Das Teil taugt leider nur noch für den Goldankäufer - da erfährt man dann auch ob es Gold ist oder eine schlechte Fälschung. Für einen Münzsammler ist das Teil nur noch den eventuellen Goldwert wert.
Ob Nachprägung oder Original ist bei dem Zustand nicht mehr relevant.
Grüße pingu
genau so ist es.
Materialwert abzüglich Form- und Schmelzkosten. Falls es Gold ist.
Man kann das mittels Tauchwägung ganz grob nachprüfen. Alles oberhalb von 16 g/cm3 oder ml Wasser deutet auf 900er Gold hin. Ob dann wirklich welches drinnen ist, kriegt man raus, indem man mit einer kräftigen Zange (Bolzenschneider) ein Stück abknipst. Innen muss sie rotgoldfarbig, also nahezu kupferfarbig aussehen, dann ist es original 900er 90 Gold, 10 Kupfer.
So muss man sich zumindest beim Ankauf keinen Bären, es sei gar kein Gold oder es sei minderwertiges Gold aufbinden lassen.
Schneiden, nicht feilen. Beim Feilen geht Gold verloren, wenn es denn Gold ist.
Bei alten Duplonen macht man das mit dem Bolzenschneider nicht; die können innen aus Platin sein und sind dann, auch im schlechten Zustand, mehr als das Metall wert.
PS: ich ziehe auch noch in Betracht, dass so ein Stück vor dem Einfassen ausgetauscht und durch einen Gussabdruck ersetzt wurde. Der Grund: Lange Zeit wurden solche Münzen zum drei bis vierfachen des Goldwertes gehandelt. Dann ist von 333er bis 750er alles drin. Ware nicht der erste Fall bei Sammlermünzen, von dem ich erfahren habe. Der Rand wurde dann gefeilt, um die Gußnaht zu kaschieren.
So sehen sie in "sammelwürdig" aus: