Wie weit kommen wir zurück? Neuauflage unseres beliebten Münzpräsentationspiels

Sachsen, Friedrich III., Johann, Georg 1507-1525, Hohlheller oJ (1518), Leipzig, 0,15 gr.; Keilitz 61,1
1508-1525 Friedrich III.,Johann, Georg, Heller oJ, Leipzig.webp
 
Die Edelherren von Diepholz ließen Münzen prägen, obwohl sie kein Prägerecht hatten. Dabei ahmten sie andere Münzen nach, blieben in Schrot und Korn jedoch in der Regel unter den Vorgaben der Originale.
Hier ein Beischlag zu einem böhmischen Weißpfennig unter König Wladislaus II., der aller Wahrscheinlichkeit nach ausschließlich zum Umlauf in Böhmen bestimmt war (ischbierra hatte 1522 bereits einen solchen Weißpfennig unter Wladislaus' Nachfolger Ludwig gezeigt).
Es gibt drei verschiedene Darstellungen des Löwen auf den Originalmünzen, denen die Diepholzer Münzen weitgehend folgen. Heute der dritte Typ aus der (Mit-)Regierungszeit von Edelherr Konrad XII. (1510-1514).

Herrschaft Diepholz, einseitiger Pfennig o. J., Giesen 6.3 (als Joker für 1514)

Diepholz Giesen 6.3 Pfennig Konrad Av.webp
 
Es wird mal wieder Zeit für einen Mariengroschen.
Das heutige Exemplar stammt aus Goslar. In gotischer Schrift auf der Rückseite MARIA MAT GRACIE.
Und auch wenn die Jahresangabe wie 1713 ausschaut: Nein, da steht schon 1513 auf der Münze.

Stadt Goslar, Mariengroschen 1513 (Buck/Büttner/Kluge 120)

Goslar Stadt BBK 120 Mariengroschen 1513 Av.webpGoslar Stadt BBK 120 Mariengroschen 1513 Rv.webp
 
1511 trat Christoph von Braunschweig im Erzbistum Bremen die Nachfolge des verstorbenen Erzbischofs Johann III. Rode an. Auf den Münzen der ersten Jahre wird Christoph als Administrator (abgekürzt ADMIST) bezeichnet, erst nach der päpstlichen Bestätigung nennt er sich Erzbischof.

Erzbistum Bremen, 4 Grote 1512, Jungk 158ff., Welter 345

Bremen Jungk 157.162 4 Grote 1512 Av.webpBremen Jungk 157.162 4 Grote 1512 Rv.webp
 
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