Wieso sollen ausgerechnet an bestimmten Stellen, wo zuvor eine Justierung des Rohlings stattgefunden hat, eine Patinierung ausbleiben?
Beim Justieren wird die vorhandene aber wahrscheiblich noch nicht sichbare Oxidschicht vom Weichglühen abgeschabt, die eine weitere Oxidation begünstigt.
Würde man die Münze tauchen und neu patinieren, würde vermutlich kein erneuter Streifen auftauchen, weil die unterschiedlich Dicke Oxidschicht chemisch entfernt wurde.
Es gibt auch Streifen, die auf Klebereste oder Tesafilm zurückzuführen sind, allerdings lassen sich diese deutlich von den Justierstreifen unterscheiden.
Manche Spuren sehen wie Abreißspuren aus, wie typisch für Klebeband.
Gemeint ist wahrscheinlich die Spitz zulaufenden Enden des Streifens.
Die lassen sich damit erklären, dass der Rohling in dem Justierklotzamboss auf einem "Buckel" lag, was die Münze leicht kippeln lässt um das ansetzen der Justierklinge zu vereinfachen und ein zu tiefes Eindringen der Klinge zum Rand hin zu verhindern.
Die Bayernstreifen habe ich auch schon auf MTTs gesehen und nun bin ich beim heraussuchen einer Hafner Nummer über ein Bild eines justierten Rohlings gestoßen.
Anhang anzeigen 309512
Als Ergänzug der Justierspur beim MTT im Anhang noch ein Bild eines MTTs mit Justierstreifen.
Da erkennt man sogar gut, dass am schmalen Ende die Klinge angesetzt wurde und bis über den Rand hinaus justiert wurde, wahrscheinlich ohne gewölbten Justieramboss.
Mtts haben keinen Randstab, wo eine volle Dicke am Rand wichtig wäre um Prägeschwächen zu vermeiden.