Eines der bekanntesten Museen der Welt ist das Smithsonian in Washington DC. Benannt ist es nach dem Spender dessen Geld den Bau und die Finanzierung des Museeums ermöglicht hat, James Smithson.
Soweit klingt eigentlich alles ganz nachvollziehbar, schließlich gab es ja verschiedene Amerikanische Philanthropen im 19. Jhd., die sich verewigt haben mit Konzerthallen oder ähnlichem.
Das Kuriose am Smithsonian Museum ist jedoch das James Smithson, ein in Frankreich geborener Britischer Chemiker, zu Lebzeiten nie in den USA war. Sein Reichtum stammte zu großen Teilen aus einer Erbschaft, und in seinem Testament hat er verfügt, dass sein Neffe Alleinerbe wird, bzw. dessen Nachkommen. Smithson wollte aber nicht das der Rest der Verwandschaft an das Geld kam (der Neffe musste sogar seinen Namen ändern per Verfügung um das Vermögen zu erhalten) und so hat er die Klausel eingefügt damit in den USA die Bildung zu fördern, falls der Neffe vor ihm stirbt oder kinderlos bleibt. Smithson ist 1829 in Genua verstorben, sein Neffe starb 1835 kinderlos. So ging das Vermögen dann nach der Auflösung der Besitztümer in die USA, in Form von 11 schweren Kisten mit knapp 105000 Sovereigns, und wurde in Phladelphia wohl 1838/39 zu etwas über 500000 Dollar umgemünzt. Vielleicht hat ja jemand eine der damals geprägten Münzen in seiner Sammlung? Nachdem Smithson knapp 75 Jahre lang in Genua begraben war (mittlerweile war das ja bekanntlich dann in Italien) wurden die Gebeine durch Alexander Graham Bell (ja, den vom Telefon) in die USA überführt um den großzügigen Spender dort standesgemäß für seine Verdienste um die USA beizusetzen. Das geschah dann am 6. März 1905 in einer extra dafür errichteten kleinen Kapelle, wo er temporär liegen sollte bis das eigentliche geplante große Ehren-Monument errichtet worden war, wofür der Kongress zuständig gewesen wäre. Der wollte aber nicht zahlen (weil das Geld war ja schon gespendet und mehr war nicht zu holen), und so liegt James Smithson auch 121 Jahre später temporär in der kleinen Kapelle von 1905 begraben. Zumindest sein Ziel, dass sein Name erhalten bleibt währnend die Namen seiner Verwandten lange in der Öffentlichkeit vergessen sind hat James Smithson aber erreicht.