Die Trennung ... von der Sammlung

Wenn man die Münzen z.B. bei eBay privat weiterverkauft, macht man eigentlich keinen Verlust.

Natürlich muss man da erst jemanden finden, der eine wertvolle Münze dann kauft. Von Vorteil ist da ein Gutachten.

Und man muss die Münzen dann wahrscheinlich selber ausliefern, da sie sonst nicht versicherbar sind.

Aber wenn man dann in Rente ist, hat man ja Zeit. ;-) Und man sieht was von Deutschland. :-)
 
Nun ja, aber auch nicht vergessen, die Freude am Hobby zu berücksichtigen. Ich finde, das kann man gar nicht hoch genug wertschätzen. Man erlangt viel Wissen, hat Spaß bei der Schatzsuche und freut sich über jedes ergatterte Stück. Meist hat man doch zu jeder einzelnen Münze noch Jahre später eine Geschichte vor Augen, wie man das Stück bekommen hat. Mit so einer Sammlung hat man so viel wunderschöne Zeit verbracht, dass das doch unbezahlbar ist. Bei den meisten anderen Hobbys ist das Geld danach einfach weg. Umso schöner ist es doch, wenn zu alledem bei der Münzsammlung am Ende auch noch ein hübscher Betrag übrig bleibt. Mir wäre es dabei eher unwichtig, ob ich dabei einen Gewinn oder Verlust erzielt habe. Das Sammeln an sich war die Bereicherung, nicht der monetäre Zugewinn. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass man nach dem Verkauf der eigenen Sammlung dann gar nichts mehr sammelt. Ich würde vermutlich sofort wieder mit irgendwas anfangen, vielleicht aus einem ganz anderen Sammelgebiet.


Dann habe ich Verlust gemacht.Aber ich erfreue mich über meine Sammlung von 1948-heute inclusive. 5,- DM bis 20,- € Gedenkmünzen.Was nach mir passiert "egal"ich hatte FREUDE daran.
 
Stimmt, aber die Lebensdauer einer Sammlung übersteigt ja meistens „die letzten Jahre“. Und eine schlauere Alternative wären Z.b ETF gewesen, da liegen wir schon deutlich höher
 
Stimmt, aber die Lebensdauer einer Sammlung übersteigt ja meistens „die letzten Jahre“. Und eine schlauere Alternative wären Z.b ETF gewesen, da liegen wir schon deutlich höher
Wer aus Freude sammeln will, der soll das tun. Wer Geld anlegen will, der soll das auch tun. Jeder hat seinen Freien Willen.

Es gibt Konstellationen (zeitlich, sachlich, wirtschaftliches Umfeld) da gehen die Freude am beprägten Metall und wirtschaftlichen Zuwächsen Hand und Hand. Sowas aber ist eher selten. Überwiegt die Freude am haben wollen, an der Historie und am beprägten Metall, hat man schon drei Ziele. Dann wird es ofmals schwer, das vierte Ziel im Auge zu behalten und mit Nachdruck zu verfolgen.

Dann gibt es Zeiten, in denen viele Aufschläge aus guten Zeiten dahinschmelzen, wie Butter in der Sonne und bei vielen Münzen mehr oder weniger der Metallwert ausschlaggebend ist. Das ist der Zeitpunkt oder die Eppoche an dem oder in der viele Münzen, meist von Erben, aus Sammlungen herausgenommen und eingeschmolzen werden.

Fotos können vieles zeigen oder auch nicht. Ein gutes Foto zeigt immer mindestens einen Aspekt der Münze. Ein Kratzer ist auf einer Münze oder es ist kiener da. Weniger werden sie nie, neue hinzukommen können immer wieder welche und das so lange, bis die Münze beispielsweise in den Tiegel wandert und so auf hört, eine Münze zu sein.

Daher trenne ich ganz klar Hobby und Sparen. Das Eine hat mit dem Anderen rein garnichts zu tun. Was beim "Sparen" in Edelmetall hinzukommen kann, das ist die Spekulation. Sehr viel an oder in Münzen gebundenes Material (Metall: Gold, Silber) gibt es um den Metallwert herum. Seien wir ehrlich: ich kann 20 % und mehr Aufschlag auf "Neuware" oder noch mehr auf Barren zahlen oder mit mit 0 bis 15 % Aufschlag auf den Wert des darin enthaltenen Metalls auch alte Münzen aus den 80er oder 90er Jahren hinlegen. Unverdorbene oder nahezu perfekt erhaltene Stücke mit Auflagen von 5.000, 10.000 oder 20.000. Und Feingehalten um oder oberhalb von 80% /bei Gold: 90%
Keine deutschen Prägungen, aber ausländische. Da kann sich dann - auch unabhängig vom Metallwert, irgendwann mal was tun - oder eben auch nicht. Ich kann, mit etwas Glück, ab und an auch nur 90 bis 95% vom Materialwert löhnen, wenn ich auf Massenware, Auflagen oberhalb 100.000 gehe.

Und eben ab und an eine schöne antike Münze oder was aus dem Mittelalter. Also dort, wo man noch sehr dünn gesähte Chancen hat, gutes Material für einen schmalen Euro zu erwerben. Ab und an ist auch mal was falsches darunter. Wenn einem so ein Fehler passiert, dann sollte man nicht zu viel Geld dabei verloren haben..... übrigens wie bei allen Fehlern bei der Geldanlage erst recht.

Es ist besser, wenn ein Sammler mal ein Stück durch ein beseres ersetzt und es dann verkauft. So kriegt er ein Gefühl dafür, was es wirklich "wert" ist. Je früher ein Sammler solche Erfahrungen macht, diese verarbeitet und sich den Ergebnissen stellt und diese berücksichtigt, desto vorsichtiger wird er kaufen, was den Preis und die Zustandsangaben des Verkäufers und Fotografische Abbildungen angeht. Es sei denn, es macht ihm nur Lust und das Geld hat er dafür locker über. Dann ist es so, wie mit Fallschirmspringen, Bungie-Jumping, Extremklettern, Skifahren, Urlaub oder gut Essen gehen. Da zählt weniger der Preis und um so mehr das Erfahren und erleben und die Freude. Auch das ist ok. Wer lecker gegessen hat und Tags drauf über die Rechnung jammert: sorry. Das ist nicht auflösbar. Solchen Menchen ist nicht zu helfen.

Denen, denen man was von hohen Wertsteigerungen erzählt hat, die wurden eben hinter die Fichte geführt. Zu 98 % hätten diese Menschen sich dadurch, dass sie Angaben überprüfen und zeitnah nach dem Erwerb mal etwas zum Verkauf anbieten oder Kontakt zu Münzensammlern suchen, sich vor den meisten Verlusten schützen können; ein kleines Lehrgeld hätte meist ausgereicht. Im Nachhinein ist auch das nicht mehr auflösbar.

Am Ende gilt, was in so Fällen immer gilt: das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer.
 
Absolut richtig! Man muss den Bestandteil Hobby von Wertanlage trennen, mache ich genauso.

Dennoch spricht natürlich nichts dagegen, auch den Wertaspekt zu betrachten. Nur wenn man dies tut, dann bitte konsequent mit allen kostenbestandteilen, und dazu gehört eben auch der „Zinsverlust“ des gebundenen Kapitals.

Es gibt hier viele Erhaltungsfanatiker, die glauben sie würden kommerziell vernünftiger handeln als Sammler, die das gleiche Stück in geringerer Qualität kaufen. Ich streite dies aus o.a. Grund ab.
 
Es gibt hier viele Erhaltungsfanatiker, die glauben sie würden kommerziell vernünftiger handeln als Sammler, die das gleiche Stück in geringerer Qualität kaufen. Ich streite dies aus o.a. Grund ab.
Selbstverständlich erlöst man später meistens weniger mit sehr guten Erhaltungen als z.B. mit kleinen Erhaltungen. Ganz einfach, Spitzenerhaltungen werden meist im weiterverkauf von Händlern gehandelt und da darf man gut und gern 30-40% Provision für den Händler rechnen.

Trotzdem machen Spitzenerhaltungen mehr Spass als Sammler. ;)
 

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Selbstverständlich erlöst man später meistens weniger mit sehr guten Erhaltungen als z.B. mit kleinen Erhaltungen. Ganz einfach, Spitzenerhaltungen werden meist im weiterverkauf von Händlern gehandelt und da darf man gut und gern 30-40% Provision für den Händler rechnen.

Trotzdem machen Spitzenerhaltungen mehr Spass als Sammler. ;)
Ups ... wenn ich sehe wie sich Spitzenerhaltungen die letzten Jahre auf Auktionen entwickelt haben, da kann ich dem absolut nicht zustimmen.
 
Ups ... wenn ich sehe wie sich Spitzenerhaltungen die letzten Jahre auf Auktionen entwickelt haben, da kann ich dem absolut nicht zustimmen.
Steffen, es kommt darauf an. Absulute Topstücke gehen sicherlich stark nach oben, ja. Aber sowie es nur sehr gute Erhaltungen sind, kein Spitzenstück von dem es nur wenige Exemplare gibt, dann muss erstmal die 30-40% Händlermarge erwirtschaften. Erst danach bleibt dir als Sammler wirklich mehr über.
 
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