Warum großer weißer Streifen auf Münzen diesen Typ's?

Ja, das verstehe ich schon.
Mich wundert aber, daß manche Rohlinge so viel zu schwer angefertigt wurden, das beiderseitiges Justieren notwendig war.
Schließlich waren zu Kaiserreichzeiten die Prägeanstalten doch schon recht modern ausgestattet.
Aber gut, es sind ja auch Ausnahmefälle, daß Münzen beiderseits justiert sind.
Vielleicht ist genau das die Antwort. München hat mehr übergewichtige Ronden produziert, als die anderen Prägestätten und musste deshalb öfter justieren?
 
Münzen mit Streifen auf beiden Seiten wurden also (wenn die Justierthese in Kombination mit der Lagerungsthese stimmt) längere Zeit jeweils mit der Avers- und Reversseite nach oben gelagert.
Allerdings wundert mich, daß man manche Münzrohlinge auf beiden Seiten justiert haben soll.

Warum nicht? Wenn nach der ersten Justierung der Rohling immer noch zu schwer ist, wurde die andere Seite justiert um nicht auf einer Seite zuviel abzutragen.
So ist es. Die Schrötlinge dürfen nicht an einer Stelle zu dünn werden , damit später Prägeschwächen vermieden werden können.
 
Zwei Buchstaben Shop ID: 24061807700852
Mark 1909D mit schönem Bayernstreifen und vor allem am Rand sehr gut als Justierspur erkennbar.
Allerdings denke ich, dass es eine typische bayrische PL Prägung ist und keine PP.
 
Zwei Buchstaben Shop ID: 24061807700852
Mark 1909D mit schönem Bayernstreifen und vor allem am Rand sehr gut als Justierspur erkennbar.
Allerdings denke ich, dass es eine typische bayrische PL Prägung ist und keine PP.
da stimme ich dir zu. Jedenfalls ist das eine unattraktive Münze in meine Augen, und erst Recht für den aufgerufenen Preis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier ein paar weitere Bayernstreifen, die mir die letzten Tage übern Weg gelaufen sind.
3 Mark Württemberg 1914F
5 Leva 1894 Bulgarien
2 Lire 1908 mit dem kreisförmigen Justierstreifen durch die andere Maschine.
Rouble 1921 mit kurzem Streifen.
Bei den Rouble habe ich den Streifen schon in unterschiedlicher Länge, aber selten komplett durchgehend gesehen.
Hier ein weiteres Beispiel: CoinArchives.com Lot Viewer
 

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Ich habe mir mal andere Justierspuren angeschaut und bei meinen Hamburger 32 Schilling ist mir folgendes aufgefallen.
Als erstes sieht man die Justierspuren, die nicht ganz herausgedrückt wurden, also noch Vertiefungen aufweisen, aber bei schrägem Licht werden ebenfalls die Linien sichtbar, die komplett eben mit dem Münzbild sind.
Ähnlich wie beim Bayernstreifen ist an diesen Stellen weniger Patina vorhanden.
Das ergibt Sinn, weil mit einer Feile ähnlich mehrere kleine Späne abgehobelt werden, wie mit dem Handschaber.
 

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Ich würde die Theorie mit dem Papierstreifen vielleicht nochmal versuchen.
In der damaligen Zeit wurde zur Papierherstellung Aluminiumsulfat verwendet, welches Schwefelsäure freisetzt und letztendlich weißliches Silbersulfat auf der Münze bildet!?
 
Hallo,

Am Papier kann es nicht liegen.
Silbersulfat würde unter Lichteinfluss zu Silbersulfid umgewandelt. Der Streifen würde schwarz. Eine Sulfatgruppe an Aluminium gebunden würde Silber nicht angreifen, da Silber das "edlere" Metall ist.
Ich halt die Oberflächenbearbeitung beim Justieren für den wahrscheinlichsten Grund.

Grüße pingu
 
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