Pseudomünzen, Pseudostaaten und Kommerzprodukte

Tuvalu 5 $ Planets of the Solar System



DIE MÜNZE

Die Münze mit einem Nennwert von 5 Dollar wurde im April 2022 Tuvalu herausgegeben, besteht aus 5 Oz (155,553 Gramm) reinem Silber, hat einen Durchmesser von 55,9 mm, ist 7,5 mm dick und ist in Antik Finish veredelt und zudem coloriert. Sie ist auf eine Auflage von 388 Stücke, limitiert, in einer Kunstleder-Präsentationsbox (Etui) im Clamshell-Stil untergebracht und wird durch eine vollfarbige Außenbox geschützt. Jede Münze erhält ein individuell nummeriertes Echtheitszertifikat, das auch eine kurze Beschreibung des Sonnensystems enthält

Vorderseite:
Die Vorderseite zeigt Königin Elizabeth II. im gekrönten Profil nach rechts. Dieses, auch als „Fourth Portrait“ bekannte Porträt, das die Königin mit The Girls of Great Britain & Ireland Tiara und Perlenohrringen zeigt, wurde 1998 vom Bildhauer Ian Rank-Broadley für die Royal Mint ausgeführt. Die Initialen des Künstlers (IRB) befinden sich in kleinen Buchstaben unterhalb des Hauptes der Königin: Die 1891 gefertigte Tiara war das Geschenk eines Komittees nobler Damen an die Duchess of York, der nachmaligen Queen Mary. Unter der Führung von Lady Eva Greville, die die Mittel zusammentrug, wurde dieses wunderbare Stück beim Hofjuwelier Garrard in Auftrag gegeben. Diamanten und Naturperlen wurden im Original aufs Schönste kombiniert und Lady Greville wurde späterhin eine der Hofdamen von Queen Mary. 1914 schließlich entschied Queen Mary, die Tiara umarbeiten zu lassen und dadurch wandelbarer zu machen. Die Perlen wurden durch Brillanten ersetzt und die Naturperlen in der neuen Lover´s knot Tiara verarbeitet. Das Bandeau an der Basis wurde separiert, sodass man es als eigenständiges Schuckstück tragen konnte, was sehr dem Stil der Zeit entsprach. Und schließlich konnte man die Tiara wahlweise in einer „einfacheren“ oder hohen Form wählen.
Die Legende: QUEEN ELIZABETH II, das Datum und die Stückelung: TUVALU 5 DOLLARS, erscheinen ebenfalls. Die Legende: 5 OZ 9999 SILVER 2022, identifiziert das Gewicht, die Reinheit und das Prägedatum.

Rückseite:
Auf der von Sean Rogers gestalteten und mit seinem Zeichen SR signierten Rückseite des Sammlerstücks ist eine stilisierte Darstellung des Sonnensystem abgebildet, allerdings nicht in der klassischen Darstellung: die Planeten sind nämlich im Uhrzeigersinn von der kleinsten zur größten Größe dargestellt: Pluto, der 2006 zum "Zwergplaneten" herabgestuft wurde, Merkur, Mars, Venus, Erde, Neptun, Uranus, Saturn und Jupiter.
Die Planeten sind in Hochrelief dargestellt und haben einen Metallic-Farbton. Zusätzlich zu allen neun Planeten befindet sich im unmittelbaren Vordergrund ein felsiger Asteroid, von dem aus wir diesen unglaublichen Blick auf unser Sonnensystem genießen können. Gleich dahinter befindet sich die geschmolzene Sonne selbst, während der Asteroidengürtel und Staub- und Gaswolken über die Mitte des Tableaus schweben. Ein Meteor, der an Uranus vorbeischießt, vervollständigt die Szene.“
Die neun Planeten des Sonnensystems umfassen vier felsige Versionen, darunter die Erde, die der Sonne am nächsten liegt. Weiter entfernt verschmolzen Gas und Eis zu vier Gasriesen riesigen Körpern, die hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestehen. Noch weiter entfernt umkreist der einzige Zwergplanet des Sonnensystems die Sonne in einer durchschnittlichen Entfernung von 5,8 Milliarden Kilometern. Es gibt keine Legenden auf der Rückseite der Münze mit ultrahohem Relief, um die Schönheit der atemberaubenden kosmischen Hommage weiter zu unterstreichen.
Die Entstehung des Sonnensystems begann vor schätzungsweise 4,6 Milliarden Jahren, als eine interstellare Staub- und Gaswolke begann, in sich selbst zusammenzufallen. Im Laufe der Jahrmillionen stiegen Druck und Temperatur im Kern dieses Materials an, was zur Entstehung der Sonne führte. Über einen Zeitraum von etwa 100 Millionen Jahre wurde die junge Sonne von einer Scheibe bestehend aus Staub und Gas umgeben - mithilfe der Gravitationskräfte verklumpte diese Materie und bildete die ersten Protoplaneten. Aus den größten dieser Massen entstanden die heute bekannten Planeten des Sonnensystems. Da schon die Wolke eine Drehbewegung hatte, drehen sich die Planeten nun auch in dieselbe Richtung. Die felsigen Versionen, darunter die Erde, entstanden in unmittelbarer Nähe der Sonne, wohingegen in größerer Entfernung die sogenannten Gas- und Eisriesen entstanden. Die Erde ist nicht allein im All: Seit langem beobachten die Menschen Sonne, Mond und Sterne am Himmel. Dabei haben sie schon früh entdeckt, dass sich einige Sterne bewegen. Diese wandernden Sterne wurden beobachtet und ihre Wege verfolgt. Doch lange Zeit verstand man ihre Bewegungen nicht – bis vor etwa fünfhundert Jahren ein Mann mit dem Namen Nikolaus Kopernikus das Rätsel löste: Die Erde und die „wandernden Sterne“ sind in Wirklichkeit Planeten, die alle in verschiedenem Abstand um die Sonne kreisen.


Technische Daten:
Ausgabeland: Tuvalu
Prägeanstalt: The PerthMint Australia
Ausgabejahr: 2022
Nennwert: 5 TVD
Material: Silber
Gewicht: 5 Unzen, 155,515g
Reinheit: AG 999.9/1000
Durchmesser: 55,90 mm
Dicke: 7,50 mm
Münzrand: Glatt
Auflage: 388
Prägequalität: Antik Finish, coloriert
Verpackung: Gekapselt im Original-Etui, mit Umverpackung und nummeriertem Echtheitszertifikat
Perth Mint Product Code: 22M12AAA
Ausgabedatum: April 2022.
Ausgabepreis: AU$ 658.00 (ca. 457 Euro)

Sonstiges / zeitlicher Kontext zur Ausgabe
Der Flug der „Crew 4“ - Weltraummission „Minerva“

Minerva ist eine Raumfahrtmission der Europäischen Weltraumorganisation ESA, während der sich die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti vier Monate lang an Bord der ISS aufhalten soll. Der Missionsname leitet sich von der römischen Göttin Minerva, der Göttin der Weisheit, des Handwerks und der Künste ab.
Das Crew Dragon-Raumschiff „Freedom“ mit der Crew-4, ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti sowie den NASA-Astronauten Jessica Watkins, Kjell Lindgren und Robert Hines, an Bord startete am 27. April 2022 um 7:52 UTC vom Kennedy Space Center und dockte 16 Stunden später, um 23:37 UTC am Harmony-Modul der Internationale Raumstation ISS an. Die Crew-4 wurde von den derzeitigen Astronauten auf der Raumstation begrüßt, darunter auch Matthias Maurer, der im November 2021 als Teil von Crew-3 zur Station startete und in Kürze zur Erde zurückkehren wird. Samantha Cristoforetti soll während ihres Aufenthalts an Bord der Raumstation italienische und internationale Experimente unter anderem zu medizinischen und materialwissenschaftliche Fragestellungen betreuen.
ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher sagt: „Es freut mich wirklich sehr, nicht nur den erfolgreichen Start und das Andocken von Crew-4 mit Samantha Cristoforetti zu sehen, sondern auch das Zusammentreffen von zwei sehr erfahrenen europäischen Austronauten im Orbit. Als langjährige Raumfahrerin wird Samantha während ihrer Minerva-Mission Europa repräsentieren und viele europäische Experimente an Bord der Raumstation durchführen. Diese werden europäische Innovationen auf der Erde fördern und dabei helfen, unsere Industrie voranzubringen, unsere Umwelt zu erhalten und noch weiter in den Weltraum vorzudringen.“ Diesen Eindruck teilt auch David Parker, ESA-Direktor für astronautische und robotische Exploration. Er sagt: „Samantha ist ein großes Vorbild für alle, die derzeit am Auswahlprozess für ESA-Astronauten teilnehmen, sie gibt ihnen Tipps, Einblicke und Inspiration. Als Leiterin des US-Orbitalsegments wird sie Europa ausgezeichnet repräsentieren, und wir freuen uns auf weitere wichtige Momente für Wissenschaft, Forschung und den allgemeinen Betrieb auf der Internationalen Raumstation.“

Planetenkonstellationen 2022:
Eine Planetenparade ist ein visuelles Phänomen, das auftritt, wenn aus Sicht der Erde, Planeten des Sonnensystems unabhängig von ihren Sichtbedingungen gleichzeitig in einem kleinen Sektor des Himmels erscheinen. Eine derartige Konstellation fand am 18. April 2002, und dann am 4. Juni 2020 statt, als alle mit bloßem Auge sichtbaren Planeten des Sonnensystems in einer Reihe am Abendhimmel aufgereiht waren. Als Vorläufigen Prognosen zufolge werden solche Planetenparaden im Jahren 2022, 2040 und 2854 stattfinden.
Am 24. Juni 2022 reihten sich die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn und Uranus in einer Kette aneinander. In den Morgenstunden des 26. Juni 2022 ergab sich eine Konstellation, die eine Annäherung der Plejaden mit der abnehmenden Modsichel und dem Planeten Venus zeigt.


"Disklimber"
So weit meine Recherchen dazu. Angaben und Beschreibung vorbehaltlich Fehler und Irrtümer.


Kommentar
Oftmals ist es so, dass die Kommerzprodukte von heute die Sammlermünzen von morgen sind. Dieser Trend zeichnet sich mittlerweile immer mehr ab. Eines von vielen Beispielen dafür sind die Raunfahrtmünzen der späten 60er und frühen 70er. Nach nunmehr 50 Jahren ist viel davon ein geschmolzen und wenn mal was am Markt kommt, ist die Qualität meist deutlich schlechter, als ursprünglich verausgabt. Die ersten Farbmünzen habe ich zugegebener Maßen nicht gemocht. Nachträglich "privat" applizierte oder bemalte Stücke sind auch heute noch ein Greul für mich als Numismatiker. Direkt danach kommen Münzen, auf denen ein Motiv durch Schrift erklärt ist - am, besten noch antike Monumente in Englisch erklärt - so was geht gar nicht, weil es die Illusion zerstört, die mittels verschiedener Oberflächenbearbeitungstechniken mühevoll erzeugt werden sollte. Das nächste Problem ist die schlechte künstlerische Gestaltung vieler Kommerzprodukte. Jedoch: sowohl die Prägetechnik, als auch die Bearbeitungstechniken von Münzoberflächen schreiten stetig voran. Ganz schlimm ist es, was das Putzen / Reinigen / Aufhübschen an sich guter Münzen oder gar die Nachpatinierung antiker Bronzemünzen durch das Aufbringen von aus anderen Münzen gewonnener Patinapasten angeht. Schlimmer geht immer. Bei dieser nagelneuen Münze finde ich die Nachbearbeitung der Oberflächen von Vorder- und Rückseite sehr gelungen. Hinzu kommt noch die Plastizität der Rückseite mit den Planetendarstellungen. Genauso, wie sie sind, sollen diese Münzen am besten bleiben. Es ist sicher interessant, ob und wie sich solche Münzen mit der Zeit durch Lufteinwirkung verändern. Diese Münze werde ich demnächst an einem sehr trockenen Ort und außerhalb des Etuis so lagern, dass sie kein Schwefelsilber ansetzen kann und so bleibt, wie sie ist.

Zu den Fotos:
Vorderseite, Rückseite normal fotografiert, Rückseite farbverstärkt fotografiert.

Zur Ausgabe:
Die Erhaltung, die Oberflächen und die Farbbeschichtung sind absolut 1a. Die Prägequalität (Ausprägung der Rückseite) meines Exemplars geht so. Da, so denke ich, kann man angesichts des offiziellen Abgabepreises, immerhin mehr als das Vierfache des Materialwertes, mehr Schärfe und absolute Detailtreue (MS70-Qualität vom ersten bis zum letzten Stück) erwarten!. Die Ausprägung ist bei den offiziellen Präsentationsbildern besser. Die Präsentation (Box, Etui mit Band zum Herausnehmen der Münze, Schutzkissen für die Rückseite und Zertifikat) ist wirklich gut gelungen. Besonders das Band zum behutsamen Herausheben der Münze ist bei solch großen Stücken positiv hervorzuheben, schont es doch die Münze. Wenn überhaupt etwas zu kritisieren ist, so ist das aus meiner Sicht, dass auf dem Echtheitszertifikat die Bezeichnung der Münze so schwach aufgedruckt ist, dass man sie leicht übersieht.

Beim Fotografieren der Münze stellt man (erst beim Betrachten der sehr hoch auflösenden Fotos) fest, dass an der Münze viele Fasern der Etuis relativ fest anhaften. Die Herausforderung beim Fotografieren ist es, diese so zu entfernen, dass es keine Reib- oder Berührungsspuren oder gar feinste Kratzer verursacht. Da darf man dankbar sein, dass die Vorderseite keine PP ist. Ob und wie diese Fasern mit der Zeit mit dem Metall oder der Farbapplikation reagieren werden, ist ungewiss. Entschließt man sich, die Münze dem Etui zu entnehmen und anderweitig aufzubewahren, sollte man Etui, Zertifikat und Box für den Fall eines späteren Verkaufs unbedingt aufheben.

Ergänzungen / Änderungen:
2022-08-20: weitere Infos zum Flug der „Crew 4“ - Weltraummission „Minerva
2ß22-08-20: Ergänzungen des Abschnitts "Zur Ausgabe" bezüglich Prägequalität
2022-08-20: Fotos, AV+RV, ausgetauscht (neuere, bessere (Licht, Schärfe) Fotos ohne Fasern des Etuis, neue Fotos in Originalgröße)
2022-08-20: Foto (Fasern, 300 % Ausschnitts-Vergrößerung), ausgetauscht
2022-08-20: Neu: Foto vom Rand, Rückseite = Oben, Vorderseite = unten)
2022-08-20: Neu: Ergänzung Soll-Ist-Vergleich: links offizielles Vorschaubild, rechts: vorliegende Münze, Nr. 187 v. 388.
 

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Zuletzt bearbeitet:
Heute angekommen. Klar, dass es nicht als Zahlungsmittel gedacht ist, sondern als Kommerzprodukt. Ausgabeland: Tschad. Geprägt bei einer privaten Prägeanstalt in den USA, wohl primär für den US-Markt (weil einige Münzen dieser Serie Namen in Englisch aufgeprägt haben, was die bezweckte Illusion: die uralte Wirkung der Prägung (Antique-Finish) meiner Ansicht nach entstellt). Bezahlt habe ich 34,40 Euro je Unze fein, bei einem Spot-Kurs von 22,60 je Unze Feinsilber. Interessant fand ich, wie die das mit dem Antique-Finish geregelt haben:
(1) Ronden durch Abdrehen (Vorderseite, Rückseite, Rand) hergestellt und auf Gewicht gebracht,
(2) Die scheinbar stark durch Schlagen mechanisch bearbeitet (Wertseite feiner, Motivseite stärker), dass das Metall einerseits nicht an allen Stellen in den Stempel fließen kann und Vertiefungen verbleiben und es andererseits keine "Dellen" in den scharfen Kanten des Reliefs gibt (was bei nachträglicher Schlagbearbeitung der Fall wäre), werden direkt mit geprägt.
(3) Ronden mit sehr viel Druck und etwas größeren Stempeln und Ring so geprägt, dass sie nicht ganz in den Ring fließen mit der Folge, dass jede Münze einen leicht anderen Stempelausschnitt zeigt (rote Pfeile) und die Buchstaben nach außen hin nicht voll gefüllt sind (Phantomspuren),
(4) Patinierung,
(5) anschließend sehr feine, gerichtete Oberflächenbearbeitung mit Bürsten und ggf. leichtem Schleifmittel, sodass jeder Prägeglanz abgetragen wird und nur Patina in den Vertiefungen zurück bleibt.

Ergebnis: eine deutlich abgenutzt und sehr lange zirkuliert wirkende Münze jedoch mit scharfen Konturen und Patina in den Vertiefungen. Sämtliche Abnutzungserscheinungen sind genau dort, wo es nicht "stört". Faktisch kann man sagen, dass es fast stempelfrisch erhaltene Münzen mit sehr feiner und gleichmäßiger Bereibung sind.

Ich denke, das haben sie gut und vergleichsweise günstig hinbekommen, was die Herstellungskosten angeht.
Kratzer infolge mechanischem Patina-Abtrag erkennt man mit bloßem Auge keine, wohl aber noch die Spuren der Bearbeitung der Ronde von vor dem Prägevorgang. Beides finde ich sehr gut, was die Wirkung der Oberflächen angeht.

PS: auf dem "offiziellen" Bild, dass bei Online-Auktionen verwendet wird, sind noch einige gröbere "Dellen" auf der Münze enthalten, die mein Stück nicht hat. Auch weist die Münze, die für die offizielle Abbildung genommen wurde bereits mehrere Stempelfehler auf, den mein Exemplar nicht hat. Gut möglich, dass diese Dellen aus einer speziellen Bearbeitung der Ronde herrühren oder dass während der Produktion noch ein weiterer, neuer Stempel vom Urwerkzeug gefertigt wurde, das bei der Gelegenheit um ein paar größere Dellen abgeändert wurde..... Weil: im Stempel eingravierte Dellen wären als Prägung "Knubbel", also Erhöhungen.

Eine weitere, für Sammler sehr schlimme und teure Unsitte bei vielen echten, alten Münzen (das ganze oder teilweise Nachschneiden der Umrisse des Reliefs zur Vortäuschung von Plastizität) hat man auch direkt mit der Prägung erledigt.....
Am 21.04. angekommen und seitdem auf einer Kommode zum Anschauen gelagert. Die Münze habe ich natürlich nicht "begriffelt". Damals und Heute
 

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Hast du eine Übersicht? Denkst du an einen "Katalog"?
siehe hierzu im Forum "moderne ECU".

Hierzu kann ich berichten: Es gibt 1850 verschiedene ECU-Medaillen/Münzen. Ich habe ca. 1500 davon.
Insgesamt habe ich ca. 28,5 kg Feinsilber unter allen Stücken errechnet.
 
siehe hierzu im Forum "moderne ECU".

Hierzu kann ich berichten: Es gibt 1850 verschiedene ECU-Medaillen/Münzen. Ich habe ca. 1500 davon.
Insgesamt habe ich ca. 28,5 kg Feinsilber unter allen Stücken errechnet.

Das nenne ich mal ein ordentlich ausgeprägtes Sammelverhalten, trotz unübersichtlichen Gebietes.

Ich gehe aber davon aus, dass der Erwerbspreis um Längen höher ist, als der von dir errechnete Silberwert, oder?
 
Ich gehe aber davon aus, dass der Erwerbspreis um Längen höher ist, als der von dir errechnete Silberwert, oder?
Ich konnte die Münzen/Medaillen in einer Zeit erwerben, da war der ECU nur "Schrott" und habe viele Stücke unter dem Silberpreis bekommen, die Cu/Ni meist für 1,00 €. Nun wird es etwas schwieriger die selteneren Stücke zu bekommen. Aber der Erwerbspreis ist bei mir noch unter dem Silberwert, oder "Sammelwert". Meine Sammelwerte habe ich über 20 Jahre aus Katalogen und Auktionsergebnissen zusammengestellt.
 
Ich konnte die Münzen/Medaillen in einer Zeit erwerben, da war der ECU nur "Schrott" und habe viele Stücke unter dem Silberpreis bekommen, die Cu/Ni meist für 1,00 €. Nun wird es etwas schwieriger die selteneren Stücke zu bekommen. Aber der Erwerbspreis ist bei mir noch unter dem Silberwert, oder "Sammelwert".
Hallo mukitei

Ab wann etwa haben sich die ECU-Münzen/Medaillen im Wert positiv entwickelt ?
Liegt das (zumindest bei den Silberausgaben) hauptsächlich am gestiegenen Edelmetallpreis oder gibt es andere Gründe für die höheren Sammlerwerte ?
 
Als der EURO 2003 das Licht der Welt erblickte (als Umlaufmünzen) wurde der ECU abgeschlossenes Sammelgebiet. Die Erhöhung der Werte lag nun daran, dass knappe Auflagen nicht mehr angeboten wurden und auch daran, dass sich der Edelmetallpreis erhöht hat. Die hohen Auflagen (>2000) lassen sich immer noch unter 10 € erwerben. Zur Zeit (2023) habe ich den Eindruck das der Markt für ECU etwas stagniert (Gold ausgenommen).
Zusammenfassung: 1987 - 2000 hohe Preise
2000 -2010 sehr niedrige Preise
ab 2010 steigende Preise durch Verknappung und Edelmetallpreissteigerungen.

Ich habe noch eine Rechnung gefunden von GÖDE: vergoldeter Deutschland-ECU: 98,00 DM heutiger Wert: max 5,00 €
 
Als der EURO 2003 das Licht der Welt erblickte (als Umlaufmünzen) wurde der ECU abgeschlossenes Sammelgebiet. Die Erhöhung der Werte lag nun daran, dass knappe Auflagen nicht mehr angeboten wurden und auch daran, dass sich der Edelmetallpreis erhöht hat. Die hohen Auflagen (>2000) lassen sich immer noch unter 10 € erwerben. Zur Zeit (2023) habe ich den Eindruck das der Markt für ECU etwas stagniert (Gold ausgenommen).
Zusammenfassung: 1987 - 2000 hohe Preise
2000 -2010 sehr niedrige Preise
ab 2010 steigende Preise durch Verknappung und Edelmetallpreissteigerungen.

Ich habe noch eine Rechnung gefunden von GÖDE: vergoldeter Deutschland-ECU: 98,00 DM heutiger Wert: max 5,00 €
Der Euro als Bargeld wurde 2002 eingeführt, nicht 2003.
wesentlich länger war hinlänglich bekannt, dass der Euro als Währung kommen wird. Ich halte Göde damals wie heute nicht unbedingt für einen Indikator für Sammlerwerte.
Wie so oft kommt es darauf an um was für ein ECU es geht. Auch da gibt und gab es schon immer begehrte Stücke und Stücke die keinen großen Anklang finden.
 
Ich halte Göde damals wie heute nicht unbedingt für einen Indikator für Sammlerwerte.
Da gebe ich dir natürlich recht! Ich habe diese Medaillen auch nicht alle für meine Sammlung erworben. Ich habe davon nur eine Aufstellung was wohl geprägt sein könnte.
 
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