EU-Parlament will die 1- und 2-Cent-Münzen abschaffen

Zu diesen Thema stelle ich mir die Frage, was passiert in den jeweiligen Land wo die 1 und 2 Cent abgeschafft wurden mit den Münzen in der Nationalbank. Werden die dort einbehalten oder in andere Länder verteilt. Wirtschaftlich wäre es wenn man z. B. den Überschuss in der Slowakei wo die erst abgeschafft wurden in andere Eurostaaten abzugeben. Da müssten die anderen Staaten erst keine prägen. Gibt es da bekannte Münz Verschiebungen?
 
Zu diesen Thema stelle ich mir die Frage, was passiert in den jeweiligen Land wo die 1 und 2 Cent abgeschafft wurden mit den Münzen in der Nationalbank. Werden die dort einbehalten oder in andere Länder verteilt. Wirtschaftlich wäre es wenn man z. B. den Überschuss in der Slowakei wo die erst abgeschafft wurden in andere Eurostaaten abzugeben. Da müssten die anderen Staaten erst keine prägen. Gibt es da bekannte Münz Verschiebungen?
Aus der Slowakei sind mir noch keine bekannt.
Die niederländischen 1 und 2 Cent-Stücke gingen größtenteils nach Deutschland und Malta, die irischen nach Portugal und Litauen und die finnischen wurden nach Estland geliefert. Im Falle Belgiens weiß ich nicht, was passiert ist, kann mir aber Luxemburg als Abnehmer gut vorstellen. Dort wurden ja seit einigen Jahren keine neuen Münzen mehr geprägt, aber es dürfte trotzdem einen gewissen Bedarf geben. Italien prägt zwar keine 1 und 2 Cent-Stücke mehr, behält diese aber weiterhin aktiv im Umlauf und importiert wohl mittlerweile schon Münzen aus Österreich.
 
Hallo @Muppetshow,
das sind ja interessante, sehr detaillierte Angaben. Mich würde interessieren, wie (wo) man sowas erfährt. Sicher im Internet und nicht in einem Printmedium.
 
Bin grad in Riga (Lettland). Also Irland muss hier auch paar Ladungen 1 und 2 Cent hingebracht haben. Fällt mir in den Spenden Boxen vor den Kassen so auf. Selbst eine auf den Boden gefunden.
 
Die Europäische Kommission könnte im Dezember entscheiden, ob sie die 1- und 2-Cent-Münzen abschafft oder nicht.

Artikel auf Französisch :
 
Nur der Vollständigkeit halber: Die Kommission kann das nicht entscheiden, aber sie kann natürlich ein (durchaus gewichtiges) Votum abgeben. Letztlich darüber befinden wird der Rat.

Lustige Randnotiz: Ich konnte mit dem "peu attendrie" nicht wirklich was anfangen (OK, der erste Teil des Satzes zeigte schon mal die Richtung auf), also habe ich die Übersetzungsfunktion meines Browsers (Safari) genutzt. Da kam Folgendes heraus: "Eine Position, die übrigens Brüssel befriedigt, wenig gesäugt von einsamen Fluchten." :lachtot:

DeepL schlug dann vor: "Eine Position, die übrigens auch Brüssel zufriedenstellt, das von einsamen Ausreißern wenig angetan ist." Passt besser als die einsam Fliehenden, hehe.
 

Übersetzung:

"Die Europäische Kommission sollte im Dezember über die Abschaffung der 1- und 2-Euro-Cent-Münzen entscheiden, aber nach unseren Informationen wird dies erst in einigen Monaten der Fall sein.

Von Brüssel bis Straßburg bleibt das Thema in der Schublade. "Es gibt nichts Neues über die Abschaffung der 1- und 2-Cent-Münzen", bestätigt eine Quelle bei der Europäischen Kommission. Die Kommission hat das Thema jedoch nicht aufgegeben und wird voraussichtlich in einigen Monaten (oder Jahren?) "Rechtsvorschriften zur Beendigung der Ausgabe von 1- und 2-Cent-Münzen vorschlagen und gemeinsame Regeln für das Runden von Münzen einführen".

Im Mai dieses Jahres waren 72% der EU-Bürger, die an einer Befragung teilnahmen (17 000 Stimmberechtigte von über 320 Millionen Einwohnern), der Meinung, dass rote Münzen nicht nützlich seien. Fünf europäische Länder haben bereits den Schritt gewagt und die kleinen Centstücke abgeschafft: die Niederlande, Italien, Finnland, Belgien und Irland.
Ein Tabuthema in Zeiten hoher Inflation

Die Europäische Kommission hält jedoch wenig von einseitigen Positionen und Frankreich hat sich entschieden, bei einem Thema, das nicht als vorrangig angesehen wird, abzuwarten. Vor allem in Zeiten hoher Inflation, in denen die Abschaffung der Münzen die Befürchtung aufkommen lässt, dass auf den nächsten Euro aufgerundet wird, was die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigen würde.

Die 1- und 2-Cent-Münzen, von denen in diesem Jahr in Frankreich noch 300 Millionen geprägt wurden, ermöglichen "einen Preis, der dem tatsächlichen Wert der Ware plus der Händlermarge am nächsten kommt", so die CGT in einer von "Les Echos" weitergeleiteten Erklärung. Die Gewerkschaft befürchtet, dass das Verschwinden dieser Münzen die Händler dazu ermutigen wird, "die Preise ausschließlich zu ihrem Vorteil aufzurunden. (...) Während alle Verbraucher in der Eurozone mit einer beispiellosen Inflation konfrontiert sind, würden sie nicht verstehen, dass das Verschwinden der 1- und 2-Cent-Münzen in einem solchen Kontext gestoppt wird, selbst wenn dieses Verschwinden die Inflation verschärfen könnte." "
 

Übersetzung:

"Die Europäische Kommission sollte im Dezember über die Abschaffung der 1- und 2-Euro-Cent-Münzen entscheiden, aber nach unseren Informationen wird dies erst in einigen Monaten der Fall sein.

Von Brüssel bis Straßburg bleibt das Thema in der Schublade. "Es gibt nichts Neues über die Abschaffung der 1- und 2-Cent-Münzen", bestätigt eine Quelle bei der Europäischen Kommission. Die Kommission hat das Thema jedoch nicht aufgegeben und wird voraussichtlich in einigen Monaten (oder Jahren?) "Rechtsvorschriften zur Beendigung der Ausgabe von 1- und 2-Cent-Münzen vorschlagen und gemeinsame Regeln für das Runden von Münzen einführen".

Im Mai dieses Jahres waren 72% der EU-Bürger, die an einer Befragung teilnahmen (17 000 Stimmberechtigte von über 320 Millionen Einwohnern), der Meinung, dass rote Münzen nicht nützlich seien. Fünf europäische Länder haben bereits den Schritt gewagt und die kleinen Centstücke abgeschafft: die Niederlande, Italien, Finnland, Belgien und Irland.
Ein Tabuthema in Zeiten hoher Inflation

Die Europäische Kommission hält jedoch wenig von einseitigen Positionen und Frankreich hat sich entschieden, bei einem Thema, das nicht als vorrangig angesehen wird, abzuwarten. Vor allem in Zeiten hoher Inflation, in denen die Abschaffung der Münzen die Befürchtung aufkommen lässt, dass auf den nächsten Euro aufgerundet wird, was die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigen würde.

Die 1- und 2-Cent-Münzen, von denen in diesem Jahr in Frankreich noch 300 Millionen geprägt wurden, ermöglichen "einen Preis, der dem tatsächlichen Wert der Ware plus der Händlermarge am nächsten kommt", so die CGT in einer von "Les Echos" weitergeleiteten Erklärung. Die Gewerkschaft befürchtet, dass das Verschwinden dieser Münzen die Händler dazu ermutigen wird, "die Preise ausschließlich zu ihrem Vorteil aufzurunden. (...) Während alle Verbraucher in der Eurozone mit einer beispiellosen Inflation konfrontiert sind, würden sie nicht verstehen, dass das Verschwinden der 1- und 2-Cent-Münzen in einem solchen Kontext gestoppt wird, selbst wenn dieses Verschwinden die Inflation verschärfen könnte." "
Sehr interessant!

Was mich am meisten verwundert ist die Angabe, dass Frankreich dieses Jahr (also anscheinend 2022) über 300 Millionen 1 und 2 Cent-Stücke geprägt habe. Die Angabe wird schon stimmen, aber woher stammt diese Information? Soweit mir bekannt ist, hat Frankreich nach 2019 keine Auflagen der Umlaufmünzen mehr veröffentlicht, mit Ausnahme der 1 und 2 Euro 2022. Selbst horizonfr.com als üblicherweise verlässlicher Quelle aus Frankreich sind noch keine Zahlen bekannt...
 
Sehr interessant!

Was mich am meisten verwundert ist die Angabe, dass Frankreich dieses Jahr (also anscheinend 2022) über 300 Millionen 1 und 2 Cent-Stücke geprägt habe. Die Angabe wird schon stimmen, aber woher stammt diese Information? Soweit mir bekannt ist, hat Frankreich nach 2019 keine Auflagen der Umlaufmünzen mehr veröffentlicht, mit Ausnahme der 1 und 2 Euro 2022. Selbst horizonfr.com als üblicherweise verlässlicher Quelle aus Frankreich sind noch keine Zahlen bekannt...

Ich habe die gleiche Zahl für 2021 gefunden (der Artikel ist kostenpflichtig, man kann ihn nicht öffnen). Offenbar ist es Marc Schwartz, der Präsident der Monnaie de Paris, der diese Zahl in Interviews bekannt gibt.

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Glaube , das Thema wird auch noch weiter in der Schublade bleiben . Denke nur an die Uhrumstellung ,wo schon ewig palavert wird .
 
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