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Honscha.Muenzen
Bestellbar unter AurumXpert Edelmetallprüfer
Testbericht: Leuchtturm AurumXpert – Edelmetallprüfgerät im Praxistest
Bei den immer häufiger auftauchenden Fälschungen von Gold- und Silbermünzen wird eine zuverlässige Prüfmöglichkeit für Sammler und Anleger zunehmend wichtiger. Ich habe daher das Edelmetallprüfgerät AurumXpert der Firma Leuchtturm ausführlich getestet und möchte hier meine Eindrücke schildern.
Lieferumfang
Das Gerät wird in einem stabilen Kunststoffkoffer mit passgenauer Schaumstoffeinlage geliefert – nichts kann darin verrutschen. Zum Lieferumfang gehören neben dem Prüfgerät selbst ein USB-Netzteil samt Kabel (das Gerät arbeitet mit Akku und ist per USB ladbar), ein Kalibrierungs-Token bzw. eine Kalibrierungsplatte sowie ein Informationsblatt.
Lieferumfang im stabilen Koffer – Gerät, USB-Netzteil, Kabel, Kalibrierplatte und Infoblatt
Auf dem Informationsblatt sind gängige Goldmünzen tabellarisch aufgelistet: Name der Münze, Goldanteil, Gewicht, Durchmesser und Dicke. Damit lassen sich – so der Hinweis von Leuchtturm – oftmals schon einige Fälschungen allein über Gewicht und Abmessungen identifizieren. Für erfahrene Sammler ist das nichts Neues, da diese Daten in der Regel ohnehin vorliegen, als kompakte Referenz für unterwegs aber durchaus praktisch.
Bedienung und Messprinzip
Die Bedienung ist denkbar einfach: Man wählt zunächst den gewünschten Messmodus und legt die Münze anschließend genau zentriert auf das Messfeld. Kreise auf dem Messfeld zeigen an, wo die Münze abzulegen ist.
Nach der Messung erscheint auf dem Display der elektrische Leitwert in MS/m (Megasiemens pro Meter). Den gemessenen Leitwerten sind Edelmetalle und Legierungen zugeordnet, die unterhalb des Wertes in roter Schrift angezeigt werden. Ergänzende Informationen gibt das Gerät gegebenenfalls darunter in blauer Schrift aus. Neben den Edelmetallen werden auch typische Fälschungsmaterialien wie Wolfram-Kupfer-Legierungen sowie Sonderfälle in blauer Schrift angezeigt. Die Einschätzung, ob tatsächlich eine Fälschung vorliegt, bleibt also letztlich beim Anwender – das Gerät liefert dafür aber eine sehr gute Grundlage.
Krügerrand (916er Gold) auf dem Messfeld – der Leitwert wird groß angezeigt, darunter die zugeordnete Legierung 916(A) = 916Au + 84Cu in Rot, ergänzende Hinweise in Blau
Praxistest: Messung durch Kapseln, Folien und Slabs
Besonders interessant für Sammler: Die Münzen müssen für die Prüfung nicht aus ihrer Verpackung genommen werden. Ich habe etliche Münzen in Kapseln, Originalverschweißungen und Grading-Slabs getestet – die Ergebnisse waren durchgehend korrekt.
5 Pfund Großbritannien (916er Gold) – problemlos direkt in der Originalkapsel gemessen, das Gerät erkennt korrekt die Legierung 916(B) = 916Au + 54Cu + 30Ag
500 Yuan China Panda (999er Gold) – problemlos in der original eingeschweißten Folie gemessen, Anzeige Gold 999+
Kaiserreich-Goldmünze (20 Mark Hessen 1892) im NGC-Slab – die Messung durch den Slab hindurch gelingt einwandfrei
Bei besonders dickwandigen Slabs stößt die Messung an ihre physikalische Grenze – und das gefällt mir gut: Statt einen falschen Wert auszugeben, meldet das Gerät dies sauber und unmissverständlich.
Bei diesem dickeren PCGS-Slab ist keine Messung möglich – statt eines Fehlwertes zeigt das Gerät korrekt "Kapsel zu dick!" an
Das Gerät ist gut verarbeitet, die Hinweise auf dem Display sind selbsterklärend. Die kompakte Größe erlaubt es problemlos, das AurumXpert zu einer Münzbörse oder einem Sammlertreffen mitzunehmen – dank Akkubetrieb auch ohne Steckdose. Insgesamt sehr praktikabel.
Grenzen des Systems
Wichtig ist, die physikalischen Grenzen einer Leitfähigkeitsmessung zu kennen – diese werden übrigens auch in der Anleitung sehr gut und offen beschrieben:
Ein korrekter Leitwert allein ist noch keine Garantie dafür, dass keine Fälschung vorliegt. Eine Legierung, die denselben elektrischen Leitwert wie Gold oder eine bestimmte Goldlegierung besitzt, lässt sich durchaus herstellen – etwa eine Silber-Kupfer-Legierung. In einem solchen Fall stimmen dann allerdings die Abmessungen bzw. das Gewicht der Münze nicht mit dem Original überein, und auch die Farbe wäre eine andere (das Stück müsste zusätzlich vergoldet werden).
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die folgende Gegenüberstellung. Zunächst echtes 900er Gold:
Echtes 900er Gold aus den USA (20 Dollar 1894) – der Leitwert passt zur Legierung Gold 900
Und nun eine goldfarbene Münze, die gar kein Gold enthält:
Die goldfarbene 1/4-Euro-Münze "Die Longmen-Grotten" 2026 aus Frankreich besteht nicht aus 900er Gold, sondern aus unedlem Metall – ihr Leitwert liegt dennoch im Bereich von Gold 900
Beide Messungen liefern einen Leitwert im Bereich von Gold 900 – aber nur eine der beiden Münzen ist tatsächlich aus Gold. Hier müssen Gewicht, Abmessungen und der Sachverstand des Anwenders die Entscheidung liefern.
Der entscheidende Punkt: Eine einzelne physikalische Eigenschaft eines Edelmetalls (Leitwert, Dichte, Klang usw.) lässt sich relativ leicht imitieren. Zwei oder mehr Eigenschaften gleichzeitig zu imitieren, ist dagegen deutlich schwieriger bis nahezu unmöglich. Stimmt bei einer Fälschung der Leitwert, passt in aller Regel eine andere Eigenschaft wie die Dichte nicht mehr. Leuchtturm empfiehlt daher ausdrücklich die Kombination mehrerer Prüfmethoden – dem kann ich mich nur anschließen: Leitwertmessung plus Kontrolle von Gewicht und Abmessungen (die Tabellen liegen ja bei) deckt bereits sehr viel ab.
Zur Einordnung: Hundertprozentige Sicherheit liefert letztlich nur eine zerstörende chemische Analyse. Auch die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA), wie sie viele professionelle Ankäufer einsetzen, hat eine zu geringe Eindringtiefe, um Aussagen über den Kern eines Objektes zu treffen. Die Leitfähigkeitsmessung des AurumXpert dringt je nach Leitwertbereich etwa 0,2 bis 1 mm tief in das Material ein – im Münzbereich sollte das ausreichen, denn plumpe Fälschungen mit dickem Fremdmetallkern sind meist schon optisch erkennbar.
Messungen bei Silber
Ergänzend habe ich auch mehrere Silbermünzen und Silberstücke geprüft. Auch hier liefert der AurumXpert gut nachvollziehbare Ergebnisse. Feinsilberstücke lagen im Bereich Silber 999+, während Silberlegierungen entsprechend niedriger angezeigt wurden.
Besonders interessant war eine vermeintliche 1 oz Maple Leaf Silbermünze (Chinafälschung), bei der das Gerät nur 4,3 MS/m anzeigte und den Wert nicht Silber, sondern Neusilber bzw. Kupfer-Nickel-Zink-Legierungen zuordnete. Gerade solche auffälligen Abweichungen zeigen den praktischen Nutzen des Geräts. Natürlich sollten auch hier Gewicht, Abmessungen und optische Prüfung zusätzlich herangezogen werden.
Fälschung: Die vermeintliche 1 oz Maple Leaf Silbermünze zeigt nur 4,3 MS/m – das Gerät ordnet den Wert nicht Silber, sondern Neusilber bzw. Kupfer-Nickel-Zink-Legierungen zu.
20 Euro Silbermünze Slowakei – der gemessene Leitwert von 55,1 MS/m passt zum Bereich Silber 950–970 bzw. Silber-Kupfer-Legierungen. Sollte eigentlich 925er Silber sein
Silbermünze Olympische Spiele Sotschi 2014 in Kapsel – trotz Verpackung wird ein plausibler Leitwert von 51,3 MS/m angezeigt, passend zum Bereich Silber 900–925. (korrekt 925er)
Silbermotiv Sotschi 2014 in Kapsel – der AurumXpert zeigt 63,0 MS/m und ordnet das Stück Silber 999+ zu.
Australian Kookaburra 2013, 1 oz Silber 999 – auch in der Kapsel wird mit 63,4 MS/m ein plausibler Wert für Feinsilber angezeigt.
Die Silbermessungen bestätigen damit den positiven Eindruck aus dem Goldbereich. Besonders hilfreich ist, dass das Gerät nicht nur passende Werte für Feinsilber und Silberlegierungen anzeigt, sondern bei abweichenden Leitwerten auch alternative Materialbereiche nennt. Gerade bei modernen Silber-Anlageprodukten, gekapselten Ausgaben und möglichen Fälschungen ist das eine sinnvolle zusätzliche Prüfmöglichkeit.
Fazit
Ein rundum gelungenes Gerät: handlich, überallhin mitzunehmen und mit hoher Aussagekraft bei der Prüfung – bei Gold wie bei Silber. Der Anwender muss die Systemgrenzen kennen – diese sind in der Anleitung aber sehr gut beschrieben. Angesichts der immer häufiger auftretenden Fälschungen eine klare Kaufempfehlung für jeden Sammler und Anleger von Gold- und Silbermünzen. Denn was nützt das schönste Gold, wenn es falsch ist?
Eure Erfahrungen?
Hat jemand von euch das AurumXpert (oder ein vergleichbares Leitwert-Prüfgerät) bereits im Einsatz? Wie sind eure Erfahrungen – gerade auch mit Sonderfällen, exotischeren Legierungen oder im Silberbereich? Und gibt es etwas Bestimmtes, das ich mit dem Gerät noch für euch testen soll? Schreibt es gerne hier in den Thread.
Bestellbar unter AurumXpert Edelmetallprüfer
5€ Gutscheincode für Forumsmitglieder: EMUENZEN5 (für zusätzliche Bestellungen, nicht für den AurumXpert!)
Gültig bis 31.12.2026 ab € 20.- Warenwert. Der Gutschein ist einmal pro Kunde einlösbar und nicht kombinierbar mit weiteren Aktionen. Nur gültig für Direktbestellungen auf leuchtturm.de. Eine nachträgliche Einlösung oder Verrechnung sowie Barauszahlung sind nicht möglich.
Transparenzhinweis: Das Testgerät wurde mir von der Firma Leuchtturm für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinerlei Einfluss auf meine Bewertung.
Testbericht: Leuchtturm AurumXpert – Edelmetallprüfgerät im Praxistest
Bei den immer häufiger auftauchenden Fälschungen von Gold- und Silbermünzen wird eine zuverlässige Prüfmöglichkeit für Sammler und Anleger zunehmend wichtiger. Ich habe daher das Edelmetallprüfgerät AurumXpert der Firma Leuchtturm ausführlich getestet und möchte hier meine Eindrücke schildern.
Lieferumfang
Das Gerät wird in einem stabilen Kunststoffkoffer mit passgenauer Schaumstoffeinlage geliefert – nichts kann darin verrutschen. Zum Lieferumfang gehören neben dem Prüfgerät selbst ein USB-Netzteil samt Kabel (das Gerät arbeitet mit Akku und ist per USB ladbar), ein Kalibrierungs-Token bzw. eine Kalibrierungsplatte sowie ein Informationsblatt.
Lieferumfang im stabilen Koffer – Gerät, USB-Netzteil, Kabel, Kalibrierplatte und Infoblatt
Auf dem Informationsblatt sind gängige Goldmünzen tabellarisch aufgelistet: Name der Münze, Goldanteil, Gewicht, Durchmesser und Dicke. Damit lassen sich – so der Hinweis von Leuchtturm – oftmals schon einige Fälschungen allein über Gewicht und Abmessungen identifizieren. Für erfahrene Sammler ist das nichts Neues, da diese Daten in der Regel ohnehin vorliegen, als kompakte Referenz für unterwegs aber durchaus praktisch.
Bedienung und Messprinzip
Die Bedienung ist denkbar einfach: Man wählt zunächst den gewünschten Messmodus und legt die Münze anschließend genau zentriert auf das Messfeld. Kreise auf dem Messfeld zeigen an, wo die Münze abzulegen ist.
Nach der Messung erscheint auf dem Display der elektrische Leitwert in MS/m (Megasiemens pro Meter). Den gemessenen Leitwerten sind Edelmetalle und Legierungen zugeordnet, die unterhalb des Wertes in roter Schrift angezeigt werden. Ergänzende Informationen gibt das Gerät gegebenenfalls darunter in blauer Schrift aus. Neben den Edelmetallen werden auch typische Fälschungsmaterialien wie Wolfram-Kupfer-Legierungen sowie Sonderfälle in blauer Schrift angezeigt. Die Einschätzung, ob tatsächlich eine Fälschung vorliegt, bleibt also letztlich beim Anwender – das Gerät liefert dafür aber eine sehr gute Grundlage.
Krügerrand (916er Gold) auf dem Messfeld – der Leitwert wird groß angezeigt, darunter die zugeordnete Legierung 916(A) = 916Au + 84Cu in Rot, ergänzende Hinweise in Blau
Praxistest: Messung durch Kapseln, Folien und Slabs
Besonders interessant für Sammler: Die Münzen müssen für die Prüfung nicht aus ihrer Verpackung genommen werden. Ich habe etliche Münzen in Kapseln, Originalverschweißungen und Grading-Slabs getestet – die Ergebnisse waren durchgehend korrekt.
5 Pfund Großbritannien (916er Gold) – problemlos direkt in der Originalkapsel gemessen, das Gerät erkennt korrekt die Legierung 916(B) = 916Au + 54Cu + 30Ag
500 Yuan China Panda (999er Gold) – problemlos in der original eingeschweißten Folie gemessen, Anzeige Gold 999+
Kaiserreich-Goldmünze (20 Mark Hessen 1892) im NGC-Slab – die Messung durch den Slab hindurch gelingt einwandfrei
Bei besonders dickwandigen Slabs stößt die Messung an ihre physikalische Grenze – und das gefällt mir gut: Statt einen falschen Wert auszugeben, meldet das Gerät dies sauber und unmissverständlich.
Bei diesem dickeren PCGS-Slab ist keine Messung möglich – statt eines Fehlwertes zeigt das Gerät korrekt "Kapsel zu dick!" an
Das Gerät ist gut verarbeitet, die Hinweise auf dem Display sind selbsterklärend. Die kompakte Größe erlaubt es problemlos, das AurumXpert zu einer Münzbörse oder einem Sammlertreffen mitzunehmen – dank Akkubetrieb auch ohne Steckdose. Insgesamt sehr praktikabel.
Grenzen des Systems
Wichtig ist, die physikalischen Grenzen einer Leitfähigkeitsmessung zu kennen – diese werden übrigens auch in der Anleitung sehr gut und offen beschrieben:
Ein korrekter Leitwert allein ist noch keine Garantie dafür, dass keine Fälschung vorliegt. Eine Legierung, die denselben elektrischen Leitwert wie Gold oder eine bestimmte Goldlegierung besitzt, lässt sich durchaus herstellen – etwa eine Silber-Kupfer-Legierung. In einem solchen Fall stimmen dann allerdings die Abmessungen bzw. das Gewicht der Münze nicht mit dem Original überein, und auch die Farbe wäre eine andere (das Stück müsste zusätzlich vergoldet werden).
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die folgende Gegenüberstellung. Zunächst echtes 900er Gold:
Echtes 900er Gold aus den USA (20 Dollar 1894) – der Leitwert passt zur Legierung Gold 900
Und nun eine goldfarbene Münze, die gar kein Gold enthält:
Die goldfarbene 1/4-Euro-Münze "Die Longmen-Grotten" 2026 aus Frankreich besteht nicht aus 900er Gold, sondern aus unedlem Metall – ihr Leitwert liegt dennoch im Bereich von Gold 900
Beide Messungen liefern einen Leitwert im Bereich von Gold 900 – aber nur eine der beiden Münzen ist tatsächlich aus Gold. Hier müssen Gewicht, Abmessungen und der Sachverstand des Anwenders die Entscheidung liefern.
Der entscheidende Punkt: Eine einzelne physikalische Eigenschaft eines Edelmetalls (Leitwert, Dichte, Klang usw.) lässt sich relativ leicht imitieren. Zwei oder mehr Eigenschaften gleichzeitig zu imitieren, ist dagegen deutlich schwieriger bis nahezu unmöglich. Stimmt bei einer Fälschung der Leitwert, passt in aller Regel eine andere Eigenschaft wie die Dichte nicht mehr. Leuchtturm empfiehlt daher ausdrücklich die Kombination mehrerer Prüfmethoden – dem kann ich mich nur anschließen: Leitwertmessung plus Kontrolle von Gewicht und Abmessungen (die Tabellen liegen ja bei) deckt bereits sehr viel ab.
Zur Einordnung: Hundertprozentige Sicherheit liefert letztlich nur eine zerstörende chemische Analyse. Auch die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA), wie sie viele professionelle Ankäufer einsetzen, hat eine zu geringe Eindringtiefe, um Aussagen über den Kern eines Objektes zu treffen. Die Leitfähigkeitsmessung des AurumXpert dringt je nach Leitwertbereich etwa 0,2 bis 1 mm tief in das Material ein – im Münzbereich sollte das ausreichen, denn plumpe Fälschungen mit dickem Fremdmetallkern sind meist schon optisch erkennbar.
Messungen bei Silber
Ergänzend habe ich auch mehrere Silbermünzen und Silberstücke geprüft. Auch hier liefert der AurumXpert gut nachvollziehbare Ergebnisse. Feinsilberstücke lagen im Bereich Silber 999+, während Silberlegierungen entsprechend niedriger angezeigt wurden.
Besonders interessant war eine vermeintliche 1 oz Maple Leaf Silbermünze (Chinafälschung), bei der das Gerät nur 4,3 MS/m anzeigte und den Wert nicht Silber, sondern Neusilber bzw. Kupfer-Nickel-Zink-Legierungen zuordnete. Gerade solche auffälligen Abweichungen zeigen den praktischen Nutzen des Geräts. Natürlich sollten auch hier Gewicht, Abmessungen und optische Prüfung zusätzlich herangezogen werden.
Fälschung: Die vermeintliche 1 oz Maple Leaf Silbermünze zeigt nur 4,3 MS/m – das Gerät ordnet den Wert nicht Silber, sondern Neusilber bzw. Kupfer-Nickel-Zink-Legierungen zu.
20 Euro Silbermünze Slowakei – der gemessene Leitwert von 55,1 MS/m passt zum Bereich Silber 950–970 bzw. Silber-Kupfer-Legierungen. Sollte eigentlich 925er Silber sein
Silbermünze Olympische Spiele Sotschi 2014 in Kapsel – trotz Verpackung wird ein plausibler Leitwert von 51,3 MS/m angezeigt, passend zum Bereich Silber 900–925. (korrekt 925er)
Silbermotiv Sotschi 2014 in Kapsel – der AurumXpert zeigt 63,0 MS/m und ordnet das Stück Silber 999+ zu.
Australian Kookaburra 2013, 1 oz Silber 999 – auch in der Kapsel wird mit 63,4 MS/m ein plausibler Wert für Feinsilber angezeigt.
Die Silbermessungen bestätigen damit den positiven Eindruck aus dem Goldbereich. Besonders hilfreich ist, dass das Gerät nicht nur passende Werte für Feinsilber und Silberlegierungen anzeigt, sondern bei abweichenden Leitwerten auch alternative Materialbereiche nennt. Gerade bei modernen Silber-Anlageprodukten, gekapselten Ausgaben und möglichen Fälschungen ist das eine sinnvolle zusätzliche Prüfmöglichkeit.
Fazit
Ein rundum gelungenes Gerät: handlich, überallhin mitzunehmen und mit hoher Aussagekraft bei der Prüfung – bei Gold wie bei Silber. Der Anwender muss die Systemgrenzen kennen – diese sind in der Anleitung aber sehr gut beschrieben. Angesichts der immer häufiger auftretenden Fälschungen eine klare Kaufempfehlung für jeden Sammler und Anleger von Gold- und Silbermünzen. Denn was nützt das schönste Gold, wenn es falsch ist?
| + Pro | – Contra |
| Einfache, selbsterklärende Bedienung | Leitwert allein keine 100%ige Sicherheit – Systemgrenzen müssen bekannt sein |
| Messung auch durch Kapseln, Folien und Slabs möglich | Endgültige Bewertung von Sonderfällen bleibt beim Anwender |
| Zuverlässig bei Gold und Silber – Fälschungen wie die Maple-Leaf-Kopie fallen sofort auf | |
| Zu dicke Verpackungen/Hüllen werden korrekt gemeldet statt Fehlmessung | |
| Kompakt und akkubetrieben – ideal für Börsen und Sammlertreffen | |
| Gute Verarbeitung, stabiler Transportkoffer | |
| Anzeige typischer Fälschungsmaterialien (z. B. Wolfram-Kupfer) | |
| Grenzen des Messverfahrens in der Anleitung offen dokumentiert |
Eure Erfahrungen?
Hat jemand von euch das AurumXpert (oder ein vergleichbares Leitwert-Prüfgerät) bereits im Einsatz? Wie sind eure Erfahrungen – gerade auch mit Sonderfällen, exotischeren Legierungen oder im Silberbereich? Und gibt es etwas Bestimmtes, das ich mit dem Gerät noch für euch testen soll? Schreibt es gerne hier in den Thread.
Bestellbar unter AurumXpert Edelmetallprüfer
5€ Gutscheincode für Forumsmitglieder: EMUENZEN5 (für zusätzliche Bestellungen, nicht für den AurumXpert!)
Gültig bis 31.12.2026 ab € 20.- Warenwert. Der Gutschein ist einmal pro Kunde einlösbar und nicht kombinierbar mit weiteren Aktionen. Nur gültig für Direktbestellungen auf leuchtturm.de. Eine nachträgliche Einlösung oder Verrechnung sowie Barauszahlung sind nicht möglich.
Transparenzhinweis: Das Testgerät wurde mir von der Firma Leuchtturm für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinerlei Einfluss auf meine Bewertung.
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