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Wie weit kommen wir zurück? Neuauflage unseres beliebten Münzpräsentationspiels
Es geht nochmals ins Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel, in dem Herzog Heinrich d. J. von 1514 bis 1568 (mit Ausnahme der Zeit von 1542 bis 1547 – Schmalkaldischer Bund) regierte.
Die Umschrift auf der Rückseite meines Reichstalers soll sich folgendermaßen auflösen lassen:
„In Gotts Gewalt hab ich's gestalt. Der hat's gefügt, deß mir genügt.“
Das Jahr 1565 liegt in der „Ära“ der Fürstengroschen, die ab 1555 den Mariengroschen abgelöst hatten (Braunschweiger Münzgenossenschaft). Die Stadt Goslar, die 1505 die Prägung der Mariengroschen begonnen und damit die führende Münze in Niedersachsen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts geschaffen hatte, versuchte im Jahr 1565 die Wiedereinführung dieses Nominals. Allerdings zunächst vergeblich (was bei der Qualität meiner Münze auch nicht verwundert - insoweit noch ein Hinweis auf den Schreibfehler bei DOMINI). Ab 1572 wurde die Prägung der Mariengroschen wieder zugelassen.
Stadt Goslar, Mariengroschen 1565 (Buck/Büttner/Kluge 157)
Georg von Braunschweig-Wolfenbüttel war seit 1554 Bischof in Minden und seit 1558 auch noch Erzbischof von Bremen und Bischof von Verden.
Münzen ließ er in Minden und Bremen prägen, so auch diesen Mindener Fürstengroschen, auf dem seine Titel benannt werden (wenn auch auf meinem Exemplar nicht vollständig erkennbar):
G(eorg) A(rchiepiscopus) B(remensis) C(onfirmatus) M(indensis) V(erdensis) D(ux) B(runsvicensis) E(t) L(uneburgensis).
Auf dem behelmten vierfeldigen Welfen-Wappen der Herzschild mit je zwei gekreuzten Schlüsseln für Bremen und Minden und mit dem Nagelspitzkreuz für Verden.
Im Parallelthema hat XWorbad die Feuerwehr gerufen.
Mit der Jahreszahl 1562 habe ich auch nur eine Münze. Die ist bei der letzten Runde schon draufgegangen.
Daher hier nur ein Joker.
Flensburg
Frederik II von Dänemark 1559-1588
1 søsling o.J.
Sieg's 32,1, Hede 31A
Dank moppel65s Feuerwehreinsatz geht es heute mit dem Jahr 1561 weiter.
Wir haben einen neuen Kaiser in unserem Spiel: Ferdinand I. (1558 bis 1564). Ihm folgte Maximilian II., der auch auf meinem 1564 gezeigten Fürstengroschen genannt wurde.