Nachlass BRD-/DM-Münzsammlung geerbt – Einschätzung und Vorgehen gesucht

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Hallo zusammen,

ich habe eine größere Münzsammlung 2023 geerbt und versuche derzeit, sie vollständig zu erfassen. Systematisch gesammelt, insbesondere Bundesrepublik Deutschland nach Jahrgängen und Prägestätten.
Ich bin selbst kein erfahrener Numismatiker und möchte vermeiden, interessante Stücke oder vollständige Serien einfach zum Nominal- bzw. Silberwert abzugeben. Deshalb würde mich eure Einschätzung interessieren, wie man mit einer solchen Sammlung sinnvoll weiter vorgeht und welche Bereiche sich eine genauere Prüfung lohnen. Ich habe bereits den Ratschlag aus dem Forum beherzigt und bei Ebay nach verkauften Artikeln gesucht allerdings gab es dort auf den ersten Blick nur einzelne Perioden die verkauft wurden.
Bisher habe ich unter anderem erfasst:
Münzen bereits nach Prägeanstalten sortiert, nicht doppelt,abgesehen von den Münzen mit Silberanteil.
131 × 1 Pfennig 1948-1950 1966- Euroeinführung
159 × 2 Pfennig 1950 1958- Euroeinführung
129 × 5 Pfennig 1949 -1950 1966-Euroeinführung
129 × 10 Pfennig 1949-1950 1966-Euroeinführung
130 × 50 Pfennig Ab 1948
173 × 1 DM
334 × 2 DM
447 × 5 DM
458 × 10 DM bzw. entsprechende zusätzliche Silberausgaben
48 × deutsche 10-Euro-Silbergedenkmünzen, 925er Silber, 18 g
13 × 20-Euro-Silbergedenkmünzen
11 × 5-Euro-Sammlermünzen
diverse offizielle Euro-Kursmünzensätze und ausländische Sätze, u. a. Monaco 2001 BU, Finnland 1999–2001, Spanien 1999–2001, Belgien, Niederlande, Frankreich usw.
4 kanadische Olympia-Silbermünzen Montreal 1976 (2 × 5 Dollar und 2 × 10 Dollar)

Nach bisheriger Erfassung stecken in der Sammlung über 8 kg Feinsilber. Insgesamt sind bereits über 2.100 Münzen erfasst, die Kursmünzensätze noch nicht vollständig als Einzelmünzen mitgerechnet.
Einige Stücke habe ich bereits separat gelegt. Darunter befinden sich:
50 Pfennig 1950 G „Bank deutscher Länder“
5 DM 1958 J
die ersten fünf 5-DM-Gedenkmünzen (Germanisches Museum, Schiller, Markgraf von Baden, Eichendorff und Fichte)
sowie eine 2-Pfennig 1969 J, nicht magnetisch und einen durchgehend kupferfarbenen Rand zeigt. Mir ist bewusst, dass gerade dieses Stück fachgerecht geprüft werden müsste.
Die Münzen befinden sich überwiegend in Alben, Kapseln bzw. den ursprünglichen Sammlersätzen und wurden von mir selbstverständlich nicht gereinigt.
Ein erster Kontakt zu einem Münzhändler war leider wenig hilfreich, dort hieß es sinngemäß, die Sammlung sei zu modern und man könne die DM-Münzen zur Bundesbank bringen. Gerade wegen der Silbermünzen, vollständigen Serien und einzelner besserer Jahrgänge erscheint mir das etwas zu pauschal.
Mich würden daher besonders eure Einschätzungen interessieren:
1. Welche Teile sollte ich auf keinen Fall als Konvolut verkaufen?
2. Welche Jahrgänge/Prägestätten sollte ich bei den BRD-Serien gezielt überprüfen?
3. Lohnt sich bei diesem Umfang eine Einlieferung bei einem Auktionshaus bzw. eine professionelle Gesamtbegutachtung?
4. Kennt jemand einen seriösen Spezialisten für BRD/DM-Sammlungen, idealerweise in Baden-Württemberg?
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Ich kann gerne Detailbilder einzelner Münzen, komplette Albumseiten und die genaue Aufstellung der Jahrgänge/Prägestätten nachreichen. Bilder dienen nur der Übersicht wie sortiert wurde. Bei Bedarf stelle ich gerne weitere zur Verfügung.
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Vielen Dank für eure Hilfe und Einschätzungen!
 
Die seltenen wo sich ein Einzelverkauf lohnt hast du ja schon erkannt und aussortiert. 2 Pfennig 1969 J wenn nicht magnetisch und in der Sammlung auch ein BDL 1950 G war dürfte echt sein wenn es 3,25 g wiegt.
Die DM Kursmünzen sofern nicht aus Silber sind wenn in üblicher Umlauferhaltung vorhanden tatsächlich Umtauschware. Da nicht komplett vermute ich das hier aus dem Umlauf gesammelt wurde. Die Silberlinge sollte man nicht umtauschen, da der Silberwert derzeit über dem Nennwert liegt.
Die Kursmünzensätze kann man sich bei Ebay einzeln anschauen und dann entscheiden ob sich ein Einzelverkauf vom Aufwand her lohnt, als Konvolut bringen sie vermutlich weniger...
Ein 2. Münzhändler wird dir vermutlich nicht anders antworten, es sei denn er bekommt das Silber sehr günstig...
 
Nach Deinen Bildern zu urteilen liegt sehr viel Leidenschaft in dieser Sammlung drin. Für mich macht es daher Sinn die deutschen Münzen als Konvolut zu veräußern (mit 5DM 1958J und 50Pf 1950GBdL), jedoch ohne 2Pf 1969J in Bronze.
Ich würde vorher noch prüfen, ob alle Münzen in weichmacherfreien Taschen liegen.
 
Vielen Dank schon einmal für die Antworten. Ich werde versuchen, einen Käufer zu finden, der die Sammlung möglichst als Ganzes übernimmt. Nach über 30 Jahren, in denen sie mit viel Zeit und Interesse aufgebaut wurde, wäre das sicherlich auch im Sinne meines Opa's gewesen.
In der Sammlung habe ich außerdem noch zahlreiche Visitenkarten und Kontaktdaten von Münzhändlern und Sammlern gefunden, mit denen er offenbar regelmäßig Kontakt hatte oder die er auf Münzmessen kennengelernt hat. Dort werde ich ebenfalls einmal nachfragen.
Am liebsten wäre mir, wenn die Sammlung nicht einfach auseinandergerissen wird, sondern als Ganzes in gute Hände kommt.
 
BRD Sammlungen sind nicht sehr begehrt: Stelle Fotos der genannten rareren Münzen hier hochauflösend ein, schaue ob die Umlaufmünzen in PP vorliegen und achte darauf dass die frühen KMS 1964-74 höheren Wert haben als Nominal. Falls 2DM Ähren dabei sind kannst du auch hier mal Fotos machen, in sehr guter Erhaltung haben die schon noch einen gewissen Wert
 
Wie gewünscht hier einige Detailaufnahmen der interessanteren Stücke aus der Sammlung.

2 Pfennig 1969 J: Die Münze ist nicht magnetisch. Auch der Rand ist durchgehend kupferfarben. Ich habe den Magnettest mehrfach durchgeführt, ohne Reaktion. Über eine Einschätzung, ob es sich tatsächlich um die Kupferausführung handelt und wie ihr die Erhaltung einschätzt, würde ich mich freuen.

5 DM 1958 J: Ebenfalls Vorder-/Rückseite und Rand fotografiert.

Weitere Stücke (50 Pfennig 1950 G und 2 DM 1951 D/F/G/J)
 

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Das Problem bei einer Veräußerung als ganzes ist halt das die Sammler die DM Sammeln das meiste bis alles schon haben (und wegen der schieren Menge an Silberdoubletten auch sehr tiefe Taschen bräuchten).
Wenn du das Geld nicht dringend brauchst, würde ich an deiner Stelle die Sammlung aufheben, das wäre sicherlich am meisten im Sinne deines Opas. Ggf. die Silber-Doubletten (v.a. 10 DM) separat verkaufen, da steckt ja das meiste Geld drin gebunden.
 
Ja, genau so hatte ich es auch vor. Der Großteil der Silberdubletten, insbesondere bei den 10-DM-Münzen, soll zum Silberkurs verkauft werden. Mir ging es mit „Sammlung möglichst zusammenhalten“ hauptsächlich darum, die systematisch aufgebauten Bücher und vollständigen Reihen nicht auseinanderzureißen und einzeln zu verkaufen. Die eigentliche Sammlung würde ich also gerne in ihrer Struktur erhalten.
 
Wie gewünscht hier einige Detailaufnahmen der interessanteren Stücke aus der Sammlung.

2 Pfennig 1969 J: Die Münze ist nicht magnetisch. Auch der Rand ist durchgehend kupferfarben. Ich habe den Magnettest mehrfach durchgeführt, ohne Reaktion. Über eine Einschätzung, ob es sich tatsächlich um die Kupferausführung handelt und wie ihr die Erhaltung einschätzt, würde ich mich freuen.

5 DM 1958 J: Ebenfalls Vorder-/Rückseite und Rand fotografiert.

Weitere Stücke (50 Pfennig 1950 G und 2 DM 1951 D/F/G/J)
Moin Moin,

Die Händleraussage nach Sichtung des Konvolutes ist nicht nur sehr pauschal, sondern .......
Da zu den folgenden besonderen Stücken jeweils eine mehr oder weniger große Anzahl an manipulierten echten Münzen zum Schaden der Sammler existiert, die für den Laien und auch für den "Kenner" aus der Ferne bzgl. Echtheit oft nur mit Vorbehalt bestimmbar sind, bitte folgende Parameter bzw. Abb. nachreichen .......
2 PF 1969 J ohne Magnetreaktion:
a) Gewicht mit 2 Stellen nach dem Komma (evtl. in (D)einer Apotheke möglich).
b) Für Vergrößerungen scharfe Abb. der Jahreszahl und des Münzzeichens
50 PF 1950 G BDL:
a) Gewicht wie bei a)
5 DM 1958 J - auch wenn es bzgl. Echtheit schon "gut" aussieht ;) :
a) Nochmals scharfe Abb. des Bereiches ca. unterhalb des Schwanzes (Perlenkreis und Randstab)
b) Abb des 2. E von EINIGKEIT
c) Gewicht wie bei a)
d) In einem Münzrähmchen fixieren und dann ohne Veränderung der Münze zwischen den Aufnahmen / Scans beide Seiten nochmals komplett abbilden.
 
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Die Erhaltungen sind leider nur im ss Bereich, das 69J in der erhaltung erzielt auf Auktionen ca. 800-900 Euro, der 58J regio 200, die ersten 4 zusammen bei ca. 550-600, das 50G bei ca. 80-140 Euro, die Silbermünzen erzielen bei den derzeitigen Silberpreisen ca. 85-89% vom spot
 
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