Wertfrage DM Münzen

Und dann habe ich noch eine Frage wegen einer 5dm Münze Johann Gottlieb Fichte der Wert dieser Münze hatte ich erst auch mit um die 200€ angedacht und als ich mich informiert hatte im Internet und im Jaeger kam ich immer auf sehr stark schwankende Preise wie sieht es da mit dem wert aktuell aus?
Grüß dich,
Der Fichte kostet zwischen 30-60€.
 
Und dann habe ich noch eine Frage wegen einer 5dm Münze Johann Gottlieb Fichte der Wert dieser Münze hatte ich erst auch mit um die 200€ angedacht und als ich mich informiert hatte im Internet und im Jaeger kam ich immer auf sehr stark schwankende Preise wie sieht es da mit dem wert aktuell aus?
Um einen Marktüberblick zu bekommen, kannst Du in der hier sogenannten „Bucht“ die verkauften Angebote der letzten Zeit anschauen. Du findest das in der Maske rechts von Finden unter erweitert. Bucht ist die deutsche Übersetzung des Namens der Plattform. Musst nur noch ein e davor setzen. Den Namen hier explizit zu nennen, ist wohl nicht erlaubt. Was ich gerade gesehen habe sind die Fichte 5er deutlich unter Deinem genannten Preis und gehen teilweise unter 20 Euro weg. Hängt natürlich alles von der Erhaltung ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich hab ein wenig Erfahrung was die erhaltung betrifft(ist das erste mal das ich mit Münzen handle in so einer Kategorie, sonst kann ich bei Münzen bei der Erhaltung immer gut einschätzen ), das problem ist das ich leider keine Fotos gemacht habe bereue es , werde aber beim nächsten mal wen ich beim Verkäufer war mal den Preis und Fotos machen/erfragen
Ein Tipp: preiswert anfangen und Erfahrungen sammeln.

Sonst verbrennt man zu viel Geld.

Ich mache das nun seit über 50 Jahren mit derm münzensammeln und wenn ich nochmal anfangen könnte, würde ich das so machen und hier beginnen: die späteren Silberfünfer von 1968 bis 1979 (in größeren Posten teils auch noch den Leibniz und den Humboldt) gibt es derzeit zum Materialwert oder knapp darüber. PP´s gibt es ab ca, 7 Euro (wer sucht, kriegt sie vielleicht auch für 6,50 oder 6 Euro) in der alten Original-Verpackung. Je mehr man dafür zum Materialwert des darin enthaltenen Silbers, 7 Gramm, derzeit sind das ca. 6 Euro je Münze kriegt, um so besser.

So bekommt man auch ein Gefühl, wie Münzen in den Feldern und den Oberflächen aussehen müssen. Erhaltung ist eine Sache; Säurekorrosion durch Tauchbäder eine andere. Letztere ist auch extrem wertmindernd. Bevor man mit den "großen Jungs" in den Ring steigt, sollte man erst mal seine Aufgeben gemacht haben. Und man verliert ganz sicher keine Zeit und es läuft einem bei den "ersten fünf" auch nichts weg, ganz im Gegenteil: das (wie der Materialwert der Fünfer steigt und was mit den Aufschlägen auf die ersten Fünf passiert wird), das wird man schon noch sehen. Auch wenn die ersten fünf die nächste Zeit steigen, ist das nichts anderes, als ein "deat cat bounce" - der letzte Hüpfer einer aus einem Wolkenkratzer geworfenen Katze nach ihrem ersten Aufschlag auf den Boden. Das Tier ist bereits tot, kann aber noch mal aufgrund der seinem Körpe rinewohnenden Elsatizität einen Hüpfer machen, bevor es liegen bleibt.

Zu den ersten Fünf:
Die Auflagen betragen 200.000 je Stück. Selten werden auch die nie werden. Ganz im Gegenteil. Realtiv an "Seltenheit" werden genau jene Fünfer gewinnen, die es um oder knapp unter dem rechnerischen Wert des darin enthaltenen Silbers gibt. Davon wandert bereits seit Jahren vieles in den Schmelztiegel. Und in der Vergangenheit war es auch schon so, dass viele Kaiserreich-Münzen, mit kleineren Auflagen als 200.000 Stücke dieses Schicksal geteilt haben.

Den Mercator mit langem "R" oder einen Raiffeisen in schöner PP ("PR65" oder auch höher), den gibt es schon für einen schmalen Euro (bei mir war das in Silberwertposten drinnen), nur muss man eben lange suchen, bis ein unverschandeltes Stück auftaucht. Verschandelte Germanische Museen, Schiller & Co. in angeblichem "vz" oder "ss-vz" gibt es wie Sand am Meer. Ich habe irgendwo noch einen passablen "Eichendorff" rumliegen. Der Kauf war aber mehr "haben wollen", als ein Vernunftskauf. Wenn man das weiß, und wenn man in der Lage ist, die Qualität zu beurteilen, dann ist es auch OK. Das macht man dann einmal und lässt es dann (bei mir war es so).
 

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Die preise für DM Sammlerstücke, einmal abgesehen von den wirklichen Raritäten - und zu denen zählen die ersten 4 nicht- sinken seit 20 jahren daher ist das Sentiment sehr schlecht. Kein Mensch kann prognostizieren wohin die Reise geht aber es stimmt natürlich schon dass die Auflagen der Gedenkmünzen, auch der ersten, sehr hoch sind in Relation zur Sammlerschaft. Nur Qualität wird noch bezahlt aber da sprechen wir von MS64+ oder eben PP in guten Erhaltungen. Gut möglich dass das germanische Museum das derzeit in f.vz Standarderhaltung 220-240 kostet (bei ebay) in 10 Jahren bei 80 steht. Bei 400 wird es zumindest kaufkraftbereinigt vermutlich nicht stehen. Dass die neueren Gedenker trotz der natürlich hohen Einschmelzrate jemals mehr als Spot wert sein werden bezweifle ich jedoch. Selbst wenn einmal 95% eingeschmolzen sind ist die Auflage immer noch höher als beim germanischen Museum, von dem sicher auch einige eingeschmolzen wurden (prozentual natürlich viel weniger)...
 
Das heißt der Wert der DM Münzen wird irgendwann gegen Null gehen oder was?
Nein. Weder die silbernen, noch die Fünfer aus Kupfer-Nickel werden völlig wertlos werden.

ABER:
ich setze Auflagen von 200.000 bei den ersten Bundesgedenkfünfern mal in Relation zu den Auflagen von Münzen des Kaiserreiches und der DDR. Was kostet ein Goethe in "vz" und was ein "Museum"? Und was ein 20er Engels oder Liebknecht in St und was kostet ein Schiller oder ein Markgraf von Baden in vz-st? Ich stelle mir diese Frage.

Wie sehen Sammler in 20 oder 30 Jahren Deutschland? Unterscheiden die wirklich streng zwischen BRD und DDR und wenn nicht, wie entscheiden die sich, wenn sie einen Betrag X ausgeben? Ich vermute, wenn jemand zum Preis eines doch recht verätzten und leicht verkratzten 7-Gramm-Silberfünfers vier bis sechs Silberzehner der DDR oder drei bis vier Silberzwanziger in "deutlich Besser" haben kann, dann bleibt das verschrubbelte Ding liegen. Irgendwann werden auch die Gedenkfünfer 1968-1979 nicht mehr zehn bis 20 mal häufiger, als die "ersten Fünf" anzutreffen sein. Die Kupfernickel-Stücke gehen ohnehin fast ausnahmslos zur Bundesbank und werden eingeschmolzen; anders, als bei den DDR-Stücken, werden die noch umgetauscht - das kann später noch spannend werden. Noch will sie keiner. Meist sind sie auch unansehnlich.

Wenn ich jetzt kaufe und mich prinzipiell an jeder Münze freuen kann, dann frage ich mich ganz einfach: was birgt derzeit die größten Chancen oder das kleinste Risiko? Die "tote Katze" kaufe ich dann erst, wenn das vieh am Boden liegt und starr geworden ist. Das muss ich nicht haben. Für 150 Euro beispielsweise gibt es auch einen wunderschön erhaltenen Silbertaler aus dem 18. Jahrhundert (auf 2 BS Nr. 24061400200312). Wenn ich Deutschland sammel und etwas weiter zurückblicke, dann tun sich Möglichkeiten auf. Einen Dreier von 1912, Wilh. II von Preußen gab es für 18 Euro (Nr. 6401500820). Klar, da muss man suchen. Ich behaupte: Es sind geringfügig weniger, aber ähnlich viele Germanische Museen (über 160 Stücke auf 2BS) am Markt, als Dreimarkstücke 1912 A, Preußen als Umlaufprägung (216 Stücke auf 2BS). Das rechtfertigt meiner Ansicht nach keinen Unterscheid beim Preis von mehr als 500 Prozent in VZ.

Von dem Bayerischen Madonnentaler von 1768 sind ca. 16 Stücke auf 2 BS. Das ist 1/10 der Menge der angebotenen Germanischen Museen. Für 150 kriege ich kein Museum in "fast vz". Den alten "Sautaler" aber sehr wohl. Und ich denke, die Nummer 24061400200312 ist für eine Prägung dieser Zeit schon eines der aus dem Durchschnitt herausragenden Stücke.

Seltsamer Weise stimmen die Relationen zwischen dem "Sautaler" und dem Dreimarkstück von 1912 (16 Stück, 150 EUR in "fast vz" und 216 Stück zu 18 Euro in einem ebenfalls gefühltem "fast vz" schon deutlich besser. Die 15-fach häufigere Münze kostet 18/145, also etwa 1/8 des 15-fach selteneren Talers.

Ins Grübeln komme ich, wenn ich das Angebot 5 Mark Museum mit dem Angebot 5 Mark Raiffeisen vergleiche. Bei Raiffeisen werden 100 Artikel angezeigt und es verbleiben, wenn man den Medaillenteil rausnimmt etwa 65 Angebote.

Und ich behaupte mal ganz fresch: sollte der Silberpreis demnächst auf 50 oder bis 100 Euro je Unze steigen, werden mit der Zeit auch die Dreimarkstücke 1912 A ganz gewiss auch weniger oft angeboten werden, als die "Museen". Denn: bei über 200 angebotenen Münzen stimmt was nicht: der Preis. Der ist dort bei vielen Stücken zu hoch und daher nicht marktgerecht angesetzt. Genau wie bei den meisten der über 160 Museen und 6 bis 7/8 der "Sautaler". Den Raifeisen gibt es in der "Bucht" problemlos ab 7,30 Euro, wenn man sich clever anstellt und auf Auktionen oder im Konvolut kauft auch für weniger. Und bei den Bewertungsrelationen ist das bei steigenen Silberpreisen die beste Garantie dafür, dass bald noch sehr viel weniger Raiffeisen angeboten werden.

Wie gesagt: "wertlos" werden auch die "ersten fünf" nie werden. Und dass davon nennenswert was eingeschmolzen wird - ich hoffe solch schlimme Zeiten erlebt von uns niemand.

Ich denke, dass mein Standpunkt klar geworden ist. Man darf das gerne auch anders sehen. Noch tut beispielsweise der "Markt" oder das, was viele Angebote uns sugestieren, genau das.
 
Die preise für DM Sammlerstücke, einmal abgesehen von den wirklichen Raritäten - und zu denen zählen die ersten 4 nicht- sinken seit 20 jahren daher ist das Sentiment sehr schlecht. Kein Mensch kann prognostizieren wohin die Reise geht aber es stimmt natürlich schon dass die Auflagen der Gedenkmünzen, auch der ersten, sehr hoch sind in Relation zur Sammlerschaft. Nur Qualität wird noch bezahlt aber da sprechen wir von MS64+ oder eben PP in guten Erhaltungen. Gut möglich dass das germanische Museum das derzeit in f.vz Standarderhaltung 220-240 kostet (bei ebay) in 10 Jahren bei 80 steht. Bei 400 wird es zumindest kaufkraftbereinigt vermutlich nicht stehen. Dass die neueren Gedenker trotz der natürlich hohen Einschmelzrate jemals mehr als Spot wert sein werden bezweifle ich jedoch. Selbst wenn einmal 95% eingeschmolzen sind ist die Auflage immer noch höher als beim germanischen Museum, von dem sicher auch einige eingeschmolzen wurden (prozentual natürlich viel weniger)...
Ich denke nicht das vom Museum eine nennenswerte Anzahl verloren gegangen ist. Die Münze war gesucht schon lange bevor der Silberwert den Nennwert erstmalig überschritten hat, und was heute von unachtsamen Erben bei der Bundesbank abgegeben wird, wird vom Schalterpersonal unter Verweis auf hohen Wert zurückgegeben (die nächsten 4 übrigens auch, alle späteren werden trotz des hohen Silberwertes aber einbehalten, einen solchen Hinweis habe ich vor einigen Jahren selber schon beobachtet).
Viele 5er werden auch von Hortern gehalten und zwar ab und zu gehandelt, aber nicht unbedingt auch tatsächlich geschmolzen (wegen der Nennwertabsicherung nach unten, wobei da vermutlich wenn der Silberpreis weiterhin sehr hoch ist das irgendwann keine Rolle mehr spielt).
Der Fichte wird sich tendenziell eher Richtung Silberpreis entwickeln, die ersten 4 in üblichen Erhaltungen werden über die nächsten Jahrzehte weiter fallen auf das Niveau auf dem sich Weimar-Gedenkmünzen mit ähnlicher Auflage bewegen, denke ich und sich dann langfristig ähnlich zu diesen entwickeln, wenn dann irgendwann mal alle Stücke 2 Vorbesitzer hatten. Die meisten haben ja schon min. 1 Vorbesitzer, allzuviele Sammler die sich schon in den 50ern einen 5er hinlegen konnten (und damit Erstbesitzer wären) wird es ja aus Altersgründen heute nicht mehr geben.
 
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