Neuzugänge in eurer Altdeutschland-Münzsammlung

Liebe Foristen,
ich möchte Euch heute einen hessischen Neuzugang vorstellen,
und zwar einen Doppelgulden AKS 101, der unter Ludwig II aus Hessen-Darmstadt 1845 geprägt wurde.
Es handelt sich um den ersten von drei Jahrgängen, der mit 43.700 Stück in relativ kleiner Auflage geprägt wurde.
 

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Klasse Stück - tolle Erhaltung, ansprechende Tönung und viel Glanz bei mattem Relief!
 
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Bei Zweyerlei Gulden mache ich gerne mit. Allerdings nur in solider Erhaltung mit etwas Patina, dafür recht günstig im Erwerb von Privat. Insgesamt ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.
 

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Nicht fehlen dürfen in der Präsentation meiner Neuzugänge 16 Gute Groschen aus dem Königreich Hannover. Sie sind nun einmal mein Steckenpferd.

Gerne hätte ich euch an dieser Stelle den seltensten Typ der 16 Guten Groschen vorgestellt, doch dieses Los habe ich nach einem Bietgefecht dem Bieter Nr. 8507 überlassen müssen.
Der Nachbericht zur Grün-Auktion (veröffentlicht in MünzenWoche und Münzen-Online) behandelt diese Münze sogar.
Wobei ich inhaltlich in Teilen anderer Meinung bin, aber das ist ein anderes Thema.

Ersteigern konnte ich jedoch ein Stück aus dem Jahr 1831. Es handelt sich um die einzige Variante aus der Regierungszeit von König Wilhelm IV., bei dem nach GROSCHEN ein Punkt gesetzt worden ist. Da diese Variante sehr selten ist (in meiner kleinen Datenbank finden sich nur 2 Exemplare), freue ich mich, diese Lücke geschlossen zu haben.

Königreich Hannover: 16 Gute Groschen 1831, AKS 66, (vermutlich) Kahnt 211d

Hannover AKS 66 1831 16 Gute Groschen K 211d PnGROSCHEN Av.webpHannover AKS 66 1831 16 Gute Groschen K 211d PnGROSCHEN Avschr.webpHannover AKS 66 1831 16 Gute Groschen K 211d PnGROSCHEN Rv.webpHannover AKS 66 1831 16 Gute Groschen K 211d PnGROSCHEN Rvschr.webp
 
Altdeutschland ist momenten weniger mein Gebiet; jedoch: läuft mir ein Stück wie dieser Madonnentaler von 1768 über den Weg, dann sage ich mir: ja, den will ich haben!

Im Laufe der Jahre wurden hier viele Madonnentaler vorgestellt und die allermeisten davon sind deutlich oberhalb des Durschschnittes. Meiner (2 BS, Nr. 24061400200312) hatte vom Verkäufer mit "fast vz" dort einen sehr schwachen Aufschlag und mit 145 Euro ein gewaltiges Handicap bekommen. Ich hatte beim Betrachten sofort etwas vermutet und etwa 10 Minuten benötigt, um das durch Bearbeitung des Händlerfotos nachzuprüfen. Und dann sofort zugeschlagen. Ein Kollege war ebenfalls interessiert, weil der aber schon einen schönen "Sautaler" hatte, zögerte er leicht. Und nur so konnte ich meine Chance nutzen. Die platte Locke auf der Vorderseite ist fast genau dort (Zentrum leicht oberhalb), wo bei der Madonna die Gewandfiebel (in Form einer Brosche) sitzt. Wenn man das als Prägeschwäche erkennt und die unzirkulierten Details vieler Locken und das Fejlen größerer und tieferer Kratzer ("Bags") in den freien Feldern erkennt, ist man bei einem guten Vorzüglich oder auf Neuhochdeutsch: in den unteren MS-Graden. Wobei das Stück auf den ersten Blick in der Tat, wie ein schönes "fast vz" wirkt. So hätte man den früher gegradet, ohne Murren und Knurren. Heute sind aber andere Zeiten. Vergleiche auf 2 BS: Nr. 8802414 MS 62 mit meiner Ansicht nach sichtbaren Tauch- oder Korrosionsspuren und Nr. 8102414, auch MS 62, jedoch ein besser ausgeprägtes Stück, als meines mit ebenfalls (feiner verteilten) flachen Stellen bei den Locken (gleichfalls wahrscheinlich Prägeschwächen), doch schaut auf die wenigen freien Felder der Madonnenseite, zeigen aber, was Ambach ist. Vielleicht ist es auch der Deckel des Slabs. Was den 8802414, da habe ich hier im Forum schon einige, bessere gesehen. Heute war wenig gutes Licht für Fotografieren. Die Bilder sind daher nachbearbeitet (Farben stärker, Helligkeiten runter und Kontraste hoch), damit man das, was ist, besser erkennt. So, wie eingestellt geben sie, auf meinen Monitor betrachtet, optisch den Ist-Zustand besser wieder. Die Schrägansicht zeigt den vollständigen Prägeglanz in den Vertiefungen der Madonnenseite und mattes Relief.

PS: neues, weiteres, unbearbeitetes Foto angehangen. VS: senkrecht von oben, RS: leicht schräg gegen Tageslicht geneigt und ca. 90 Grad zur Oberfläche fotografiert.

PPS: das Stück stammt wahrscheinlich aus einem Gebäude- oder Bodenfund und hatte Kontakt mit Erdreich oder Staub/Schmutz, wodurch sich wahrscheinlich mit dem Kupfer aus der Legierung eine sehr harte Kruste bildete, wie man an einer minimalen, verbliebenen Anhaftung erkennen kann. Zumindest erfolgte die hier notwendige Reinigung professionell und substanzwahrend, was die Münzhaut angeht. Siehe Bild 4 (mit Zusatz "bearbeitet") mit Ausschnittvergrößerung Mitte, unten.

PPPS: hier noch einmal die Ansicht der Rückseite bis ins extreme farbverstärkt, abgedunkelt und kontrastiert, um feinste Details sichtbar zu machen. Interessant ist auch die so erst sichtbar gemachte, in Entstehung befindliche Tönung. So kann man versuchen, dem Material mehe und mehr Geheimnisse zu entlocken, die das menschliche Auge auch unter einer Lupe nicht wahrnimmt. Bei der Vorderseite ist das aufgrund der stark kontrastierenden Tönung nicht erforderlich.
 

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Ein Hallo in die Runde,
hier ein Neuzugang, über den ich mich recht freue. Lange gesucht, allzu viele ansehnliche Stücke gibt es ja gerade nicht auf dem Markt. Doppeltaler (n.d. 14-Taler-Fuß, Dresden, 1838) Württemberg AKS 62 von 1855, hat exakt Sollgewicht von 37,12g, die Anzahl der geprägten Exemplare (168.000) wird nur mit dem Jahrgang 1854 zusammen angegeben. Er hat eine relativ starke Patina (zumindest revers), wobei der Glanz aber noch deutlich zum Vorschein kommt.
Die Erhaltungsangabe des Verkäufers war "recht frei" formuliert ... auch wenn der ganz bestimmt in der Sammlung bleiben darf, wie würdet ihr die Erhaltung sehen?

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Ein Hallo in die Runde,
hier ein Neuzugang, über den ich mich recht freue. Lange gesucht, allzu viele ansehnliche Stücke gibt es ja gerade nicht auf dem Markt. Doppel-Konventionstaler Württemberg AKS 62 von 1855, hat exakt Sollgewicht von 37,12g. Er hat eine relativ starke Patina (zumindest revers), wobei der Glanz aber noch deutlich zum Vorschein kommt.
Die Erhaltungsangabe des Verkäufers war "recht frei" formuliert ... auch wenn der ganz bestimmt in der Sammlung bleiben darf, wie würdet ihr die Erhaltung sehen?

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Für mich prägefrisch, also zwischen vz-st und fast st.
 
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