Motengo
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Im Jahr 2018 gab es in einer Kfz Vermietung in Georgioupolis eine Kassenumstellung. Unter anderem wurden
Rundungsregeln eingeführt und die 1ct und 2ct Münzen aus dem System verbannt. Restbestände wurden in eine
Plastiktüte gepackt und - vergessen. Erfahren hab ich davon im Jahr 2021 oder '22. Seitdem hab ich immer
wieder versucht irgendwie an diese Tüte zu kommen, aber sie war nicht aufzufinden, bis sie in diesem
Frühjahr von unserer Freundin dort beim Aufräumen wiederentdeckt wurde. Nachdem sie das ok von ihrem Chef
erhalten hatte, hab ich die Tüte dann vor 2 Wochen in Empfang genommen und ausgewertet.
Hier mal ein Foto vom Inhalt.
Etwas über die Hälfte der Münzen sind griechischen Ursprungs, der Rest verteilt sich auf auf andere Euroländer
und natürlich waren auch ein paar "Blindgänger" aus nicht Euroländern dabei.
Eine Auswertung der griechischen 1ct und 2ct findet ihr am Ende des Beitrags.
Nun zum Chania-Trip, "bewaffnet" mit Kamera und einer Rolle "Saarschleife-J" sind wir zu fünft morgens in die
Stadt gefahren. Sturmtag, wie viele der Griechen später noch sagten. Meine Definition von Sturm ist als Norddeutscher
allerdings um Nuancen
anders, muss ich dazu sagen. Unterwegs sah ich in der Souda-Bucht vier Kreuzfahrtschiffe ankern und
mir schwante schon, es wird voll. Wir haben dann in Chania gefrühstückt und uns dann getrennt. Wie erwartet waren die
Gassen am Hafen schnell verstopft mit Bändchenträgern, also hab ich mich mit meiner Frau in die Altstadt verzogen und
bin später allein ins Maritime Museum an der alten Festung. Plan war dort vielleicht einige Zweier zu tauschen.
Geklappt hat es nicht, es war als ich dort ankam schon eine Warteschlange an der Kasse, die sich während meiner Zeit dort,
einfach nicht mehr aufgelöst hat. Den Eintrittspreis von 5€ hab ich mit 3 Saarschleifen bezahlt, die dann nicht in der
Kasse landeten, sondern in der Hosentasche des Kassierers. Ein Gespräch darüber war aber leider aus den schon erwähnten
Gründen nicht möglich.
Zwei 2€CC hat dann der Aufenthalt in Chania doch noch gebracht, je einmal 2€-GR-2004-Olymp. Spiele Athen und am
Busbahnhof 2€-2022-Erasmus Programme. Erwähnenswert noch die 4x 1€-GR-2024 in einer Boutique, aus einer "Bauchkasse", wie sie früher in Bussen verwendet wurde und ich sie in Deutschland nur noch von der Weserfähre Farge kenne.
2€CC's gab es insgesamt 12. 2x in Chania, 2x in Georgioupolis, sowie 8 Stk. von Katharina, Betreiberin eines Souvenir-Shops.
Mit ihr hab ich mich auch etwas länger über die griechische Geldpolitik unterhalten. Bis zum Covid Ausbruch war es so,
daß sie ihr Münzgeld hauptsächlich aus zwei Quellen bekommen hat. Quelle eins war ihr Disponent, bei dem sie bei der
Warenbestellung auch Wechselgeld bestellen konnte. Hatte sie zu viel, konnte sie es abgeben und es wurde ihr gut geschrieben.
Alles eins zu eins. Mittlerweile sind Disponenten allerdings dazu verpflichtet, das eingesammelte Münzgeld an die
griechische Nationalbank abzugeben, die es dann an Shop-Betreiber und natürlich auch Märkte verkauft.
Quelle zwei waren die Angestellten der Bars, Cafes etc. die bei ihr das Trinkgeld eingetauscht haben. Heute ist es eher
umgekehrt, viele kommen, um bei ihr Münzgeld zu bekommen, da sie es nach wie vor eins zu eins tauscht.
Ein Effekt dieser "Geldpolitik" ist daher, daß man in vielen Shops und Märkten immer volle Münzfächer in den Kassen sieht.
Ich kann mich noch sehr gut an Zeiten erinnern, als man abends noch schnell etwas eingekauft hat und die Kassen oft fast
völlig ohne Münzen waren. Heute kann es sogar passieren, das man nach Münzgeld gefragt wird. Das hab ich bis vor 3 Jahren
so in Griechenland noch nicht erlebt. Viele Shops tauschen kleine Beträge gar nicht mehr. Mal eben 1€ gegen blinkende
10ct oder 20ct tauschen geht kaum noch. Es ist mühsam geworden, man muss schon öfter einfach mal eine einzelne Banane kaufen, um an Münzen zu kommen. Die griechischen Märkte & Shops horten jetzt ihr Kleingeld, zumindest in Kretas Westen hab ich diese Erfahrung jetzt öfter gemacht.
Aber gut, zu fünft bekommt man dann in 12 Tagen doch einiges zusammen. Die Zahlen stehen in der Tabelle am Ende.
Eine Anmerkung noch zur Anzahl der 5ct Funde (9), Rollen und Beutel scheinen im Verhältis zum Wert doch recht teuer zu sein.
Leider kenne ich den Preis nicht, aber im Verhältnis zu 2024 ist ein spürbarer Mangel an 5ct Stücken vorhanden.
Alles was noch meldewürdig ist werde ich nach und nach den Jahresthreads hinzufügen.
Die nicht-griechischen 1ct und 2ct Münzen aus dem "Fundbeutel" werde ich auch noch auf "Schmankerl" durchsuchen,
erwarte da aber nicht viel. Bei einer groben Durchsicht viel der hohe Anteil an deutschen cents schon auf.
Rundungsregeln eingeführt und die 1ct und 2ct Münzen aus dem System verbannt. Restbestände wurden in eine
Plastiktüte gepackt und - vergessen. Erfahren hab ich davon im Jahr 2021 oder '22. Seitdem hab ich immer
wieder versucht irgendwie an diese Tüte zu kommen, aber sie war nicht aufzufinden, bis sie in diesem
Frühjahr von unserer Freundin dort beim Aufräumen wiederentdeckt wurde. Nachdem sie das ok von ihrem Chef
erhalten hatte, hab ich die Tüte dann vor 2 Wochen in Empfang genommen und ausgewertet.
Hier mal ein Foto vom Inhalt.
Etwas über die Hälfte der Münzen sind griechischen Ursprungs, der Rest verteilt sich auf auf andere Euroländer
und natürlich waren auch ein paar "Blindgänger" aus nicht Euroländern dabei.
Eine Auswertung der griechischen 1ct und 2ct findet ihr am Ende des Beitrags.
Nun zum Chania-Trip, "bewaffnet" mit Kamera und einer Rolle "Saarschleife-J" sind wir zu fünft morgens in die
Stadt gefahren. Sturmtag, wie viele der Griechen später noch sagten. Meine Definition von Sturm ist als Norddeutscher
allerdings um Nuancen
mir schwante schon, es wird voll. Wir haben dann in Chania gefrühstückt und uns dann getrennt. Wie erwartet waren die
Gassen am Hafen schnell verstopft mit Bändchenträgern, also hab ich mich mit meiner Frau in die Altstadt verzogen und
bin später allein ins Maritime Museum an der alten Festung. Plan war dort vielleicht einige Zweier zu tauschen.
Geklappt hat es nicht, es war als ich dort ankam schon eine Warteschlange an der Kasse, die sich während meiner Zeit dort,
einfach nicht mehr aufgelöst hat. Den Eintrittspreis von 5€ hab ich mit 3 Saarschleifen bezahlt, die dann nicht in der
Kasse landeten, sondern in der Hosentasche des Kassierers. Ein Gespräch darüber war aber leider aus den schon erwähnten
Gründen nicht möglich.
Zwei 2€CC hat dann der Aufenthalt in Chania doch noch gebracht, je einmal 2€-GR-2004-Olymp. Spiele Athen und am
Busbahnhof 2€-2022-Erasmus Programme. Erwähnenswert noch die 4x 1€-GR-2024 in einer Boutique, aus einer "Bauchkasse", wie sie früher in Bussen verwendet wurde und ich sie in Deutschland nur noch von der Weserfähre Farge kenne.
2€CC's gab es insgesamt 12. 2x in Chania, 2x in Georgioupolis, sowie 8 Stk. von Katharina, Betreiberin eines Souvenir-Shops.
Mit ihr hab ich mich auch etwas länger über die griechische Geldpolitik unterhalten. Bis zum Covid Ausbruch war es so,
daß sie ihr Münzgeld hauptsächlich aus zwei Quellen bekommen hat. Quelle eins war ihr Disponent, bei dem sie bei der
Warenbestellung auch Wechselgeld bestellen konnte. Hatte sie zu viel, konnte sie es abgeben und es wurde ihr gut geschrieben.
Alles eins zu eins. Mittlerweile sind Disponenten allerdings dazu verpflichtet, das eingesammelte Münzgeld an die
griechische Nationalbank abzugeben, die es dann an Shop-Betreiber und natürlich auch Märkte verkauft.
Quelle zwei waren die Angestellten der Bars, Cafes etc. die bei ihr das Trinkgeld eingetauscht haben. Heute ist es eher
umgekehrt, viele kommen, um bei ihr Münzgeld zu bekommen, da sie es nach wie vor eins zu eins tauscht.
Ein Effekt dieser "Geldpolitik" ist daher, daß man in vielen Shops und Märkten immer volle Münzfächer in den Kassen sieht.
Ich kann mich noch sehr gut an Zeiten erinnern, als man abends noch schnell etwas eingekauft hat und die Kassen oft fast
völlig ohne Münzen waren. Heute kann es sogar passieren, das man nach Münzgeld gefragt wird. Das hab ich bis vor 3 Jahren
so in Griechenland noch nicht erlebt. Viele Shops tauschen kleine Beträge gar nicht mehr. Mal eben 1€ gegen blinkende
10ct oder 20ct tauschen geht kaum noch. Es ist mühsam geworden, man muss schon öfter einfach mal eine einzelne Banane kaufen, um an Münzen zu kommen. Die griechischen Märkte & Shops horten jetzt ihr Kleingeld, zumindest in Kretas Westen hab ich diese Erfahrung jetzt öfter gemacht.
Aber gut, zu fünft bekommt man dann in 12 Tagen doch einiges zusammen. Die Zahlen stehen in der Tabelle am Ende.
Eine Anmerkung noch zur Anzahl der 5ct Funde (9), Rollen und Beutel scheinen im Verhältis zum Wert doch recht teuer zu sein.
Leider kenne ich den Preis nicht, aber im Verhältnis zu 2024 ist ein spürbarer Mangel an 5ct Stücken vorhanden.
Alles was noch meldewürdig ist werde ich nach und nach den Jahresthreads hinzufügen.
Die nicht-griechischen 1ct und 2ct Münzen aus dem "Fundbeutel" werde ich auch noch auf "Schmankerl" durchsuchen,
erwarte da aber nicht viel. Bei einer groben Durchsicht viel der hohe Anteil an deutschen cents schon auf.
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