Der Goldpreis steigt u.steigt

Naja: 90€/Gramm sind nicht gerade "billig".

Nun gut: wer zu lange gewartet hat und es nun satt ist oder wer keines hat, wer noch mehr will oder wen es aus anderen Gründen völlig egal ist, wieviel es kostet, für den sind 90€ das Gramm immerhin besser, als 93, 94, 95 oder noch mehr.

Das letzte Fenster in die Vergangenheit ultraniedriger Preise: Platin, ist ja nun auch schon ein kleines Stück geschlossen. Und die Mehrwertsteuer beißt den ganz besonders, der den Schmerz sucht und es nicht weiß und sich über Steuern steuern lässt.

Bis vor kurzem hatten wir Gold-Platin-Ratios wie seit der zweiten Mitte des 18. Jahrhunderts nicht mehr. 250-Jahres Tiefs.
 
1 Monat später und 3 €/gr mehr:
Gold ist nicht teurer wie vorher. Die Kaufkraft ist gesunken (und sinkt immer mehr).
So kann man das sagen. Ich versuche mal, den Bogen weiter zu spannen:

Die Kaufkraft (des Geldes und der Löhne fast aller) und auch die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland sind ebenfalls gesunken (und sie sinken immer weiter).

Das mit dem Geld ist meiner Wahrnehmung zufolge weniger ein Problem. Obgleich das schon schlimm genug ist.

Das mit den Löhnen, der Prodiktivität und der Wettbewerbsfähigkeit betrifft die allermeisten. Einige wenige Priviligierte ausgenommen.

Deswegen (weil es anderswo viel besser läuft, als hier) ist Gold nach meinem Verständnis real teurer geworden. Ich befürchte, dieser Trend ist intakt und wir sind noch Jahre von seinem Umkehrpunkt entfernt. Auf Schwankungen des Goldpreises würde ich in dem Kontext wenig geben.

Man muss als Normal- oder auch "Besserverdiener" viel mehr und länger dafür arbeiten, als noch vor 25 oder 20 Jahren.

Ich denke, der Goldpreis zeigt, das sehr viel sehr schlecht gelaufen ist und der Blick auf Nachrichten zeigt uns, dass das Wirtschaftliche wohl auch noch weiter sehr schlecht laufen und schlimmer werden wird.

Ich denke weiter, dass bei den Entscheidern keinerlei Bereitschaft besteht, diesen Teil der Realität zur Kenntnis zu nehmen, ihm die richtige Priorität zuzuweisen und dann entsprechende Maßnahmen entschlossen umzusetzen.
 
Die USA ist überschuldet. Genau so, wie viele andere Länder auf dieser Welt auch. Diese Länder haben ein Schuldenproblem. Zurückzahlen kommt scheinbar nicht in Betracht. Übersteigen die Schulden die wirtschaftliche Leistungsfühigkeit eines Landes, klappt es mit dem Aufschulden am "Kapitalmarkt" nicht mehr.

Früher hatte man den Feingehalt und das Gewicht von Münzen vermindert. Darüber sind wir schon lange weg, weil Papiergeld keinen inneren Wert mehr hat. Was bleibt: die anzahl der umlaufenden Einheiten drastisch erhöhen, inklusive der Umlaufgeschwindigkeit.

Dazu bedarf es höherer Preise und höherer Löhne. Also Teuerung ohne Ende.

Richtig wird im Video festgestellt, dass es nichts bringt, die Goldreserven mit derzeitigen "Marktpreisen" zu bewerten.

Aber bei 20.000 Dollars die Unze? - Nein, das ist immer noch viel zu wenig. Der Wert der Schulden müsste einen großen Anteil der Goldreserven entsprechen, das wäre schon besser, aber: es reicht nicht für lange. Besser: Der Wert der Goldreserven entspricht oder übertrifft die Schulden deutlich.

Das würde bedeuten dass der Dollar drastisch abwertet. 20 bis 30 Prozent, wie im Video bringen ein oder zwei Jahre Erleichterung. Das lindert das Symptom, ändert aber nichts am Problem.

20 bis 30 Prozent alle zwei bis drei Jahre (7 % Schuldenwachstum plus Zinden drauf) müssen es schon sein, um so "weiterzuwurschteln"

Das ist das, wenn man denn so denkt, was man beim Goldpreis "auf lang" in USD oder Euro mindestens erwarten darf. Mit der Option auf einen nominalen "Vervielfacher" für den Fall, dass Schulden "mit frisch gedecktem Geld" zurückgezahlt oder "offen inflationiert" werden wird.

Auf den nominalen Vervielfacher deuten die Aktionen am Londoner Goldmarkt hin. Früher hatte man Städte belagert, geplündert und gebrantschatzt, Menschen erschlagen und vergewaltigt. Heute gibt es die LBMA - da holt man sich das Metall, ganz ohne Armee, für aus dem Nichts erzeugte "Währungseinheiten".....

Real, also irgendwas zwischen 1.000 und 2.000 Kugeln Eis je Unze Gold ändert sich nicht viel. Das ist mal etwas mehr als 1.400 Kugeln oder auch mal etwas weniger. Abgesehen von der Zahl der Eisdielen und der Eiscaffees - die steigt in guten Zeiten und in schlechten Zeiten müssen viele, mangels Massenkaufkraft schließen oder verkleinern.

Wie heißen maskierte und digital "liquide gemachte" Staatsanleihen: Stablecoins?

Was darf man, wer darf was? Looooool!!!



früher waren es schweinslederne Pfandbriefe, die bis zu ihrer Einlösung auch als Geldersatz für größere Transaktionen benutzt wurden und zweimal jährlich real ausbezahlte Silbermünzen als Zinsen abwarfen.
Den Zins stecken sich die Erschaffer der "Stable-Coins" ein. Unglaublich, aber so "dumm" sind die Horter solcher Produkte.....

Der Goldpreis - er wird, tendenziell unter teils hohen und schnellen, plötzlichen/willkürlichen Schwankungen - weitersteigen. Das (etwas, das man nicht unter Kontrolle halten kann total überschießen und wieder zurückkommen lassen) liegt in der Natur der Sache. Eine hohe Volatilität kostet den Verursachern nichts, erzeugt aber bei Anlegern Angst. Angst, nackte Angst ist die letzte Waffe, wenn man sonst keine anderen realen und effektiven Optionen mehr hat.
 
Wenn ich das richtig sehe, ist der Goldpreis (USD) gerade nach oben ausgebrochen und markiert ein frisches Allzeithoch bei fast 3450 USD/oz.
 
War absehbar, nachdem die letzten Tage wieder alle Akteure Unsicherheiten im Markt "platzieren".
 
Der französische Schlamassel dürfte zweitrangig sein. Schon eher von Interesse ist, dass sieben weitere Kriegsschiffe Richtung Venezuela unterwegs sind. Könnte - könnte ! - ein neuer Krisenherd werden.
 
Goldpreis
3.905,34 €/oz
125,57 €/g
Silberpreis
65,28 €/oz
2,10 €/g
Bitcoin
68494,47 €
Ethereum
1911,64 €
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