas ausführlicher zu den anonymen Folles Typ A2 geschrieben habe: Hier mal die einzige Variante, die ich doppelt habe: A2 15a, 19,64g Ae.
Entgegen allen numismatischen Gepflogenheiten gekauft nicht obwohl, sondern weil gelocht. Trägt sich ganz hübsch um den Hals...
 

Anhänge

  • 20b. A2 15a av.webp
    20b. A2 15a av.webp
    83 KB · Aufrufe: 47
Arcadius, "Follis", 4,6g Ae, RIC IX 53b.
Arcadius herrschte von 395-408, wurde aber bereits 383 im Alter von sechs Jahren von seinem Vater Theodosius I. zum Augustus erhoben, weshalb er auf dieser Münze, die zwischen 383 und ca. 388 geprägt wurde, auch noch recht kindlich dreinschaut.
 

Anhänge

  • 7.2 Arcadius Follis av.webp
    7.2 Arcadius Follis av.webp
    55,3 KB · Aufrufe: 41
  • 7.2 Arcadius Follis rv.webp
    7.2 Arcadius Follis rv.webp
    55,1 KB · Aufrufe: 44
Theodosius II als "Bleibronze": Vielleicht haben wir hier & heute eine doppelte Premiere. In meiner Sammlung ist es eine, ob hier im Forum? Gewiss Goldmünzen und auch Silbermünzen von Theodosius II wurden hier bereits vorgestellt, aber eindeutig eine Kupfer- oder Bronzemünze dieses Kaisers habe ich mit der Suchfunktion nicht finden können.

Geprägt 406 bis 408 n. Chr., als Theodosius II. noch ein Kleinkind und Mitkaiser seines Vaters war.

VS: DN THEODOSIVS PF AVG, Büste des Kaisers nach rechts und kleiner Stern links hinter der Büste.

RS: GLORIA ROMANORVM, drei Kaiser stehen nebeneinander in militärischer Rüstung: Links und Rechts: Seine älteren Verwandten, die Kaiser Arcadius (sein Vater) und Honorius (sein Onkel), die größer dargestellt sind und sich einander zuwenden.

Es ist eine kleine, stark bleihaltige "Bronzemünze", meist als AE3, oder AE, weniger als Follis oder Nummus, beschrieben mit etwa 12 bis 14 mm Durchmesser und einem Gewicht von 1,87 Gramm, geprägt auf zu knappen Schrötling. Teile der Umschrift auf Vorder- und Rückseite fehlen daher.

Auf der Vorderseite kann man den Namen Theodosius erahnen; die Buchstaben "HEODO-SIVS sind gerade so lesbar. Vom Schriftzug GLORIA ROMANORVM sind oben auf der Rückseite die Buchstaben "A ROMA" zu lesen. Damit ist eine Unterscheidung zwischen ähnlichen Stücken der Serie "GLORIA EXERCITVS aus der Zeit von Kaiser Konstantin dem Großen und seinen Söhnen, ca. 330–340 n. Chr., bei dem sich zwei Soldaten gegenüberstehen und in der Mitte Standarten zu sehen sind. Denn: Verwechselungen kommen immer mal wieder vor. Hier aber nicht.

Dieser Typ wurde nur während eines Zeitraums von etwa zwei Jahren geprägt. Am 1. Mai 408 n. Chr. starb der Vater Arcadius. Damit war die Dreiergruppe hinfällig und von 408 bis 423 wurden dann Münzen dieses Typs mit zwei Kaisern drauf geprägt.

Die Prägeanstalt kann man nur dadurch bestimmen, indem man ein Stück findet, bei dem Vorder- oder Rückseite stempelgleich sind und bei dem die Prägeanstalt eindeutig entzifferbar ist. Ich vermute Alexandria. Wegen des hohen Relliefs und auch wegen der dunkelgrün-braunschwarzen Patina.

Die Legierung von Münzen aus dieser Zeit: 70-85% Kupfer, 10-20% Blei, 2-5 % Zinn und 1-3% Zink unterscheidet sich sehr deutlich von früheren Bronzemünzen. Silber wurde bereits vor Jahrzehnten mit Blei aus den Bronze-Legierungen für Münzen geseigert und ist nahezu nicht mehr enthalten. Das Blei wurde nicht zum Seigern, sondern zum Strecken des Kupfers dazugegeben, da viele Kupferbergwerke aufgehört hatten zu produzieren bzw. die Provinzen, in der sie lagen, verloren gegangen waren. Man schmolz ein, was verfügbar war. Die Legierungen mussten unter ständigem Rühren schnell zu Rohlingen verarbeitet werden, um der Trennung von Kupfer und Blei entgegenzuwirken. Das Zink stammt meist von eingeschmolzenen Messingmünzen.

Bei Tageslicht und mit einer guten Brille betrachtet sehe ich ein ss+ bis ein ss-vz und teils auch Fließlinien der Heißprägung im Bereich des Kopfes. Relativ zu anderen "Bronzemünzen" von Theodosius II sieht das ganz anders aus, denn diese, sichtbar mit Kraft geprägte Münze zeigt Details, die viele andere Münzen nicht aufweisen. Die Münze hat eine dünne, grünschwarze Patina und an den erhabenen Stellen Berührspuren (da liegt das Metall blank und sieht von der Farbe her so aus, wie Kupfer).

Zusammen in der Bucht mit einer Bronze von Valentinian II erworben, von dem ich mal die Vorderseite anhänge. Keine Ahnung, warum beide schon seit längerem in einem Lot für 50 Euro angeboten wurden und keiner zuschnappte, zumal beide Münzen zutreffend bestimmt waren - Mir war´s dann Dienstagabends recht.
 

Anhänge

  • 6197-1.webp
    6197-1.webp
    242,7 KB · Aufrufe: 34
  • 6250-Ges.webp
    6250-Ges.webp
    1 MB · Aufrufe: 36
Zuletzt bearbeitet:
Valentinian II

2 Stück am selben Tag erhalten. Zufall. Einmal auf 2BS, einmal aus dem Lot mit Theodosius II.

Zum Theodosius II:
Bei letztem habe ich eine ganze Auktionsplattform bis 1999 durchgesehen und 25 Stücke verschiedener Herrscher und verschiedener Prägeanstalten mit den drei Kaisern gefunden. Der Verdacht: Prägeanstalt Alexandris (Dicke, Farbe der Patine, großer Stern, Diadem, plastische Reliefhöhe) hat sich verdichtet, was aber noch kein Beweis darstellt. Zwei neue Fotos von Theodosius II hänge ich noch an: einmal mit Kunststoff-Küchenfolie abdedeckt und dann mit dem Daumen Alufolie angedrückt. Interlage: gefaltetes Taschentuch. Was aussieht wie Stempelbrüche sind Falten in der Folie. So kriegt man noch schnell das letzte bischen Information sichtbar. Einen Gipsabdruck wollte ich nicht fertigen. Bitte sowas nur mit Münzen machen, die noch genug Metallsubstanz und keine brüchige Patina haben. Und niemals die Folie direkt auf die Münze drücken. Bei den beiden dünnen, grünpatinierten Valenitnian II würde ich sowas keinesfalls machen. Die brechen schneller, als man sich versieht. Irgendwann kommen noch ein Gallienus und vielleicht noch ein weiteres Stück aus Bronze, gegen Ende des IV. Jahrhundets geprägt....
 

Anhänge

  • 6268-6271-GES-V.webp
    6268-6271-GES-V.webp
    879,1 KB · Aufrufe: 33
  • 6286-Ges-V.webp
    6286-Ges-V.webp
    906,6 KB · Aufrufe: 29
  • 6728-6731-Ges-V.webp
    6728-6731-Ges-V.webp
    750,5 KB · Aufrufe: 26
  • 6734.webp
    6734.webp
    182,2 KB · Aufrufe: 31
Ein neues Nominal bei mir ist dieser Münzzwerg mit 0,70g auf 10mm: Duonummion von Justinian I., geprägt nur in Thessaloniki zwischen 527 und 538; Sear 196A / Sommer 4.59. Zu welchem Zweck in dieser Prägetätte dieser und andere ungewöhnliche Werte (Stücke zu 4, 8 und 16 Nummi kommen auch von dort) hergestellt wurden, ist genauso unbekannt wie die Bedeutung der Buchstaben A und P auf der Rückseite.
 

Anhänge

  • 3.48 Justinian I. Duonummion av.webp
    3.48 Justinian I. Duonummion av.webp
    27,9 KB · Aufrufe: 15
  • 3.48 Justinian I. Duonummion rv.webp
    3.48 Justinian I. Duonummion rv.webp
    28,5 KB · Aufrufe: 14
Zuletzt bearbeitet:
Gallienus (260–268), Sohn des Valerian I. Antoninian aus Billon.

Vs.: GALLIENVS P F AVG, Büste mit Strahlenkrone und Panzer nach rechts.
Rs.: VICT GERMANICA, nach rechts schreitende Victoria mit Trophäe und Kranz; zu ihren Füßen beiderseits ein am Boden sitzende, gefesselte Germanen in trauernder Haltung.
Gewicht: 3,26 g

Geprägt wahrscheinlich Köln, Ende 257 nach Christus bis Anfang 258 nach Christus.
 

Anhänge

  • 7973-1976-G-V.webp
    7973-1976-G-V.webp
    909 KB · Aufrufe: 17
Als 251 nach Christus die Pest in Rom wütete, überprägte man vermutlich direkt alte Silberdenare zu Antoninianen.

Dieser Antoninian zeigt auf Vorderseite und Rückseite Phantomspuren der alten Umschrift und auf der Rückseite, uber den Kopf der Juno vielleicht den Flügel einer nach links schreitenden Victoria mit Siegeskranz.....

Die nur sehr kurze Zeit hergestellten Überprägungen sind deutlich seltener, als die nicht überprägte Münzen.
 

Anhänge

  • IMG-8488-8491-GES-SZ.webp
    IMG-8488-8491-GES-SZ.webp
    594,4 KB · Aufrufe: 19
Zurück
Oben