Prägezahlen 5 Heller Deutsch Ost-Afrika (DOA) 1916 T (Tabora)

ok, danke. Also Rizinus oder Erdnüsse.
 
Die Frage ist, wenn wir das Thema weiter verfolgen wollen, ob das nicht besser über PN laufen sollte,
da es wohl kaum jemand anderen hier im Forum interessiert!?
Nein, ich finde solche öffentlichen Informationen und Hintergrundinformation sehr interessant, auch wenn es nicht direkt um Münzen geht.

Bitte weiter hier ... ;)
 
Wo hast Du die Information her, dass es eine handbetriebene Rohrbiegemaschine ist?

Als Antrieb waren vermutlich Lokomobile verwendet worden. Diese werden in der Originalliteratur in der Zeichnung dargestellt, zumindest in Tabora.

Das mit der handbetriebenen Rohrbiegemaschine ist doch wohl allgemein bekannter Wissensstand. Wenn du Quellen dazu suchst:

Hier im Forum gab es Mal eine Diskussion zum Goldelephantem, da steht es auch.
Der Aufsatz "Silber haben wir keines, aber Gold haben wir genug" (Autor und Zeitung ?)
Die Bundesbank hatte 2015(?) eine Ausstellung zum Goldelephantem, im Begleitheft steht es auch.


Die ausführlichste Darstellung der technischen Seite der Prägung fand ich in einem Buch über die deutschen Kolonialeisenbahnen Bei Tabora war dort ausführlich die Werkstatt und auch ausführlich die Münzprägung beschrieben (wenig über die Münzen, viel über die Technik). Interessant fand ich dort auch die Info, daß.einer der Gründe für die Wahl Taboras war, daß dort Strom erzeugt werden könnte, man dann aber keine geeignete elektrische Presse auftreiben konnte. Das Buch habe ich leider nicht mehr.

Übrigens ein Lokomobil wurde in Tabora dazu benutzt um die Zaine auf die gewünschte Stärke zu walzen.
 
Das mit der handbetriebenen Rohrbiegemaschine ist doch wohl allgemein bekannter Wissensstand. Wenn du Quellen dazu suchst:

Hier im Forum gab es Mal eine Diskussion zum Goldelephantem, da steht es auch.
Der Aufsatz "Silber haben wir keines, aber Gold haben wir genug" (Autor und Zeitung ?)
Die Bundesbank hatte 2015(?) eine Ausstellung zum Goldelephantem, im Begleitheft steht es auch.
Höre und lese ist bei Dir zum ersten Mal. In der Primärliteratur habe ich darüber nichts gelesen, oder komplett überlesen. Wie geht das denn technisch dann?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die ausführlichste Darstellung der technischen Seite der Prägung fand ich in einem Buch über die deutschen Kolonialeisenbahnen Bei Tabora war dort ausführlich die Werkstatt und auch ausführlich die Münzprägung beschrieben (wenig über die Münzen, viel über die Technik). Interessant fand ich dort auch die Info, daß.einer der Gründe für die Wahl Taboras war, daß dort Strom erzeugt werden könnte, man dann aber keine geeignete elektrische Presse auftreiben konnte. Das Buch habe ich leider nicht mehr.
War es eines von denen?
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War es eines von denen?

Nach dem Aussehen, nein.

Für alles Folgende bitte beachten:
Alle Aussagen beziehen sich auf meine Erinnerungen (manches vergißt man, manchmal sind Erinnerungen auch trügerisch, manches bleibt hängen).

Zum Buch:
Es war größer (Höhe, Breite) als der üblichen"Standart", aber kleiner als die atlantengroßen Bildbände.
Feste (Faden?)Bindung (kein Paperback), unscheinbarer (Leinen?)Einband ohne Beschriftung. (Vermutlich gab es da Mal einen Schutzumschlag, der aber fehlte.)
(Ich hatte mehrere ähnlich aussehende Bücher und mich oft genug vergriffen, da ich erst das Buch aufschlagen mußte um den Titel zu sehen.)
Sprache: Deutsch.
Schrift: Antiqua (nicht Fraktur).
Es enthielt zahlreiche Reproduktionen von alten Bildern/Fotos, die nicht im Text eingestreut sondern auf speziellem (Glanz/Foto)Papier gedruckt und packweise eingebunden waren.

Zum Inhalt:
Die Fotos waren alle irgendwie sehr ähnlich: Bahngebäude und davor strammstehende Bahnbedienstete (zumindest kann ich mich an keine anderen Motive erinnern), aber zahlreich (als ob der Autor alle Bahnhöfe, Lockschuppen etc. vollständig zeigen wollte). Fand ich eher monoton und langweilig als Informativ

Vom Inhalt war ich enttäuscht, und wurde zusätzlich von technischen Details erschlagen. Praktisch kaum was historisches, die Steckenbeschreibungen glichen einer Auflistung von Streckenlängen, Steigungs-, Gefällegraden und Kurvenradien. Die Beschreibungen von Bahnhöfen und anderen Gebäuden war sehr exakt (ohne Zeichnungen, aber mit Maßangaben), ich vermute Mal ein Architäkt hatte danach eine perfekte Kopie bauen können, aber wenig anschaulich. Dafür wurden aber offenbar alle Abstellgleise, Weichen, Signale und sonstigen Einrichtungen bis
Ins technische Detail beschrieben. Die Beschreibung einer Werkstatt (Tabora?) glich einer Inventarliste der dort vorhandenen Maschinen und Werkzeuge.
Etc. Etc.
Man muß den Autor bewundern, für die Fülle der ganzen Details. Ich gewann den Eindruck, daß da ein besessener "Eisenbahnbezroebsingeneur" eine vollständige und ins letzte Detail gehende Beschreibung ,der Immobilien Bahntechnik (an Lokomotiven kann ich mich nicht erinnern)!für "absolut Detailverliebte Technikfreaks" geben wollte. Das war mir viel zu technisch, daher habe ich das Buch nur abgelesen und eher grob durchgesehen.

Zur Münzprägung in Tabora ( das war dass einzig "Kapitel", das ich wirklich intensiv las):
Auch hier stand die Technik im Vordergrund, die geprägten Münzen wurden nur beilâufig erwähnt. Müßte ich einen charakterisierenden Kapiteltitel auswählen, würde der lauten: "Wie man Bahntechnik zur Münzprägung mißbraucht".

An folgende Einzelheiten kann ich mich noch sicher erinnern:

Ein wichtiges Auswahlkriterium, neben anderen, für Tabora war, daß man dort Strom erzeugen kann um damit Münzen zu prägen, und dann, quasi der Treppenwitz der Geschichte, keine geeignete elektrische Presse auftreiben kann und deswegen eine handbetriebenen Presse, mit der eigentlich Rohre gebogen wurden umrüsten mußte.

Alle Arbeiten erfolgten mit Muskelkraft, einzige Ausnahme: das Walzen der Zaine mithilfe eines Lokomobils (mußte erstmal Nachschlagen, was das.übrerhaupt ist).

Einige Werkzeuge/Utensilien mußte extern beschafft werden.

Es gab nur eine einzige "Miünzprrsse".Als die kaputt ging und kein Ersatz nach Tabora gebracht werden könnte, würde die Prägung in Tabora beendet.
 
Moin
Ein sicherlich sehr interessantes Buch!
Würd ich mir gerne besorgen.
Vielleicht fällt Dir noch mehr dazu ein, sowas kann man dann auch über Onleihe besorgen.
Braucht man nur Titel oder Autor.

PS: Die Fotos müssen ja gleich sein.

War das ein Vorkriegsband oder nach 1950?

Ah, ein Technik-Fan.
Sorry, du kommst etwa 4 Jahre zu spät.
Autor und Erscheinungszeit?
Titel vermutlich irgendwas mit (Eisen)Bahn und Kolonien. Ich hatte vor ca. 10 Jahren eine riesige Masse an Bücher übernommen (mehr müssen als wollen) und diese vor allem nach Titel in " unintressant' und "könnte interessant sein' aufgeteilt, wobei das Buch zunächst zu der zweiten Gruppe zählte (bin Geschichtsfans, aber kein Eeiisenbahnfan). Aber bei manchen Büchern stellst du nach dem Anlesen oder Lesen fest, daß du vermutlich eh nie wieder reinschauen wirst, und so wurden im Lauf der Jahre immer mehr zu 'inontresdant" umgruppiert und in mehreren Phasen auch abgegeben (verkauft, getauscht, verschenkt,gedpendet).
 
Nach dem Aussehen, nein.

Für alles Folgende bitte beachten:
Alle Aussagen beziehen sich auf meine Erinnerungen (manches vergißt man, manchmal sind Erinnerungen auch trügerisch, manches bleibt hängen).
Vielen Dank für die detaillierte Beschreibung! Damit ist es sogar möglich spezifisch nach dem Band zu suchen. Der Vorteil an fachfremder Literatur ist, dass die Autoren einen anderen Blickwinkel auf die Materie haben und sich somit wertvolle neue Informationen ergeben - eben die, die Du beschreibst.

Selbst wenn von 1000 Dingen, eine neue Komponente hinzugefügt wird, ist es das Buch schon wert.
 
Bearbeiten der erste Seite ist leider nicht möglich, also stelle ich der Datei der angebotene 5 Heller stand ende 2021 jetzt hier ab.
Viele Grüsse, Kees
 

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