Wissen, das kein Mensch braucht

Reichs*bürger (m/w/d) wird das freuen, denn sie müssen nicht länger zu aus dem Ausland importierten Produkten greifen wenn sie mal exotische Früchte haben wollen.
Lange Jahre war es nur ein Witz, aber es gibt sie mittlerweile tatsächlich, ganz ohne Kolonien: Die Deutsche Banane, die Deutsche Olive und sogar die Deutsche Kiwi. Gewachsen in Deutschland, im Freien unter Deutscher Sonne und Deutschem Regen, ohne Hilfe von Gewächshäusern.
Möglich macht das neben dem Klimawandel ein nochmal besonders warmes Mikroklima in einer windgeschützten Ecke der Innenstadt von Frankfurt am Main, die neben der Abwärme der Stadt auch noch Reflektiertes Sonnenlicht vom Main abbekommt. In der Folge können entsprechende Gewächse in einer Parkanlage nahe des Mains wachsen, weil es dort ganzjährig im Schnitt 5-6°C wärmer ist als im eh schon warmen Frankfurter Raum.
 
Da die Deutschen Tomaten deutscher Herkunft lieber kaufen als holländische, bekommen sie halt, was sie wollen: Mit Nährflüssigkeit auf Steinwollesubstrat erzeugtes Gemüse aus niederländischen High-Tech-Gewächshäusern, errichtet auf deutschem Boden.
 
Da die Deutschen Tomaten deutscher Herkunft lieber kaufen als holländische, bekommen sie halt, was sie wollen: Mit Nährflüssigkeit auf Steinwollesubstrat erzeugtes Gemüse aus niederländischen High-Tech-Gewächshäusern, errichtet auf deutschem Boden.
Fusselbär Tomaten wachsen im Fusselbär Garten. Und viele erschiedene Sorten, aus sehr vielen verschiedenen Ländern.
(Außer Holland) :cool:
 
Auch diese?

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In der Leichtathletik gibt es ja allerlei Kurz-und Langstreckenrennen. Alle offiziellen Distanzen werden im Metrischen System gemessen, bis auf eine, nämlich die Meile, die tatsächlich eine offiziell von der IAAF anerkannte Laufdistanz ist. Übrigens eine, die in Großbritannien mit einer Umlaufgedenkmünze bedacht wurde, anlässlich des Gedenkens an Roger Bannister, der 1954 als erster weniger als 4 Minuten für die Meile gebraucht hat.
Wer einen Weltrekord im Profisport bricht, bekommt in der Regel Ruhm und eine Verewigung in der Bestenliste, oft auch ein schönes Preisgeld, selbst wenn er nur wenige Tage an der Spitze steht. George Bannister hat den alten Rekord nach fast 9 Jahren gebrochen, aber selber nur 46 Tage an der Spitze gestanden. Das Beispiel von Noah Ngeny zeigt aber eindrucksvoll, dass man alleine durch das Brechen eines alten Weltrekordes nicht unbedingt viel Ruhm und Ehre einstrichen kann. Der Kenianer hat nämlich am 7.7.1999 den damals geltenden offiziellen Weltrekord mit einer Fabelzeit um satte 0,99 Sekunden unterboten, aber dummerweise für ihn hat Hicham El Guerrouj exakt 0,27 Sekunden vorher einen neuen Weltrekord aufgestellt als er als erster über die Ziellinie gelaufen ist. Somit stand nach dem Rennen dieser in der Bestenliste, und Noah Ngeny ist nur noch wenigen bekannt als derjenige, der die (übrigens bis heute immer noch) zweitbeste Zeit aller Zeiten über die Meile gelaufen ist.
 
Vor kurzem hatte ich ja schon mal einen Beitrag zu interessanten Tatsachen aus der Geographie geschieben, da gibt es aber noch weitere.
Es ist z.B. möglich auf dem selben Breitengrad aus einem kleinen Gebiet an der Amerikanischen Ostküste direkt nach Algerien zu schippern, ohne auf anderes Land zu stoßen. Aber noch verrückter ist es im Süden: Ganz unten an der Südspitze von Chile kann man einfach immer weiter auf dem gleichen Breitengrad nach Westen segeln und landet nach einer Weltumrundung wieder in Chile. Wenn man dann etwas weiter nördlicher ablegt, kommt man in Argentinien heraus. Aber, und das ist auf den ersten Blick dann eigentlich unlogisch, wenn man noch etwas nördlicher ablegt und eine 3. Weltumsegelung macht, endet man schon wieder nicht mehr in Argentinien sondern erneut in Chile.
Neben der Geographie gibt es aber auch in der Historie verrückte Begebenheiten. Aus dem Mittelalter ist ja dem einen oder anderen noch die Lehnsherrschaft bekannt, ein Klassiker des Feudalismus bzw. des Feudalstaates. Wenn man hingegen an Atomphysik denkt, dann ist das ja ganz klar etwas Modernes. Da überrascht es umso mehr, dass es tatsächlich mal einen arbeitslosen Atomphysiker gab, der versucht hat einen Putsch in einer Lehnsherrschaft durchzuziehen um sich als Feudalherrscher zu etablieren. Das war aber kein Zeitreisender, sondern André Gardes ist 1990 mit der Fähre und einem Gewehr als 1-Mann Invasionsarmee zur Kanalinsel Sark gefahren, wo das Lehnswesen sogar noch heute gilt. Letztendlich wurde er aber von einem unbewaffneten freiwilligen Constable überwältigt und kam 7 Tage in Guernsey in Haft für seinen bewaffneten Umsturzversuch. Besonders krass: Er hat das 1991 nochmal probiert, der Wiederholungsversuch scheiterte aber bereits vor der Abfahrt der Fähre als man ihn in Guernsey wiedererkannt hat.
 
Am südlichsten Punkt Skandinaviens, im Schwedischen Ort Smygehuk, steht eine Statue die eine nackte Frau darstellt. Modell gestanden dafür hat die Oma von Hollywoodschauspielerin Uma Thurman.
 
Eine der Routen den Mont Blanc von der Italienischen Seite aus zu besteigen, wurde 1890 vom späteren Papst Pius XI entdeckt (als er noch einfacher Geistlicher war).
Überhaupt ist der Mont Blanc ein sehr interessanter Berg. 6-8000 Bergsteiger sind seit der Erstbesteigung 1786 dort verstorben, mehr als an jedem anderen Berg, was aber angesichts ca. 20000 erfolgreichen Besteigungen pro Jahr in den letzten Jahren eher eine geringe Quote ist. Mit dem Flugzeug sollte man sich aber vom Mont Blanc fernhalten, denn außer Henri Giraud hat das bisher niemand überlebt. Henri Giraud hat nämlich 1960 das Kunststück vollbracht, mit einer kleinen Propellermaschine auf dem Gipfel zu landen und wieder abzuheben (gar nicht so einfach bei einer 30m Piste aus blankem Eis). 2 Piloten von Air India Passagiermaschinen haben den Berg hingegen 1950 und 1966 übersehen, und sind fast genau an der gleichen Stelle abgestürzt, so dass wenn heute noch Trümmer im Eis gefunden werden, nicht immer sofort klar ist aus welcher Maschine diese stammen. Einer der Passagiere aus 1966, Dr. Homi Jehangir Bhabha, wurde 2009 auf einer 10 Rupees Münze (KM#372) geehrt. Damit ist er aber nicht der erste bei einem Flugzeugabsturz in den Alpen ums Leben gekommene der später auf einer Münze gewürdigt wurde.
 
Menschen mit kuriosen Lebensläufen die z.B. außergewöhnliches leisten oder in sehr kurzer Zeit viel erleben gibt es viele. Einen besonders einzigartgen Lebenslauf hatte Calvin Leon Graham.
Der hat sich nämlich im 2. Weltkrieg freiwillig zur US Navy gemeldet, die Grundausbildung durchlaufen und in der Schlacht um Guadalcanal 1942 einige Auszeichnungen gesammelt (u.a. Bronze Star und ein Purple Heart). Nach der Rückkehr in die Heimat kam er weil er unerlaubt zur Beerdigung seiner Oma gefahren ist für 3 Monate in ein Militärgefängnis und wurde am 1. April 1943 aus der Navy entlassen. Anschließend hat er als Schweißer in einer Schiffswerft gearbeitet, geheiratet, einen Sohn bekommen, und ist (inzwischen wieder geschieden, der Sohn war da schon ca. 2 Jahre alt) 1948 dem Marine Corps beigetreten. Dort hat er dann seinen 18. Geburtstag gefeiert.
 
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