Neuzugänge in eurer Münzsammlung

Tschechische Republik 200 Korun 125. Jahrestag der Pferdestraßenbahn in Brno

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Frankreich
10 Centimes aus dem Jahr 7 nach dem Revolutionskalenders, also geprägt 1798 bis 99. Ich glaube, diese Münze ist weit überdurchschnittlich erhalten. Zwischen 1789 und 1850 wurde in Frankreich viel zu wenig Kleingeld geprägt, was erklärt, wieso diese Münzen in der Regel wesentlich schlechter aussehen und was der in einigen Quellen geäusserten Behauptung, es seien sogar römische Bronzen umgelaufen, eine gewisse Glaubwürdigkeit verleiht. Legt man diesen Decime neben einen Sesterzen des Claudius , fällt einem unmittelbar auf, wie ähnlich sich die beiden Münzen sind, lediglich das Gewicht ist recht unterschiedlich, der Sesterz ist wesentlich schwerer.
 

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Das habe ich heute bekommen
 

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Frankreich
10 Centimes aus dem Jahr 7 nach dem Revolutionskalenders, also geprägt 1798 bis 99. Ich glaube, diese Münze ist weit überdurchschnittlich erhalten. Zwischen 1789 und 1850 wurde in Frankreich viel zu wenig Kleingeld geprägt, was erklärt, wieso diese Münzen in der Regel wesentlich schlechter aussehen und was der in einigen Quellen geäusserten Behauptung, es seien sogar römische Bronzen umgelaufen, eine gewisse Glaubwürdigkeit verleiht. Legt man diesen Decime neben einen Sesterzen des Claudius , fällt einem unmittelbar auf, wie ähnlich sich die beiden Münzen sind, lediglich das Gewicht ist recht unterschiedlich, der Sesterz ist wesentlich schwerer.
Zur Decime:
Anhand des Wachstums der Patina erkennt man, dass die Münze nicht mit Säuren oder aus einer Kombination von Säuren und mechanischer Bahandlung malträtiert wurde. Das muss man in dem Zustand erst einmal finden. Von daher ist es eine der wenigen, vollständig lesbaren Stücken in einem dem Alter entsprechenden, ungeputzten Zustand.

Die Bilder konnte ich leider nicht runterladen, um sie nachzubearbeiten (Helligkeit und Kontraste hoch) und mir im Hinblick auf etwas anderes, das ich vermute, anzusehen: meist sind die Münzen nicht mit genügend Druck und auch abgenutzten Stempeln geprägt. Dann kann sie von ihrem Abnutzungsgrad her nochmals deutlich besser sein, als sie ohnehin rüberkommt.

Patinawachstum:
Zum Vergleich eine (deutlich jüngere) Decime aus Monaco, wobei man sicher sein kann, dass das Revolutiuonsgeld auch noch umlief, als dieses Stücke aus Geldnot heraus in Monaco geprägt wurden und dann in den französischen Geldumlauf kamen. Vom Stil und der Machart sind sie sich ähnlich und wohl auch von der Presse, mit der sie geprägt wurden. Das Stück wurde mal ganz vorsichtig sauber gemacht und man hat die Patina und Reste des Zunders, der sich vor dem Prägen auf den Schrötlingen befand draufgelassen. Die Stempel sind schon abgenutzt, ansonsten ist das Stück sehr scharf und mit viel Druck geprägt worden.

Prägeschwäche und abgenutzte Stempel:
Der Centime aus dem Jahr 7 zeigt klar, dass das Prägewerkzeug schon verbraucht war, es gibt noch extremere Beispiele. Auch Schrötlingsfehler sind da und Zunderreste sind ebenfalls noch drauf, so wie man das für ungeputzte Münzen dieses Typs erwarten sollte.

Der 12 Denir ist, wie ich aus den Anhaftungen erkenne, ein sehr vorsichtig gereinigter, unverätzter Bodenfund, der wieder angelaufen ist. Sehr gut erkennbar, ist anhand meines Fotos, das das Stück nur schwach geprägt und ansonsten kaum zirkuliert ist. Auch die Stempel sind nicht mehr ganz frisch, aber überm Durchschnitt.

Reinigung:
Beispiel einer bereits deutlich zu stark gereinigten Münze mit abgetragener Münzhaut und ggf, entferntem, überprägten Zunder auf 2 BS: 5335300922. Es gibt aber noch viel krassere Fälle. Meine monegassische Decime hat mir in der Bucht 18 Euro gekostet. Ich kann ich nichts dafür, wenn keiner richtig mitbietet.

Bei Kupfer, Messing, Bronze muss man sehr genau hinsehen und eben auch vergleichen und auf allerkleinste Details achten, nur so kommt man an Wissen und wird nicht mit aufgehübschter Ware übervorteilt.
 

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Hier mal ein schön patinierter Gulden aus den Niederlanden von 1849 in überdurchschnittlicher Erhaltung
Das ist für den Typ ein wunderschön erhatenes Stück, dass aufgrund seines ungeputzten, unverätzten Zustandes noch allerfeinste Details zeigt und sicherlich auch noch sehr viel echten Prägeglanz, der Teil der dicken, alten und sichtbar gewachsenen Patina wurde. Getauchte Münzen laufen so nie wieder an. Das hängt mit der Herstellung der Ronden und dem Materialfluss beim Prägen zusammen. Der Jahrgang 1849 ist ein ganz besonderer. Glückwunsch dazu! TOP!

Meiner ist von 1847, jedoch leider, wenn auch sehr schonend gereinigt und mit ebenfalls noch echtem Prägeglanz. Jedoch: für 56 Euro habe ich den nicht liegen lassen und in der Bucht über Preisvorschlag zbd zähen Verhandlungen von einem Händler erworben. Warum den für 65 keiner wollte, weiß ich nicht. Um den gleichfalls unverätzt in deutlich besser (fast St oder echtem St) zu kriegen, muss man sehr, sehr lange suchen und wenn man denn zum (Ab)Schu(l)ss kommen kann, auch noch sehr viel mehr Geld bezahlen, als man in seinen schlimmsten Erwartungen bereits befürchtet hat. Da bin ich dann, was derzeitige "Marktpreise" angeht, ganz klar raus.

Bei einem 1849er geht das nach meiner Markteinschätzung in "fast St" ruckzuck in die Tausender und in echtem Stempelglanz auch bis in die 10.000er.
 

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