Im Jahr 2025 hatte ich die hier abgebildete Münze auf 2BS für 60 Euro erworben und mich darüber gefreut. Bereits zu Beginn der 1970er Jahre notierten FDC-Exemplare in einem alten Katalog bei um die 180 Gulden, damals ein sehr stolzer Preis, etwa der Wert eines Krügerrandes. Vor einigen Jahren wurden beim Künker solche Münzen in PP mit alter Patina verauktioniert. Ausrufpreise: deuitlich unter 1.000 euro, Zuschläge 4.000 und darüber. Bei nur wenigen Proofs kann ich das verstehen.
Vor ein paar Tagen wurde ein Stück von polierten Stempeln auf 2BS in Stempelglanz angeboten. Die Wertseite ist bereits deutlich berieben. Schaut selbst (2 BS Nr.: 4199200422). Der Preis: 4.000 Euro ist schon eine Ansage. Und wie gesagt: mit polierten Stempeln geprägt, Erhaltungsgrad: st, das ist ein Erstabschlag und keine Proof-Prägung. Wenn es wirklicher Stempelglanz wäre, würde ich den Preis sogar gelten lassen. Mit dem Berieb jedoch muss ich sagen: die Rückseite meines Stückes ist besser und die Vorderseite schwächer. Das unter Nr. 4199200422 angebotene Stück würde ich in Summe als etwas besser graden, als mein Stück, das 60 euro kostete.
Die für 4.000 Euro angebotene Münze ist nun lt. Plattformangabe verkauft.
Kommentar: Wahnsinn!
Frage: wo liegen eurer Ansicht nach der für Sammler realisierbare Wert solcher Münzen wie mein Exemplar oder das kürzlich verkaufte Stück?
Wie bereits 2025 dem Sinne nach angeführt: jede Kamera fotografiert anders. Hat man einmal Abrieb oder Berieb fotografiert ist der dann auch wirklich dort. Da kann man dann noch so viele, weitere gefälligere Fotos machen. Insofern ist das Risiko für Käufer solcher Stücke extrem, wenn sie hochpreisig angeboten werden.......
Meine Münze hatte ich 2025 unter Post #3354 wie folgt vorgestellt:
Etwas "bezahlbares" zu finden ist bei den meisten, ganz neuen Münzen immer die größte Herausforderung, aber bereits nach wenigen Jahren wird diese entthront, dann ist das größte Problem ein tadelloses Stück zu finden.
An dem "Problem" bin ich bei diesem Münztyp bislang stets gescheitert und auch mit diesem Neuerwerb hat sich das nicht geändert. Problem Nummer 2 bei alten Münzen, den Preis, habe ich aber mit 60 Euro plus 15 Euro Versand gut gelöst.
Immer wieder mal halte ich nach diesem Münztyp mit der noch jugendlichen Wilhelmina (egal ob 10 Cent oder 10 Gulden) Ausschau. Beim Kuenker wurden mal einige Halbgulden in PP dieses Typs versteigert. Endergebnis: etliche tausend Euro für ein, den Abbildungen nach, schönes Stück. Sowas kommt aber selten auf den Markt. Hier, das muss ich ganz ehrlich sagen, hatten dann die jahrzehntelange Erfahrung und die Vernunft Oberhand behalten. Bei meinem Stück ist die Vorderseite so fein berieben, dass meine Kamera es bei diesem Licht nicht abzubilden vermochte. Der Berieb der Vorderseite und die deutlichen Abziehspuren des Rückseitenstempels und teils auch des Vorderseitenstempels waren hingegen auf dem Foto des Händlers auch ganz klar so erkennbar (auf 2BS, Nr. 1279202124). Ich hatte sie vor dem Kauf nochmal nachbearbeitet und dann nach kurzem Nachdenken zugegriffen. Der Angebotstext war kurz und bündig: "Nederland 1/2 gulden 1908 with a lot of original lustre VZ". Auch was die Spuren des Original-Prägeglanzes angeht, dem ist so. Die deutlich besser wirkenden und meiner Ansicht nach nicht beriebenen Rückseite zeigt sogar die Unterschieden zwischen den erhabenen Oberflächen der Buchstaben (matt) und den glänzenden Feldern in einem Maß, das ich bei dem Typ als durchaus bemerkenswert bezeichnen würde. Auf dem Foto sind auch auf der Vorderseite trotz des Beriebs noch Details erkennbar, wie sie nur unzirkulierte oder nahezu unzirkulierte Münzen aufweisen können. Das war neben der Qualität der Felder und der erhabenen Stellen bei der Rückseite dann der zweite Grund für den Kauf. Da sind keine flauen oder verwaschenen Details und auch der Materialüberhang am Rand (Vorderseite, unten) ist nicht abgenutzt. An solchen Details mache ich es fest. Die VZ-Bewertung dürfte daher dem Vorderseitenberieb geschuldet sein. Viel Freude beim Betrachten der Fotos.
Vor ein paar Tagen wurde ein Stück von polierten Stempeln auf 2BS in Stempelglanz angeboten. Die Wertseite ist bereits deutlich berieben. Schaut selbst (2 BS Nr.: 4199200422). Der Preis: 4.000 Euro ist schon eine Ansage. Und wie gesagt: mit polierten Stempeln geprägt, Erhaltungsgrad: st, das ist ein Erstabschlag und keine Proof-Prägung. Wenn es wirklicher Stempelglanz wäre, würde ich den Preis sogar gelten lassen. Mit dem Berieb jedoch muss ich sagen: die Rückseite meines Stückes ist besser und die Vorderseite schwächer. Das unter Nr. 4199200422 angebotene Stück würde ich in Summe als etwas besser graden, als mein Stück, das 60 euro kostete.
Die für 4.000 Euro angebotene Münze ist nun lt. Plattformangabe verkauft.
Kommentar: Wahnsinn!
Frage: wo liegen eurer Ansicht nach der für Sammler realisierbare Wert solcher Münzen wie mein Exemplar oder das kürzlich verkaufte Stück?
Wie bereits 2025 dem Sinne nach angeführt: jede Kamera fotografiert anders. Hat man einmal Abrieb oder Berieb fotografiert ist der dann auch wirklich dort. Da kann man dann noch so viele, weitere gefälligere Fotos machen. Insofern ist das Risiko für Käufer solcher Stücke extrem, wenn sie hochpreisig angeboten werden.......
Meine Münze hatte ich 2025 unter Post #3354 wie folgt vorgestellt:
Etwas "bezahlbares" zu finden ist bei den meisten, ganz neuen Münzen immer die größte Herausforderung, aber bereits nach wenigen Jahren wird diese entthront, dann ist das größte Problem ein tadelloses Stück zu finden.
An dem "Problem" bin ich bei diesem Münztyp bislang stets gescheitert und auch mit diesem Neuerwerb hat sich das nicht geändert. Problem Nummer 2 bei alten Münzen, den Preis, habe ich aber mit 60 Euro plus 15 Euro Versand gut gelöst.
Immer wieder mal halte ich nach diesem Münztyp mit der noch jugendlichen Wilhelmina (egal ob 10 Cent oder 10 Gulden) Ausschau. Beim Kuenker wurden mal einige Halbgulden in PP dieses Typs versteigert. Endergebnis: etliche tausend Euro für ein, den Abbildungen nach, schönes Stück. Sowas kommt aber selten auf den Markt. Hier, das muss ich ganz ehrlich sagen, hatten dann die jahrzehntelange Erfahrung und die Vernunft Oberhand behalten. Bei meinem Stück ist die Vorderseite so fein berieben, dass meine Kamera es bei diesem Licht nicht abzubilden vermochte. Der Berieb der Vorderseite und die deutlichen Abziehspuren des Rückseitenstempels und teils auch des Vorderseitenstempels waren hingegen auf dem Foto des Händlers auch ganz klar so erkennbar (auf 2BS, Nr. 1279202124). Ich hatte sie vor dem Kauf nochmal nachbearbeitet und dann nach kurzem Nachdenken zugegriffen. Der Angebotstext war kurz und bündig: "Nederland 1/2 gulden 1908 with a lot of original lustre VZ". Auch was die Spuren des Original-Prägeglanzes angeht, dem ist so. Die deutlich besser wirkenden und meiner Ansicht nach nicht beriebenen Rückseite zeigt sogar die Unterschieden zwischen den erhabenen Oberflächen der Buchstaben (matt) und den glänzenden Feldern in einem Maß, das ich bei dem Typ als durchaus bemerkenswert bezeichnen würde. Auf dem Foto sind auch auf der Vorderseite trotz des Beriebs noch Details erkennbar, wie sie nur unzirkulierte oder nahezu unzirkulierte Münzen aufweisen können. Das war neben der Qualität der Felder und der erhabenen Stellen bei der Rückseite dann der zweite Grund für den Kauf. Da sind keine flauen oder verwaschenen Details und auch der Materialüberhang am Rand (Vorderseite, unten) ist nicht abgenutzt. An solchen Details mache ich es fest. Die VZ-Bewertung dürfte daher dem Vorderseitenberieb geschuldet sein. Viel Freude beim Betrachten der Fotos.
