Eine Frage der Effizienz und Nachhaltigkeit

patopato

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Am 21. September 2024 wurde in Deutschland ein Verbot der Chrom(VI)-Galvanisierung eingeführt. Nur wenn kein alternatives Verfahren verfügbar ist, kann ein Objekt noch galvanisch verchromt werden. Bei der Herstellung von Prägewerkzeugen ist die Verchromung jedoch unerlässlich. Dank dieses Verfahrens werden die Prägestempel so langlebig, dass viele Tausende von Münzen geprägt werden können. Das bedeutet, dass umweltfreundliche Münzprägeanstalten nun einen neuen Ansatz in Betracht ziehen – eine Abkehr von der säurebasierten Verchromung hin zu nachhaltigen PVD-Beschichtungen. Romain Waidelich, Inhaber von INORCOAT, erklärt den Prozess: „Das Wichtigste ist die Rezeptur für die Beschichtung von Prägewerkzeugen. Und ich spreche nicht nur von der Zusammensetzung der Materialien für die Beschichtung in der Vakuumkammer, sondern auch von der Reihenfolge, in der sie aufgetragen werden. Bei INORCOAT sind wir auf die spezifischen Anforderungen der Münzprägeindustrie spezialisiert und wissen genau, was Münzprägeanstalten brauchen, um das beste Ergebnis zu erzielen. Bei der Euro-Einführung in Kroatien konnten unsere Maschinen zeigen, was sie leisten können.“
Tatsächlich stellte die Kroatische Münzstätte einen unglaublichen Rekord auf: Bis zu 14 Millionen Münzen wurden mit einem Stempelpaar geprägt, das mit einem MS700 von INORCOAT beschichtet war. 289 Stempelpaare reichten aus, um 420 Millionen Münzen herzustellen. Und auch für die Herstellung von Gedenkmünzen eröffnet die PVD-Beschichtung neue Perspektiven: Durch die dünne Beschichtung sind deutlich feinere Strukturen möglich. Der MS700 von INORCOAT wird derzeit von der portugiesischen Münzstätte INCM, der Kroatischen Münzstätte und der Bayerischen Staatsmünzstätte in München eingesetzt. Romain Waidelich erklärt den Münzingenieuren am Stand C18 gerne, warum sich diese führenden Münzstätten für die PVD-Beschichtung mit seinem MS700 entschieden haben.

Hatte jemand von Euch auf der WMF 2025 Gelegenheit, tiefer in dieses Thema einzutauchen?
 
PVD als Verfahren wird seit Jahrzehnten auch großtechnisch eingesetzt. Es ist nur logisch das man damit auch Prägestempel beschichtet.
Alternativen zu Chrom VI gibt es auch in vielen Bereichen wo noch Lösungschromatiert wird, Chrom III z.B.
Übrigens Interessantes Detail: In Batterien für E-Fahrzeuge war schon 2010 jegliches Chrom VI auch in der Beschichtung von Metallteilen zum Korrosionsschutz IN der Batteriezelle verboten, aber nicht von der EU oder DEN GRÜÜÜNEN, sondern von den Deutschen Premiumautoherstellern. Warum waren die damals so führend umweltfreundlich? Kann das denn sein?
Nun, schon damals gab es einen gesetzlichen Grenzwert von Menge X an Chrom VI pro Fahrzeug der nicht überschritten werden durfte.
Die Deutschen Premiumhersteller haben diesen natürlich ausgereizt, da wo es am meisten Profit bringt, und das war nunmal nicht in der hermetisch gekapselten Batterie, sondern am Hintern der Insassen (in den Ledersitzen, welche trotz alternativer Verfahren weiterhin mit Chrom VI belastet waren bis zum Grenzwert...). Daher: Ledersitze am besten nicht mit der Haut berühren, sofern sie nicht sicher Chrom VI frei sind, und auch nicht essen (unbehandeltes Leder kann man theoretisch tatsächlich essen), und natürlich auch nicht vor Wut in den Sitz beißen wenn der Sprit so teuer ist.
 
Am 21. September 2024 wurde in Deutschland ein Verbot der Chrom(VI)-Galvanisierung eingeführt. Nur wenn kein alternatives Verfahren verfügbar ist, kann ein Objekt noch galvanisch verchromt werden. Bei der Herstellung von Prägewerkzeugen ist die Verchromung jedoch unerlässlich. Dank dieses Verfahrens werden die Prägestempel so langlebig, dass viele Tausende von Münzen geprägt werden können. Das bedeutet, dass umweltfreundliche Münzprägeanstalten nun einen neuen Ansatz in Betracht ziehen – eine Abkehr von der säurebasierten Verchromung hin zu nachhaltigen PVD-Beschichtungen. Romain Waidelich, Inhaber von INORCOAT, erklärt den Prozess: „Das Wichtigste ist die Rezeptur für die Beschichtung von Prägewerkzeugen. Und ich spreche nicht nur von der Zusammensetzung der Materialien für die Beschichtung in der Vakuumkammer, sondern auch von der Reihenfolge, in der sie aufgetragen werden. Bei INORCOAT sind wir auf die spezifischen Anforderungen der Münzprägeindustrie spezialisiert und wissen genau, was Münzprägeanstalten brauchen, um das beste Ergebnis zu erzielen. Bei der Euro-Einführung in Kroatien konnten unsere Maschinen zeigen, was sie leisten können.“
Tatsächlich stellte die Kroatische Münzstätte einen unglaublichen Rekord auf: Bis zu 14 Millionen Münzen wurden mit einem Stempelpaar geprägt, das mit einem MS700 von INORCOAT beschichtet war. 289 Stempelpaare reichten aus, um 420 Millionen Münzen herzustellen. Und auch für die Herstellung von Gedenkmünzen eröffnet die PVD-Beschichtung neue Perspektiven: Durch die dünne Beschichtung sind deutlich feinere Strukturen möglich. Der MS700 von INORCOAT wird derzeit von der portugiesischen Münzstätte INCM, der Kroatischen Münzstätte und der Bayerischen Staatsmünzstätte in München eingesetzt. Romain Waidelich erklärt den Münzingenieuren am Stand C18 gerne, warum sich diese führenden Münzstätten für die PVD-Beschichtung mit seinem MS700 entschieden haben.

Hatte jemand von Euch auf der WMF 2025 Gelegenheit, tiefer in dieses Thema einzutauchen?
sehr interessant. Man kann sich ja noch über Video informieren:
 
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