Medailleur: Helmut Zobl

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Der am 6. Mai 1941 geborene, österreichische Künstler Helmut Zobl studierte zunächst an der Wiener Akademie der bildenden Künste und ist seit den 70er Jahren als freischaffender Künstler tätig.

Seit den 70er Jahren erscheinen seine so genannten Welttaler (siehe Beispiele in späteren Posts). Er gestaltete einige österreichische Schillingmünzen – seine Entwürfe für Gestaltung der Euromünzen wurden hingegen nicht angenommen.

Zur Arbeitsweise Zobls zitiere ich unseren Mitforisten Diwidat:

Das interessante an den Arbeiten des Herrn Zobl ist, dass er seine Münz-/Medaillenbilder mit entsprechenden Werkzeugen direkt in den gehärteten Stempel geschnitten hat (ohne den Umweg über ein Modell), was den Betrachtern ein weites Feld der Fantasie offenlässt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier ein früher Welttaler von Helmut Zobl aus dem Jahr 1972 als Hommage an den Maler Guiseppe Arcimboldo (1526 bis 1593). Die Symbolik der Medaille ist (mir zumindest) schwer zugänglich. Ich finde diese Welttaler und die außergewöhnliche Materialbearbeitung von Zobl jedoch sehr spannend, so dass ich mir vor Jahren drei dieser Stücke in meine Sammlung gelegt habe. Leider lassen sich im Netz keine Dokumente für weitergehende Deutungen finden.

Die Silbermedaille hat einen Durchmesser von 43mm und ein Gewicht von 21 Gramm.
 

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Der zweite Welttaler in meiner Sammlung ist den olympischen Spielen 1976 in Montreal gewidmet. Die Silbermedaille hat einen Durchmesser von 44mm und wiegt knapp 23 Gramm.
 

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Der größte meiner Welttaler stammt aus dem Jahr 1982 ist zugleich die mysteriöseste. Leider sind mir die Kaufunterlagen verloren gegangen, so dass ich nicht mehr nachforschen kann. Ein Vergleichsbild konnte ich leider nicht finden. Die Vorderseite taucht zwar auf vielen dieser Welttaler auf (so auch auf meinem Exemplar von 1972); die Rückseite dazu finde ich in der Kombination allerdings nicht…

Wie dem auch sei – was ist weiß, ist, dass die Medaille aus Silber besteht, 54mm Durchmesser hat und knapp 45 Gramm wiegt.
 

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Diesen Faden verlinke ich mit der Übersicht zu Medailleuren. Diese Übersicht möchte ich im Laufe der nächsten Zeit sukzessive erweitern. ;)
 
Der größte meiner Welttaler stammt aus dem Jahr 1982 ist zugleich die mysteriöseste. Leider sind mir die Kaufunterlagen verloren gegangen, so dass ich nicht mehr nachforschen kann. Ein Vergleichsbild konnte ich leider nicht finden. Die Vorderseite taucht zwar auf vielen dieser Welttaler auf (so auch auf meinem Exemplar von 1972); die Rückseite dazu finde ich in der Kombination allerdings nicht…

Wie dem auch sei – was ist weiß, ist, dass die Medaille aus Silber besteht, 54mm Durchmesser hat und knapp 45 Gramm wiegt.

Revers erinnert sehr (nicht zufällig ;)) an die 20-Schilling-Münze "9 Bundesländer", wie auch Details anderer seiner Medaillen!
 
Dazu habe ich leider nichts gefunden. Der Taler als große Handelsmünze war für den überregionalen (Waren)Austausch von entscheidender Bedeutung.

Es gibt ein Buch über Zobl zu kaufen - antiquarisch zu einem Preis, den ich nicht bereit bin zu zahlen. Möglicherweise findet sich dort eine Erklärung?
 
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