Mir ist das alles, was ihr schreibt, viel zu pauschal. Es gibt da kein weiß oder schwarz.
Es kommt z.B. immer drauf an, wann und wo man diese Spitzenerhaltungen kauft oder wann man Umlaufware gekauft hat.
Wenn man Topstücke natürlich bei Händlern kauft, die selbst auf Auktionen zukaufen und dann 60 oder mehr % aufschlagen, dann hat man eventuell zu teuer gekauft. Wenn man auf Auktionen die letzten Jahre das ein oder andere Spitzenstück ergattern konnte, sieht die Rendite unter Umständen ganz anders aus. Und wenn man diese Stücke dann noch graden lässt und eine gute Erhaltung attestiert bekommt, dann kann die Rendite schon enorm sein.
Das soll jetzt aber kein Credo aufs Grading sein.
Also, eindeutig zu pauschal angelegt, die Aussagen lassen sich in jede beliebige Richtung bestätigen, oder auch widerlegen, je nachdem wann, wo, und wie teuer man gekauft hat. Auch der Zeithorizont hat enorme Auswirkung auf die postulierten Aussagen.
Wenn man also beispielsweise Doppelkronen in ss mal zu 90 € gekauft hat vor vielen Jahren, hat man auch ganz gut Rendite gemacht. Wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt dagegen diese Umlauferhaltungen kaufe, mache ich erst mal keine großartige Rendite.
Alles Kaffesatzleserei, es kommt auf die Parameter an, die ich festgelegt habe.
Und natürlich gibt es Stücke, die schon länger teuer waren, und jetzt, da oft in guter Erhaltung vorhanden, kaum oder relativ weniger im Preis gestiegen sind. Es gibt aber auch die „Nachzügler“.
Mein Fazit:
Kein „Erhaltungsfanatiker“ behauptet hier, dass er es besser macht, als andere. Es gibt nur unterschiedliche Ansätze und Zielsetzungen. Unterm Strich kommt es, wie bereits von anderen hier geschrieben wurde, drauf an, dass es ein Hobby ist, das Freude machen soll beim Betrachten der guten Stücke. Und wenn einem eine „sehr schöne“ Erhaltung viel Freude bereitet, ist doch alles in Ordnung. Unbestritten ist aber jedoch, dass eine bessere Erhaltung ansehnlicher ist als eine Schwächere. Wenn ein gewisser Aspekt der Kapitalerhaltung dazu kommt, ist das bestimmt nicht so schlecht.
Denn, viele andere Hobbies kosten nur Geld, das man nie mehr wieder sieht, auf den Spaß und die Freude kommt es vor Allem an.