Der billige Willi kostet 1000 Euro

Das glaube ich nicht. Der Sammleraufschlag geht nicht verloren. Nehmen wir mal an ein 20 Markstück hat bei einem Goldpreisanteil von 500 € etwa 1000 € gekostet. Dann wird dieses Stück jetzt bestimmt beim Goldpreisanteil von 1000 € bei 1500 € gehandelt werden. In Euro bleibt der Abstand, in Prozent auf den Goldpreis natürlich nicht, das waren vorher in meinem Beispiel 100 %, und liegt jetzt dann eben nur noch bei 50 %.
So rechnen bestimmt Händler. Aber genau solche Stücke mit so berechneten Preisen liegen nun länger in den einschlägigen Shops, habe ich den Eindruck. Ich meine auch, dass der Sammleraufschlag mit dem starken Goldpreis etwas eingedampft wird.
 
Ja, aber. Es wird einige Zeit dauern bis da ein gewisser Abstand wieder da ist.
Das ist genau mein Punkt. Es dauert eine Weile. Aktuell sind Sammleraufschläge stark zusammengeschmolzen.

Und nein: Das gilt nicht für außergerwöhnlich seltene Exemplare, sondern für bessere Bullionmünzen wie eben eine tollen Sachsen-Georg oder super erhaltenen Willi.
 
Ihr meint also, wenn man eine Doppelkrone in Umlauferhaltung jetzt für knapp über 1000 € kaufen kann, dann kostet das entsprechende Stück in vz-st (also echtem MS63 bis MS64) auch nicht viel mehr? Zeigt mir bitte mal ein paar Beispiele.
Bei Willi II war der Sammleraufschlag ja nie sonderlich hoch, da sehr oft in guter Erhaltung vorhanden.
Aber bei beispielsweise dem Sachsen Georg 1903 sieht die Sache schon ganz anders aus.
Da sind es schnell mal mindestens 200 € mehr als bei der Einstiegsqualität.
 
Wobei ich jetzt die genannten 200.- oder gar 300.- in Relation noch als äußerst moderaten Aufschlag empfinden würde.
 
Wobei ich jetzt die genannten 200.- oder gar 300.- in Relation noch als äußerst moderaten Aufschlag empfinden würde.
Ein Sammleraufschlag für besser erhaltene oder seltenere Münzen wird sicher noch verlangt und auch bezahlt.
Aber prozentual ist der Aufpreis jetzt natürlich deutlich niedriger als früher.
 
Für gegradete gute Stücke gilt das mit sicherheit nicht, die haben ja immer einen aufpreis weswegen sich das graden ja meist lohnt. Aber es wurde früher, jetzt im Bereich silber der mir mehr geläufig ist ein Aufpreis gezahlt für Kaiserreich, die SilberKleinmünzen 1/2 und 1 Mark 20-25% und das Großsilber preussen, sachsen, Bayern unbeachtet der Erhaltung bis zu 50%. Der ist weg. Der Aufpreis für solche Stücke in vz wird sicher auch gesunken sein hauptsächlich weil Händler wie private aufgrund des hohen silberpreises froh sind wenn sie die stücke zum Spot oder darunter losbekommen können, diese sind ja sowieso im profit. Für sammlermünzen gegradet sehen wir ja an den auktionen dass die preise gegenteilig immer weiter steigen, selbst für MS63/64 während als vz/vz+ bezeichnete Münzen in den Auktionen wenig beachtung finden. Dies wie gesagt im Silberbereich und das wird im Gold nicht viel anders sein.
 
Für gegradete gute Stücke gilt das mit sicherheit nicht, die haben ja immer einen aufpreis weswegen sich das graden ja meist lohnt. Aber es wurde früher, jetzt im Bereich silber der mir mehr geläufig ist ein Aufpreis gezahlt für Kaiserreich, die SilberKleinmünzen 1/2 und 1 Mark 20-25% und das Großsilber preussen, sachsen, Bayern unbeachtet der Erhaltung bis zu 50%. Der ist weg. Der Aufpreis für solche Stücke in vz wird sicher auch gesunken sein hauptsächlich weil Händler wie private aufgrund des hohen silberpreises froh sind wenn sie die stücke zum Spot oder darunter losbekommen können, diese sind ja sowieso im profit. Für sammlermünzen gegradet sehen wir ja an den auktionen dass die preise gegenteilig immer weiter steigen, selbst für MS63/64 während als vz/vz+ bezeichnete Münzen in den Auktionen wenig beachtung finden. Dies wie gesagt im Silberbereich und das wird im Gold nicht viel anders sein.
Da gebe ich dir absolut Recht. Wobei vz/vz+ Stücke ja den Bereich von AU58 bis MS62 abdecken.

Die Debatte trifft hauptsächlich bei ungegradeten Stücken bis vielleicht maximal vz zu.
Sobald ein MS-Grad ab MS63/64 vergeben ist, gehts deutlich aufwärts. MS65 erziehlt 50-100 % Aufschlag auf MS63/64.
Und zu MS66 gehts dann noch mal so viel rauf. Von MS67 und 68 wollen wir gar nicht reden. Da ist dann der Sammleraufschlag extrem und der Materialwert (immer noch) marginal.

Aber das ist ja eh nur was für Anleger, und nicht für Sammler. Aber, der steigende Silberpreis ist ja auch nur was für Anleger, und nicht für Sammler, gelle :p

Edit: Man denke nur mal an den Materialwert vs Sammlerwert bei Gemälden der alten Meister.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sehe ich ebenso - der Sammler rechnet eher in "Brutto".
Prozentual oder in Euro gerechnet?
Und was bedeutet „etwas“ eingedampft?

Entschuldigt, ich möchte nicht unken, aber das sind für mich Aussagen wie „am Abend ist es meistens dunkel. Es sei denn es ist Sommer oder früher Abend“. Greifbar ist daran nicht wirklich viel.
 
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