Stimmt, aber die Lebensdauer einer Sammlung übersteigt ja meistens „die letzten Jahre“. Und eine schlauere Alternative wären Z.b ETF gewesen, da liegen wir schon deutlich höher
Wer aus Freude sammeln will, der soll das tun. Wer Geld anlegen will, der soll das auch tun. Jeder hat seinen Freien Willen.
Es gibt Konstellationen (zeitlich, sachlich, wirtschaftliches Umfeld) da gehen die Freude am beprägten Metall und wirtschaftlichen Zuwächsen Hand und Hand. Sowas aber ist eher selten. Überwiegt die Freude am haben wollen, an der Historie und am beprägten Metall, hat man schon drei Ziele. Dann wird es ofmals schwer, das vierte Ziel im Auge zu behalten und mit Nachdruck zu verfolgen.
Dann gibt es Zeiten, in denen viele Aufschläge aus guten Zeiten dahinschmelzen, wie Butter in der Sonne und bei vielen Münzen mehr oder weniger der Metallwert ausschlaggebend ist. Das ist der Zeitpunkt oder die Eppoche an dem oder in der viele Münzen, meist von Erben, aus Sammlungen herausgenommen und eingeschmolzen werden.
Fotos können vieles zeigen oder auch nicht. Ein gutes Foto zeigt immer mindestens einen Aspekt der Münze. Ein Kratzer ist auf einer Münze oder es ist kiener da. Weniger werden sie nie, neue hinzukommen können immer wieder welche und das so lange, bis die Münze beispielsweise in den Tiegel wandert und so auf hört, eine Münze zu sein.
Daher trenne ich ganz klar Hobby und Sparen. Das Eine hat mit dem Anderen rein garnichts zu tun. Was beim "Sparen" in Edelmetall hinzukommen kann, das ist die Spekulation. Sehr viel an oder in Münzen gebundenes Material (Metall: Gold, Silber) gibt es um den Metallwert herum. Seien wir ehrlich: ich kann 20 % und mehr Aufschlag auf "Neuware" oder noch mehr auf Barren zahlen oder mit mit 0 bis 15 % Aufschlag auf den Wert des darin enthaltenen Metalls auch alte Münzen aus den 80er oder 90er Jahren hinlegen. Unverdorbene oder nahezu perfekt erhaltene Stücke mit Auflagen von 5.000, 10.000 oder 20.000. Und Feingehalten um oder oberhalb von 80% /bei Gold: 90%
Keine deutschen Prägungen, aber ausländische. Da kann sich dann - auch unabhängig vom Metallwert, irgendwann mal was tun - oder eben auch nicht. Ich kann, mit etwas Glück, ab und an auch nur 90 bis 95% vom Materialwert löhnen, wenn ich auf Massenware, Auflagen oberhalb 100.000 gehe.
Und eben ab und an eine schöne antike Münze oder was aus dem Mittelalter. Also dort, wo man noch sehr dünn gesähte Chancen hat, gutes Material für einen schmalen Euro zu erwerben. Ab und an ist auch mal was falsches darunter. Wenn einem so ein Fehler passiert, dann sollte man nicht zu viel Geld dabei verloren haben..... übrigens wie bei allen Fehlern bei der Geldanlage erst recht.
Es ist besser, wenn ein Sammler mal ein Stück durch ein beseres ersetzt und es dann verkauft. So kriegt er ein Gefühl dafür, was es wirklich "wert" ist. Je früher ein Sammler solche Erfahrungen macht, diese verarbeitet und sich den Ergebnissen stellt und diese berücksichtigt, desto vorsichtiger wird er kaufen, was den Preis und die Zustandsangaben des Verkäufers und Fotografische Abbildungen angeht. Es sei denn, es macht ihm nur Lust und das Geld hat er dafür locker über. Dann ist es so, wie mit Fallschirmspringen, Bungie-Jumping, Extremklettern, Skifahren, Urlaub oder gut Essen gehen. Da zählt weniger der Preis und um so mehr das Erfahren und erleben und die Freude. Auch das ist ok. Wer lecker gegessen hat und Tags drauf über die Rechnung jammert: sorry. Das ist nicht auflösbar. Solchen Menchen ist nicht zu helfen.
Denen, denen man was von hohen Wertsteigerungen erzählt hat, die wurden eben hinter die Fichte geführt. Zu 98 % hätten diese Menschen sich dadurch, dass sie Angaben überprüfen und zeitnah nach dem Erwerb mal etwas zum Verkauf anbieten oder Kontakt zu Münzensammlern suchen, sich vor den meisten Verlusten schützen können; ein kleines Lehrgeld hätte meist ausgereicht. Im Nachhinein ist auch das nicht mehr auflösbar.
Am Ende gilt, was in so Fällen immer gilt: das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer.