Wissen, das kein Mensch braucht

Zumindest den meisten Vereinsschachspielern sollte das Blackmar-Diemer-Gambit bekannt sein.

Ursprünglich gab es nur das vom amerikanischen Schachspieler Armand Edward Blackmar entworfene Blackmar-Gambit mit dem Plan, sich in der Eröffnung durch ein Bauernopfer einen Entwicklungsvorsprung zu verschaffen.

Der deutsche Schachspieler Emil Joseph Diemer (geb. 15.05.1908 - gest. 10.10.1990) ergänzte das Gambit mit einem Springer-Zwischenzug. Diese Variante erhielt die Bezeichnung "Black-Diemer-Gambit".
Diemer verfolgte eine sehr aggressive Spielweise und spielte gerne ohne Rücksicht auf Material voll auf Angriff.

Besonders erwähnenswert ist eine Partie, welche Diemer beim Nürnberg Open 1984 spielte.
Gegen den Spieler T. Heiling führte er in den ersten 17 (!) Zügen ausschließlich Bauernzüge aus und konnte die Partie tatsächlich gewinnen.
Mit dieser Partie, die als "unsterbliche Bauernpartie" berühmt wurde, hält Diemer den Rekord an aufeinanderfolgenden Bauernzügen, bevor eine andere Figur bewegt wurde !
 
Die Schachweltmeisterschaft wird seit 1886 ausgespielt. Die Anzahl von Partien, in denen es zu einem echten Schachmatt auf dem Brett während des Turniers kam ist beindruckend: In 140 Jahren ist das nämlich genau ein einziges Mal passiert, 1929. In allen anderen Partien hat der Verlierer vor dem Schachmatt von selbst aufgegeben.
 
Anfang der 1970er Jahre schloss die DDR ein Handelsabkommen mit dem damaligen Bruderstaat Kuba. Geliefert wurden 15 Zementfabriken, Havanna stellte 6 kg Kuba-Orangen pro DDR-Bürger zur Verfügung. Auf Kuba wachsen aber aufgrund der klimatischen Bedingungen keine Speiseorangen wie in Spanien oder Nordafrika, sondern strohige Früchte mit vielen Kernen, die nur zur Saftgewinnung geeignet waren. Der übermäßige Verzehr konnte schon mal zu einem Darmverschluß führen. Nicht nur deswegen trug das Obst irgendwann den Spitznamen "Fidels Rache".
 
Wolfgang Grube ist mit dem Auto schneller als mit der Eisenbahn.

Mit der Bahn dauert das nämlich zwischen 4 und 5 Stunden im Idealfall und kostet mit dem Regionalverkehr 51 Euro wenn man kein Deutschlandticket hat.

Wolfgang Grube ist übrigens der einzige ehemalige DB Chef dessen Namen aus Bahnhöfen bzw. Haltestellen besteht.
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So wie es aussieht sind mir die beiden ‚Wolfgang‘ und ‚Grube‘ verkehrsmitteltechnisch bekannt:
im winzigen ‚Wolfgang‘-Bahnhof (Hanau) bin ich mal mit dem vergleichsweise riesigen ICE FFM-HH gestrandet, bevor es auf einem sehr kurvigen Umweg durch den Spessart und mit gefühlt Tempo 50 bis fast über Würzburg endlich in den Norden ging…😳
‚Grube‘ hingegen - falls die kleine Ortschaft in Schleswig-Holstein gemeint ist - kenne ich aus der Luft, da wir dort mal im Familienurlaub einen kleinen Rundflug über Dahme etc. mit einer kleinen Cessna o.ä. gemacht haben 🙂
 
Wer beim ursprünglichen Beitragsentwurf der noch gar nicht fertig war und versehentlich zu früh gepostet wurde nur Bahnhof verstanden hat, hat aber richtig gelesen.
Wolfgang, genau so wie Linda, Achim, Thekla und einige andere sind nämlich Bahnhöfe bzw. Haltepunkte in Deutschland.
Was ist da eigentlich der Unterschied?
Ganz einfach, Haltepunkte sind nicht nur sprachlich hart und unangenehm beim Warten weil man meistens zugig im Freien steht, sondern haben auch physisch keine Weiche verbaut, während ein Bahnhof mindestens eine Weiche haben muss damit er offiziell ein Bahnhof ist.
Einen Sonderfall stellt hier Nürnberg-Steinbühl dar. Das ist nämlich ein sogenannter Turmbahnhof, weil man auf 2 Ebenen ein- und Aussteigen kann, allerdings ist strenggenommen im Oberen Stockwerk nur ein Haltepunkt, und nur unten hat es einen echten Bahnhof mit Weiche.
München Hauptbahnhof hat besonders viele Weichen und auch wenn man dort nicht quasi in den Flieger einsteigen kann ist zumindest was die Gleise angeht, der Münchner Hauptbahnhof einer der größten der Welt, obwohl er was das Passagieraufkommen angegeht, gerade mal so in die Top 50 kommt. Mehr Gleise gibt es nur in der Grand Central Station in New York und seit einigen Jahren auch in Shanghai Hongqiao (dort kann man zwar in den Flieger einsteigen, aber nicht in den Transrapid, der fährt zwar in Shanghai aber zum anderen Flughafen der Stadt).
In München steigen pro Jahr und Gleis ca. 4,4 Millionen Passagiere ein um oder aus. Das klingt nach viel, ist es aber im weltweiten Vergleich gar nicht, obwohl es ja am Hauptbahnhof in München meistens sehr voll ist.
Spitzenreiter ist auch hier ein Japanischer Bahnhof, nämlich Shibuya Station, wo dieser Wert bei über 85 Millionen pro Jahr Passagieren an jedem der 12 Bahngleise liegt, was ihn neben mit der Shinyuku Station wo es auf 16 Gleisen ein paar mehr Passagiere hat zum einzigen Bahnhof mit mehr als 1 Milliarde Passagieren pro Jahr macht.
 

Spitzenreiter ist auch hier ein Japanischer Bahnhof, nämlich Shibuya Station, wo dieser Wert bei über 85 Millionen pro Jahr Passagieren an jedem der 12 Bahngleise liegt, was ihn neben mit der Shinyuku Station wo es auf 16 Gleisen ein paar mehr Passagiere hat zum einzigen Bahnhof mit mehr als 1 Milliarde Passagieren pro Jahr macht.
Ob bei Stuttgart21 wohl jemals 1.200 Arbeiter gleichzeitig auf der Baustelle waren?

 
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