Neuzugänge in Eurer Sammlung

Ein Antoninian des Kaisers Aurelian, dem Klang nach zu urteilen noch vor der Münzenreform geprägt.
Auf den ersten Blick das ideale Stück für einen Anfänger: dekorativ, nicht verätzt, mit Resten der Fundbeläge. Der zweite Blick geht tiefer und man erkennt am Auge des Kaisers etwas seltsames: das ist ein echter, deutlich erkenbarer, partieller Doppelschlag. Auch Buchstaben sind betroffen. Mit wahrscheinlich zwei Schlägen geprägt und dabei entweder leicht verrutscht oder das Material ist nach Schlag Nr. 1 in eine Richtung hin ausgewichen und daher der Versatz. Ich lasse mal beide Möglichkeiten offen.



Ergänzung: Die Münze ist möglicher Weise falsch; Ich bekam einen Hinweis, den ich sehr ernst nehme. Eindeutig verifizieren konnte ich es leider nicht. Dennoch: wer so einen Aurelianus mit 2 Augen sieht, kann mich gerne benachrichtigen. Wenn sie falsch ist, ist es entweder eine Pressfälschung oder ein Guss. Und bei beiden Varianten sollten dann mehrere Stücke mit diesem markanten Merkmal existieren.

Ergänzung 2: Die Münze ist meiner Ansicht nach eindeutig falsch; Auf der Fotoseite eines der Links ist eine Oriens-Seite abgebildet, die wohl "stempelgleich" ist. Außerdem sehen die Rohlingsumrisse meines Stückes und einige der auf den Tafeln abgebildeten Fälschungen sehr ähnlich aus. Der Rand meiner Münze ist auch irgendwie "seltsam". Auch übliche, feinste Spuren der Heißprägung im Metall fehlen. Da die Münze nicht zerfressen ist, müsste davon irdendwo etwas sein - Fehlanzeige. Wie genau sie gefertigt wurde: keine Ahnung. Für thematisch Interessierte und ggf aus Gründen der Prävention gebe ich die Artikelnummer aus der Bucht an: 166835688367. Keine Ahnung, ob es ein "Ausrutscher" war, oder ob da noch mehr ist.
 

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Und noch ein anonymer fürs Sommerloch: DOC A2 Variante 14a (wer mag, kann hier auch von A3 sprechen), 7,44g Ae. Klein, aber ansprechend...
 

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Ergänzung 2: Die Münze ist meiner Ansicht nach eindeutig falsch; Auf der Fotoseite eines der Links ist eine Oriens-Seite abgebildet, die wohl "stempelgleich" ist. Außerdem sehen die Rohlingsumrisse meines Stückes und einige der auf den Tafeln abgebildeten Fälschungen sehr ähnlich aus. Der Rand meiner Münze ist auch irgendwie "seltsam". Auch übliche, feinste Spuren der Heißprägung im Metall fehlen. Da die Münze nicht zerfressen ist, müsste davon irdendwo etwas sein - Fehlanzeige. Wie genau sie gefertigt wurde: keine Ahnung. Für thematisch Interessierte und ggf aus Gründen der Prävention gebe ich die Artikelnummer aus der Bucht an: 166835688367. Keine Ahnung, ob es ein "Ausrutscher" war, oder ob da noch mehr ist.
Ich stimme Dir zu. Als ich die Münze sah, war mein erster Gedanke: moderne Fälschung. Von der Machart gibt es zur Zeit anscheinend einige, im anderen Forum wurden die schon gezeigt. Für mich sind es der Stil und die flachen Oberflächen, die nicht passen.
Der Verkäufer ist eigentlich o.k., er ist auf Börsen, ich kenne ihn aber nicht persönlich. Ich befürchte, man hat ihm da einen Posten Fälschungen angedreht.
 
....Der Verkäufer ist eigentlich o.k., er ist auf Börsen, ich kenne ihn aber nicht persönlich. Ich befürchte, man hat ihm da einen Posten Fälschungen angedreht.
Ich finde es ganz und garnicht OK, wenn jemand immer wieder Fälschungen verkauft. Einmal kann das vorkommen, aber bitte nicht über mehrere Wochen. Er hat aktuell schon wieder solche Fälschungen im Sortiment. Ebay schreibt den Verkäufern ausdrücklich vor, dass sich sich vor dem Verkauf zu vergewissern haben, dass es sich nicht um Fälschngen handelt. Zitat:
"Fälschungen, Repliken und unbefugte Kopien von geschützten Originalartikeln sind bei eBay nicht zulässig.
Sie dürfen einen Artikel nur dann einstellen, wenn Sie sich sicher sind, dass er echt ist und diesen Grundsatz einhält."
Ende des Zitates.

Fazit: der Verkäufer verstößt gegen diesen Grundsatz. Er macht sich dem Anschein nach nicht die Mühe, seine Ware ordentlich zu überprüfen (bzw. wenn er zu wenig Ahnung hat: diese prüfen zu lassen) und hat daher bereits schon mehrfach grob fährlässig Fälschungen angeboten und auch verkauft. Ein derartiges Geschäftsgebaren ist ganz klar als unseriös zu beanstanden. So viel kann man meiner Ansicht nach bereits sagen, ohne ihm Unrecht zuzufügen.

Dass nicht alles, was er anbietet gefälscht scheint, macht die Sache in mienen Augen auch nicht besser.

Was mich angeht: ich habe die Münze archiviert. Es kann nicht schaden, sich das Machwerk immer mal wieder anzusehen und sehr wachsam zu bleiben. Der wirtschaftliche Schaden war mit 18 Euro ehr gering. Und es bleibt zu hoffen, dass über die Veröffentlichung der Abbildung hier im Forum auch andere Sammler aus meinem Fehler gelernt haben bzw. lernen, auf dass ihnen solche Käufe möglichst erspart bleiben.
 
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Ich finde es ganz und garnicht OK, wenn jemand immer wieder Fälschungen verkauft. Einmal kann das vorkommen, aber bitte nicht über mehrere Wochen. Er hat aktuell schon wieder solche Fälschungen im Sortiment. Ebay schreibt den Verkäufern ausdrücklich vor, dass sich sich vor dem Verkauf zu vergewissern haben, dass es sich nicht um Fälschngen handelt. Zitat:
"Fälschungen, Repliken und unbefugte Kopien von geschützten Originalartikeln sind bei eBay nicht zulässig.
Sie dürfen einen Artikel nur dann einstellen, wenn Sie sich sicher sind, dass er echt ist und diesen Grundsatz einhält."
Ende des Zitates.

Fazit: der Verkäufer verstößt gegen diesen Grundsatz. Er macht sich dem Anschein nach nicht die Mühe, seine Ware ordentlich zu überprüfen (bzw. wenn er zu wenig Ahnung hat: diese prüfen zu lassen) und hat daher bereits schon mehrfach grob fährlässig Fälschungen angeboten und auch verkauft. Ein derartiges Geschäftsgebaren ist ganz klar als unseriös zu beanstanden. So viel kann man meiner Ansicht nach bereits sagen, ohne ihm Unrecht zuzufügen.

Dass nicht alles, was er anbietet gefälscht scheint, macht die Sache in mienen Augen auch nicht besser.

Was mich angeht: ich habe die Münze archiviert. Es kann nicht schaden, sich das Machwerk immer mal wieder anzusehen und sehr wachsam zu bleiben. Der wirtschaftliche Schaden war mit 18 Euro ehr gering. Und es bleibt zu hoffen, dass über die Veröffentlichung der Abbildung hier im Forum auch andere Sammler aus meinem Fehler gelernt haben bzw. lernen, auf dass ihnen solche Käufe möglichst erspart bleiben.
Ich finde es auch nicht o.k., wenn jemand immer wieder Fälschungen verkauft. Das ist ja wohl logisch.
Hat ihn schon jemand darauf aufmerksam gemacht, dass es Fälschungen sind? Wissen wir nicht, oder?
Und wenn er es bisher nicht gemerkt hat und er meint, sich auszukennen, dann kann er doch für sich sicher sein, dass die Münzen echt sind. Damit ist die Vorschrift erfüllt. Erst, wenn er auf die Falschheit aufmerksam gemacht wurde und dann nichts unternimmt, verstößt er gegen den Grundsatz und handelt gegen eine Sorgfaltspflicht.
Für mich gilt für ihn noch die Unschulds- bzw. Unwissenheitsvermutung.
 
Ich finde es auch nicht o.k., wenn jemand immer wieder Fälschungen verkauft. Das ist ja wohl logisch.
Hat ihn schon jemand darauf aufmerksam gemacht, dass es Fälschungen sind? Wissen wir nicht, oder?
Und wenn er es bisher nicht gemerkt hat und er meint, sich auszukennen, dann kann er doch für sich sicher sein, dass die Münzen echt sind. Damit ist die Vorschrift erfüllt. Erst, wenn er auf die Falschheit aufmerksam gemacht wurde und dann nichts unternimmt, verstößt er gegen den Grundsatz und handelt gegen eine Sorgfaltspflicht.
Für mich gilt für ihn noch die Unschulds- bzw. Unwissenheitsvermutung.
Sehe ich anders, was die zivilrechtliche Seite angeht.

Was Du beschreibst, das ist die strafrechtliche Seite.
Ein grob fahrlässiger Verkauf von Fälschungen ist nicht strafbar. Einen "Betrug aus Versehen" gibt es nicht. Soweit ist es ok. An die Strafbarkeit einer Handlung werden hohe Hürden (Vorsatz) gestellt. Zu Recht.

Zivilrechtlich gesehen liegen die Hürden sehr viel niedriger: da verletzt der Verkäufer seine vertraglichen Obliegenheiten gegenüber dem Käufer und gegenüber Ebay. Und das ist unseriös.

Nur "glauben" oder "meinen" reicht eben nicht. Es muß es entweder selber wissen oder, wenn ihm dieses Wissen fehlt, sich bei Leuten, die das sicher beurteilen können vergewissern. Nur dann kan er sicher sein.
 
Sehe ich anders, was die zivilrechtliche Seite angeht.

Was Du beschreibst, das ist die strafrechtliche Seite.
Ein grob fahrlässiger Verkauf von Fälschungen ist nicht strafbar. Einen "Betrug aus Versehen" gibt es nicht. Soweit ist es ok. An die Strafbarkeit einer Handlung werden hohe Hürden (Vorsatz) gestellt. Zu Recht.

Zivilrechtlich gesehen liegen die Hürden sehr viel niedriger: da verletzt der Verkäufer seine vertraglichen Obliegenheiten gegenüber dem Käufer und gegenüber Ebay. Und das ist unseriös.

Nur "glauben" oder "meinen" reicht eben nicht. Es muß es entweder selber wissen oder, wenn ihm dieses Wissen fehlt, sich bei Leuten, die das sicher beurteilen können vergewissern. Nur dann kan er sicher sein.
Das mag ja rechtlich alles zutreffen.
Aber wenn er nicht weiß, dass er es nicht weiß? Der Verkäufer handelt mit antiken Gegenständen und "weiß", dass diese Münzen echt sind. Sie sehen ja auch so gut aus, dass man nicht unbedingt einen Verdacht haben muss, dass sie falsch seien. Ich denke, jeder Fachhändler oder Auktionator für antike Münzen hat schon falsche verkauft, weil er sie aufgrund seiner Erfahrung als echt ansah und es nicht verlangt werden kann, alle Münzen noch jemandem anderen vorzulegen (der sich ja auch täuschen kann). Da müssten ja alle Händler sich gegenseitig ihre Münzen vorlegen, bevor sie sie verkaufen...
Ist also jeder Händler unseriös, der sich täuscht und dem trotz seiner Erfahrung und seines Wissens Fehler unterlaufen?
Aber natürlich hat er die vertragliche Verpflichtung, eine echte Münze zu liefern.
Unseriös wird es, wenn einem Händler dauernd falsche Münzen durchrutschen (da sollte er seine Eignung hinterfragen und Konsequenzen ziehen) und/oder er falsche nicht zurücknimmt.
 
Ich denke, jeder Fachhändler oder Auktionator für antike Münzen hat schon falsche verkauft, weil er sie aufgrund seiner Erfahrung als echt ansah.
Die Befürchtung, habe ich allerdings auch. Ich vermute, dass es sehr, sehr viele Fälschungen römischer Aurei und römischer und byzantinischer Solidi gibt. Vor allem beim Solidus ist das ein echtes Problem. Indiz sind für mich Linien des Materialstaus, die beim Pressen (langsames, schubweises Hochfahren der Pressen) entstanden sind. Die sehen einem leichten Doppelschlag sehr ähnlich.
 
Das Sommerloch ist noch nicht vorbei, das Angebit an Byzantinern bescheiden. Gibts halt noch zwei Varianten der Anonymen: 1. A2 2, ohne irgendwelche Ornamente auf dem Revers, 11,14g.
 

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