Dokumentation: Fälschungen Deutschland 1871 - 1948

Vor einiger Zeit Otto auf dem Flohmarkt entdeckt:

Otto_VS_Scan.jpgOtto_RS_Scan.jpgOtto_Rand2.JPGOtto_Rand1.JPG

Insgesamt gut gemacht, finde ich, auch mit Randprägung, was die Fälschungen häufig ja nicht haben. Dass der Wappenadler nicht eindeutig ausgeprägt ist, sieht man in der Hand nicht ohne Weiteres. Auffällig revers allerdings sind Verschiebungen in den Positionen von Adler und Schrift ....
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus aktuellem Anlass, Plaudereien bitte hier:

 
Zum Einen beträgt das gemessene Gewicht 7,88 g, der Durchmesser ist ebefalls außerhalb der Norm mit 22,78 mm.

Aufgefallen ist mir die Münze wegen der Rand"unklarheiten". Ich habe an drei Stellen Erhebungen feststellen können.
23956-4.jpg 23956-2.jpg

Auf meine bisherigen Bilder war mir das nicht aufgefallen, da die senkrecht von oben gemacht worden sind.

23956-0.jpg

Erst als ich 45 Grad Schrägaufnahmen wegen evtl. Bereibungen/Kratzer usw. machen wollte, fiel mir die Merkwürdigkeit auf.

23956-3.jpg23956-2_2.jpg

23956-8.jpg23956-7.jpg
 

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J. 17 1 Mark 1899 G
Technische Daten:
Durchmesser: 24,01 mm
Dicke: 1,46 mm
Gewicht: 5,46 g

Klang: dumpfer als ein echtes Stück

Prägebild: Mit bloßem Auge fällt sofort die Farbe auf die an Titan erinnert sowie die abgenutzte Rückseite die im Kontrast steht zu dem nahezu ungelaufenen Erscheingungsbild der Vorderseite und der Felder
Unter Vergrößerung fällt die flaue Prägung und Abrieb auf der offensichtlich nicht durch Verkehr der Münze entstanden ist sondern dem Guss geschuldet ist.
Unter starker Vergrößerung ist der Guss klar erkennbar.
Der Riffelrand passt mit seinem flauen Erscheinungsbild ebenfalls nicht zu dem ersten Eindruck einer ungelaufenen Münze, bei stark gelaufenen Münzen sieht er aber ähnlich aus.

Die farbe entspricht mehr dem Scan als dem Foto!

Hätten die Fälscher die Münze versilbert und eine bessere Rückseite abgeformt wäre die Münze vermutl. durchaus in die ein oder andere Sammlung gewandert.
So ist die Fälschung eher ungefährlich aber wer prüft bei einem Konvolut aus vielen Markstücken schon einzelne Stücke? So bin auch ich an diese geraten...
 

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Ich stelle hier eine Mark Deutsches Reich 1916 D vor. Den Prägebuchstaben D gibt es nicht.
Das Stück ist in der Abmessung, Durchmesser und Dicke mit meinen Vergleichsstücken identisch. Es ist unmagnetisch und wiegt 5,41 Gramm, also ca 0,14 Gramm zu wenig.

1916-av.jpg1916-D-rv.jpg
 
Guten Morgen,

hier eine weitere Fälschung
Jaeger Nr. 46
Kaiserreich, 5 Mark Bayern, 1902D
Technische Daten ( Gewicht 23,59g, Durchmesser 38mm, Dicke 2,6mm )
Das Prägebild insbesondere vom Revers ist doch sehr grob gemacht.
Sie ist nicht magnetisch und besitzt eine Randschrift.

Gekauft damals in der Bucht für 20€. Verkäufer wollte erst nicht glauben, dass es eine Fälschung ist. Auch nicht mit meinen Beweisfotos zum Gewicht neben einem Original. Wollte dann 5 Euro Nachlass geben. Hab das Geld über ebay zurück erhalten.

Viele Grüße und euch ein schönes Wochenende.
 

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J. 252 20 Mark 1903 A
Technische Daten:
Durchmesser: 22,57mm
Dicke: 1,25mm
Gewicht: 7,98 g
Legierung: unbekannt, vermutl. nahe 900/1000 Au

In der Hand und mit bloßem Auge fällt sofort die PP-artige Prägung auf. Bei genauerem Hinsehen der flaue Adler und die Aufwulstungen am Randstab durch das nachträgliche Anbringen der Randprägung
 

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J. 252 20 Mark 1903 A
Technische Daten:
Durchmesser: 22,57mm
Dicke: 1,25mm
Gewicht: 7,98 g
Legierung: unbekannt, vermutl. nahe 900/1000 Au

In der Hand und mit bloßem Auge fällt sofort die PP-artige Prägung auf. Bei genauerem Hinsehen der flaue Adler und die Aufwulstungen am Randstab durch das nachträgliche Anbringen der Randprägung
Das "MIT" verrät es deutlich. Ich habe gelesen, dass auch Schmidt-Hausmann die Randschrift hinterher eingeprägt hatte.
 
Hier ein paar falsche "Weimeraner".....

5 RM Bremerhaven J 326 - 26,87g, 37,14mm
5 RM Eichbaum 1932J J 331 - 20,67 g, 35,82 mm
5 RM Tübingen J 329 - 25,83g, 36,18mm
5 RM Goethe J 351- 16,13g, 37,00mm
 

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