Neuzugänge in eurer Münzsammlung

Zwei günstige, ever hübsche Neuzugänge aus Schweden und Belgien stellen sich vor.
 

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Freiburg 1/2 Kreuzer 1790 einmal mit Auflagen von Albenlagerung und einmal ohne.
Normalerweise kaufe ich solche Münzen aus Billion nicht, da nahezu jedes Stück deutlich korrodiert ist. Dieser hier zeigt feine Details und hat, nachdem der Schmodder mit Butter angewicht und mit Spülmittel und einen nicht kraztzenden Schwamm weggetupft wurde, noch Original-Prägeglanz. Schaut man genau hin, sind noch minimale Anhaftungen erkennbar. Ich lasse die Münze noch ein paar Tage so, dann wird sie mit chemisch reinem (säurefreiem) Flüssigparaffin für viele Jahre gegen Oxidation geschützt. Letzte Weichmacherreste werden so auch aus dem Metall gezogen.
 

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Liebe Foristen,
ein Jahr nach der berühmten Briefmarke "Blaue Mauritius" erblickte dieser hübsche Penny quasi das Licht der Welt, den ich euch hier zeigen möchte:

1 Penny Victoria 1848, ca. 18,8 Gramm, 34 mm Durchmesser, kleinste Auflage von 161.000 Stück
 

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ein günstiger Neuzugang:
Seljuq of Rum: Qilij Arslan IV (1257-1266), silver dirham (2.95g), AH 656 (1258-1259 CE). Citing last Abbasid caliph al-Musta'sim and minted in the same year he was killed by the Mongols. Album 1230. Extremely fine.

Über die Erhaltung lässt sich diskutieren. Das Metall ist weder zerfressen, noch korrodiert. Einige der Auflagen sind wohl Schmutz oder Fett und sehr weich. Direkten Bodenkontakt wird diese Münze nicht gehabt haben.

Ich vermute was ganz anderes: Diese und auch einige andere von mir vorgestellte, orientalische Münzen haben hunderte Jahre in Sächen gestapelt in Bauwerken (Schatzkammern) gelegen. Indien hatte über hunderte Jahre Edelmetall akkumuliert. Ich habe da Berichte aus der englischen Kolonialzeit und auch von später noch in Erinnerung, dass tonnenweise Gold aus indischen Palästen erbeutet oder beschlagnahmt wurde, darunter säckeweise römische, meist deutlich abgenutzte Goldmünzen..... Bitte fragt mich nicht nach Quellen. Ich hatte das mal in einer numismatischen Zeitschrift gelesen.
 

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Liebe Foristen,
ein Jahr nach der berühmten Briefmarke "Blaue Mauritius" erblickte dieser hübsche Penny quasi das Licht der Welt, den ich euch hier zeigen möchte:

1 Penny Victoria 1848, ca. 18,8 Gramm, 34 mm Durchmesser, kleinste Auflage von 161.000 Stück
Interessant. Und auf jeden Fall: verdammt lang her.... Ich habe so einen Penny von 1847.... das sind mittelschwere, wunderschön ausgearbeitete Kupfermünzen. Aber bereits Scheidemünzen. Ein paar Jahre später wurden sie durch wesentlich leichtere Münzen ersetzt. Die ersten, mit Dampfmaschinen geprägten Pennys (Carthwheel-Prägungen) wogen etwa 28 Gramm, diese hier waren schon deutlich besser händelbar)..... Von den Carthwheels hänge ich einen Zweier (ca. 56 g) an. Da hatte sich jemand aus den USA vertan und den als Penny angeboten.....

Das Beste zum Schluss: mit 280 DM, damals den Wert einer Halben Unze Gold, war die Münze Mitte der 90er Jahre deutlich billiger, als die im selben Jahr gedruckte Marke. Das wird ganz sicher auch heute noch so sein. Ob er (der 1847er Penny) nun eine PP oder ein EA ist: keine Ahnung. Einen besseren britischen Penny von Victoria habe ich nie wieder gesehen, aber auch nicht wirklich danach gesucht....
 

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Heute habe ich neue Münzen aus Namibia bekommen, den älteren vielleicht noch als Deutsch-Südwestafrika bekannt.
Nach etwas über 30 Jahren hat man die Münzen kleiner gemacht und mit komplett neuen Motiven versehen. Wo früher Flora und Fauna präsent waren steht heute die Wirtschaft im Vordergrund:
10 Cents: Landwirtschaft
20 Cents: Wind- und Solarenergie
50 Cents: Tourismus (in der Wüste)
1 Dollar: Handel (mit Barzahlung, witzigerweise ist die Münze auf sich selbst mehrfach abgebildet)
5 Dollar Bimetall: Diamantenabbau (auch interessant der verhältnismäßig schmale Ring)
Endlich mal ein Diamant den man sich leisten kann.
 

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Interessant. Und auf jeden Fall: verdammt lang her.... Ich habe so einen Penny von 1847.... das sind mittelschwere, wunderschön ausgearbeitete Kupfermünzen. Aber bereits Scheidemünzen. Ein paar Jahre später wurden sie durch wesentlich leichtere Münzen ersetzt. Die ersten, mit Dampfmaschinen geprägten Pennys (Carthwheel-Prägungen) wogen etwa 28 Gramm, diese hier waren schon deutlich besser händelbar)..... Von den Carthwheels hänge ich einen Zweier (ca. 56 g) an. Da hatte sich jemand aus den USA vertan und den als Penny angeboten.....

Das Beste zum Schluss: mit 280 DM, damals den Wert einer Halben Unze Gold, war die Münze Mitte der 90er Jahre deutlich billiger, als die im selben Jahr gedruckte Marke. Das wird ganz sicher auch heute noch so sein. Ob er (der 1847er Penny) nun eine PP oder ein EA ist: keine Ahnung. Einen besseren britischen Penny von Victoria habe ich nie wieder gesehen, aber auch nicht wirklich danach gesucht....
Das sind natürlich hervorragende Stücke. Toll anzusehen. Danke fürs Zeigen :)
 
Heute mal was ganz interessantes, eine Münze aus dem Kaiserreich, Münzzeichen W.
Wie gibts das denn, erstens war doch bei J Schluss mit Buchstaben und da steht doch eindeutig "geprägt in Ägypten" drauf, zumindest wenn man das Arabische lesen kann?
Ganz einfach, der Text ist gelogen, denn dieses 2 Qirsh Stück wurde 1891 als Auftragsarbeit in Berlin geprägt, und ein gewisser Herr Emil Weigand, der auch für einige Preußen, Kaiserreich Kleinmünzen und DOA-Münzen die Stempel graviert hat, hat hier ein ganz kleines W für Weigand auf die Münze zwischen den Randstab und die Ornamente geschmuggelt, an die Position wo normalerweise das A für Berlin zu sehen gewesen wäre bei einer Deutschen Münze. Ab 1903 wurde der Typ in Großbritannien in Birmingham bei Heaton geprägt, dann mit dem H für Heaton, dem richtigen Münzzeichen für diese Prägestätte.
 

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