Frage zu numismatischer Literatur

Registriert
25.06.2023
Beiträge
723
Reaktionspunkte
787
Hallo,

ich habe eine Verständnisfrage zu folgendem Eintrag:

1777979994060.webp



Die Variante f. ist für mich nicht klar:
Hat Variante f. einen "." nach dem "PFENNIG"?

Was ist der Unterschied zu d oder e?
Es scheint so als wäre die Position der "+" neben der "I" der Unterschied.
Meine Vermutung ist, dass bei d und e das "+" obenbündig zur "I" ist und bei f. eher mittig.
In der Praxis ist das aber schwer, da es scheinbar sehr viele Stempel gab... es gibt ein paar mit dem "+" oben, ein paar eher mittig, aber auch vieles, was ich dazwischen nicht ganz zuordnen kann.

Außerdem steht oben in der zweiten Zeile, dass sich der Text nur auf a bis e bezieht, aber ich vermute das ist eher ein Fehler und sollte a bis f heißen.

Was denkt ihr darüber?

Vielen Dank!

Quelle
Paul Joseph und Eduard Fellner: Die Münzen von Frankfurt am Main : Das Mittelalter. Die Neuzeit. (Band 1)
Digitalisiert von Münchener DigitalisierungsZentrum (MDZ) - Startseite | MDZ

Es gibt einen Band 3 mit Korrekturen und Ergänzungen, in dem dazu aber nichts steht.
 
"Judenpfennige" gibt es viele.
Die Auflistung ist für mich recht eindeutig.

bei d steht

+I+
PFENNIG.
1819
+

bei e steht im Kranz nur

_____G
___

bei f steht nur

+I+
______

bei Numista siehst Du die Variante a: https://de.numista.com/33478
 
"Judenpfennige" gibt es viele.
Die Auflistung ist für mich recht eindeutig.

bei d steht

+I+
PFENNIG.
1819
+

bei e steht im Kranz nur

_____G
___

bei f steht nur

+I+
______

bei Numista siehst Du die Variante a: https://de.numista.com/33478

Ich denke das Symbol "________" bedeutet "wie in der Zeile darüber".

Es gibt wirklich eine Variante mit nur der "1" und ohne das Wort Pfennig, aber das ist alles bei a.) bis c.).

d.) bis f.) haben alle das Wort Pfennig.

Das passt auch bei d und e, da es die Münze mit der Schreibweise
d.) +1+ PFENNIG. 1819 +
e.) +1+ PFENNIG 1819 +
gibt.
(Der Unterschied ist, dass bei der Variante e.) der "." nach dem "PFENNIG" fehlt).

Aber was bedeutet das das dann für f.)? Hat diese Münze einen "." oder nicht? Falls sie einen Punkt hat, was ist der Unterschied zu d.), falls nicht, was ist der Unterschied zu e.)?

Ich finde online Münzen passend zu a.), b.), c.), e.) und viele, die d.) oder f.) sein könnten, aber ich verstehe es noch nicht ganz.
 
Auch eine gute Theorie. Das klingt auch recht stimmig. Gefällt mir besser als meine.
Die + sind einmal hochgestellt, einmal mittig.:schaem:
 
Danke für die Antworten!
Ja, ich denke auch das stimmt am ehesten... es macht nur irgendwie nicht so ganz viel Sinn, einfach weil es viele Stempelvarianten gibt und man da gefühlt ein Spektrum an Werten auf die zwei Extremwerte reduzieren würde, mit vielen Fällen, die zumindest für mich nicht so ganz leicht zuzuordnen sind.

Und zu der anderen Frage: Ich denke Variante f.) hat den "." nach dem Pfennig, so wie d.). Nicht weil das aus dem Text hervorgeht, sondern anhand der Münzen, die ich gesehen habe.
 
...
Und zu der anderen Frage: Ich denke Variante f.) hat den "." nach dem Pfennig, so wie d.). Nicht weil das aus dem Text hervorgeht, sondern anhand der Münzen, die ich gesehen habe.
Gemäß Deiner Theorie Ich denke das Symbol "________" bedeutet "wie in der Zeile darüber" ist es eher das e.
 
Hallo,

ich verstehe es so:
die doppelte waagerechte Linie aus Variante a und b ist bei mir durch 3= dargestellt(===);
klein und dünn geschrieben die Erläuterung

a +(mittig) I +(mittig)/.1819./===/
b /+(mittig) I +(mittig)/(Punkt fehlt)1819(Punkt fehlt)/===/
c /(+ fehlt)I(+ fehlt)/.1819./(kein Zeichen)
d /+(hochgestellt) I +(hochgestellt)/PFENNIG./1819/+/
e /+(hochgestellt) I +(hochgestellt)/PFENNIG (Punkt fehlt) /1819/+/
f /+(mittig) I +(mittig)/PFENNIG./1819/+/

dazu noch die erwähnten Zeichenvarianten: 7 von a; 5 von d; 1 von e

sollten somit 19 verschiedene sein. Wobei sich die zusätzlichen Zeichenvarianten aus a, d und e aus dem Bild nicht ergeben.

Grüße pingu

pS: musse noch einmal nacharbeiten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich verstehe es so:
die doppelte waagerechte Linie aus Variante a und b ist bei mir durch 3= dargestellt(===);
klein und dünn geschrieben die Erläuterung

a +(mittig) I +(mittig)/.1819./===/
b /+(mittig) I +(mittig)/(Punkt fehlt)1819(Punkt fehlt)/===/
c /(+ fehlt)I(+ fehlt)/.1819./(kein Zeichen)
d /+(hochgestellt) I +(hochgestellt)/PFENNIG./1819/+/
e /+(hochgestellt) I +(hochgestellt)/PFENNIG (Punkt fehlt) /1819/+/
f /+(mittig) I +(mittig)/PFENNIG./1819/+/

dazu noch die erwähnten Zeichenvarianten: 7 von a; 5 von d; 1 von e

sollten somit 19 verschiedene sein. Wobei sich die zusätzlichen Zeichenvarianten aus a, d und e aus dem Bild nicht ergeben.

Grüße pingu

pS: musse noch einmal nacharbeiten...
Vielen Dank für deine Arbeit.
So verstehe ich es auch.

Gibt es eine Regel für Numismatische Literatur, aus der du herrausließt, dass f einen "." nach dem "PFENNIG" hat, oder ließt du das auch eher zwischen den Zeilen heraus?

Und das in der zweiten Zeile "a-e" steht, würdest du auch als Fehler interpretieren, der "a-f" heißen sollte, oder?
Sonst könnte man es noch so interpretieren, dass f einseitig geprägt wurde... aber das glaube ich nicht.
 
Hallo,

für die Angabe a-e gibt es 2 Möglichkeiten.:
1.:
"f" hat eine abweichende Darstellung der Seite. Diese sollten auch leicht zu unterscheiden sein, so das der Verfasser die Unterschiede als "so Groß" ansieht, das sie nicht erwähnenswert erscheinen. Der Verfasser setzt voraus, das Spezialsammler das Wissen haben?. Denkbar wäre ein z.B. deutlich kleineres Münzbild oder ein kleiner Schild - allerdings sähe ich selbst das als erwähnenswert in einem Katalog. So das eigentlich nur Variante 2 (wie von dir vermutet) in Frage kommt...

2.:
Die Angabe ist falsch und es muss richtig a-f lauten.


Den Punkt nach dem Pfennig lese ich aus den Strichen, die zur Verdeutlichung sind, welche Darstellung sich in den Zeilen oberhalb wiederholt. Die Länge der Striche gibt an, welche Variante wiederholt wird (genauer wie Lang der widerholte Abschnitt vorher ist), wobei auf alle vorher erwähnten Varianten Bezug genommen wird. Die Widerholung kann somit auch 2 oder mehr Zeilen oberhalb beschrieben sein (tritt evtl. bei anderen Münzen und Beschreibungen auf). Für Variante "f" bezieht sich das dann zwingender Maßen auf die Zeile "d". nur da passt die Länge des widerholten Abschnitt.
Eine Regel für Kataloge ist mir nicht bekannt, allerdings lese ich es schon immer so aus jedweder mir bekannter Literatur mit solchen Widerholungen.

Grüße pingu
 
Goldpreis
3.921,65 €/oz
126,10 €/g
Silberpreis
66,45 €/oz
2,14 €/g
Bitcoin
65760,38 €
Ethereum
1850,70 €
Zurück
Oben