Adventskalender 2023

Der erste Pfennig von Hannover unter Georg V. ist etwas Besonderes
Das Monogramm ist "verziert", was anscheinend nicht so gut angekommen ist, denn es blieb bei einer Einjahresausgabe
1 Pfennig 1852 B, AKS 154, J. 82
 

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Aus Sachsen kommend landen wir nach Mecklenburg, genauer ins Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz, das kleinere der beiden Mecklenburgs.
Entgegen der anderen deutschen Staaten emittierten beide Großherzogtümer noch zur Reichsgründung eigene Kleinmünzen der untersten Nominalkette zu 1, 2 und 5 Pfennigen. Diese Stücke wurden 1872 in Dresden geprägt, unter Gustav Julius Buschick, wofür das B steht. Nicht nur durch die Sprengung der gesamtdeutschen Prägestättensystematik auf Münzen wurde dieser Alleingang in Preußen und anderswo ganz und gar nicht gerne gesehen.
Es ist schon viel über diese Münzen geschrieben worden, denn gerade das Fünfpfennigestück schlug in der ganz frisch im Deutschen Reich eingeführten nationalen Währung dermaßen aus der Art, dass im Februar 1878 jeweils alle drei Typen beider Mecklenburgs außer Kurs gesetzt wurden. Die Gründe waren vielfältig.
Hier der ganz große der drei Strelitzer aus ganz früher Produktion. Der Rand ist ganz leicht gekerbt, ein Merkmal, das im Umlauf meist sehr schnell verschwand.

18_DeMkz-103.jpg

Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz
5 Pfennige 1872 B

Cu
7,41 g
24,99 mm
Glattrand mit feinen Kerben
Jahrgangstyp
118.200 Stk.
Prägestätte: Dresden
AKS #73, Jaeger #23, KM #103
 
Heute habe ich ein Stück des Schwagers der Queen Victoria gefunden, Herzogs Ernst II.

1/6 Taler 1845 von Sachsen-Coburg-Gotha, AKS 104, J 281
 

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Von Mecklenburg reisen wir weiter nach Südwesten in das Herzogtum Westfalen.
Das Herzogtum Westfalen erstreckte sich seinerzeit über einen Teil des heutigen Südwestfalens, also südliches und östliches Sauerland, im Norden bis an die Lippe reichend und im Süden an das damals nassauische Siegerland grenzend. Es war immer schon im Einfluss des Erzbistums Köln und später des kölschen Kurfürsten ausgesetzt gewesen.
Dies änderte sich mit Napoleon, der im Zuge der Annektion der linksrheinischen Gebiete für gehörigen Wirbel in Westdeutschland sorgte. Das Vakuum in Westfalen nutze 1803 der hessische Landgraf Ludwig X. und sackte sich das Gebiet ein und ließ 1805 für das Herzogtum Westfalen in Darmstadt Viertel- und Halbstüberstücke schlagen.

19_DeHeD-259.jpg

Landgrafschaft Hessen-Darmstadt für das Herzogtum Westfalen
Halbstüber 1805 RF

Cu
4,34 g
24,64 mm
Glattrand
Jahrgangstyp
Prägestätte: Darmstadt
KM #259
 
Als ich das heutige Fensterchen öffnete, blitzte und funkelte es mir ganz schön entgegen. ;)

Großherzogtum Baden
20 Mark 1911 G
J 192
 

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Ich weiche mal in unser südliches Nachbarland aus, die Schweiz.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte noch jeder Kanton in Bezug auf das Geld, was er wollte.
Während z.B. Genf nach Frankreich ausgerichtet war, schauten die nördlichen Kantone eher nach Süddeutschland.

1825 schlossen 6 Kantone ein Konkordat zur Vereinheilichung ihrer Münzen ab:
Basel, Bern, Aargau, Solothurn, Vaud und Freiburg, also Kantone der nordwestlichen Schweiz

Die betroffenen Nominale waren 2 1/2 Rappen ( = 1 Kreuzer), 5 Rappen, 1 Batzen ( = 10 Rappen), 2 1/2 Batzen
und 5 Batzen. Nicht jeder der 6 Kantone prägte alle Nominale.
Der Taler = 40 Batzen = 4 Franken hatte also 400 Rappen, somit der Franken 100 Rappen, was noch heute so ist.

Die 1 Batzen-Stücke gab es schon im gleichen Gewicht vorab, so dass man die Vorgängermünzen einfach überprägte.

Auf dem gezeigten Batzen von Solothurn (KM 80) von 1826 sind diese Überprägungsspuren gut zu erkennen.
Überprägt wurde der Batzen KM 67.
 

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