Gedenkstein zur Ehrung von Max Barduleck

Registriert
01.04.2019
Beiträge
105
Reaktionspunkte
275
Website
numismatik.mario-weidner.de
Liebe Münzfreunde, Numismatiker, Sachsen- und speziell Bardulecksammler

Es war im Jahr 2023 als Dr. Rainer Grund auf dem 20. Deutschen und 30. Mitteldeutschen Münzsammlertreffen in Dresden einen Vortrag zum 100. Todestag des Medailleurs und Graveurs Max Barduleck hielt. Der 1846 in Dresden geborene Barduleck erlernte von seinem Vater das Graveurhandwerk und studierte später an der Dresdner Kunstakademie u.a auch bei Ludwig Richter. Ab 1865 wirkte er an der Münzstätte in Dresden und später in Muldenhütten wobei er insgesamt 46 Jahre als Münzgraveur das Aussehen der Sächsischen Münzen und Medaillen maßgeblich mitgestaltet hat.

Die Sachsen hatten somit fast ein halbes Jahrhundert Münzen in den Händen, deren Stempel von Barduleck geschnitten wurden.

Auch die Mitglieder des Königshauses von König Johann über König Albert bis König Georg oder die skandalumwitterte Prinzessin Luise von Österreich-Toskana als Frau des letzten Sächsischen Königs Friedrich August III. gehörten zu denjenigen, die auf Bardulecks Künste zurückgriffen, wenn darum ging, zu verschiedenen Anlässen Medaillen mit ihren Porträts zu fertigen.

Dr. Rainer Grund stellte im Rahmen seiner Recherchen fest, dass Barduleck in Dresden auf dem Alten Katholischen Friedhof begraben wurde. Betrüblicherweise ist die Grabstätte nicht mehr vorhanden und die Stelle neu belegt, wie die Teilnehmer des Münzsammlertreffens 2023 auf einer Exkursion auf den Friedhof feststellten.

Wir zählen dieses Jahr nun den 180. Jahrestag der Geburt von Friedrich Johannes Maximilian Barduleck. Das ist nun zwar kein ganz rundes Jubiläum aber es ist eins und so beschlossen wir im Numismatischen Verein zu Dresden, ihm ein ehrendes Gedenken zu setzen. Nicht zuletzt, weil Barduleck bis zu seinem Tode ein geschätztes Mitglied des Vereins war.

Die Friedhofsverwaltung, die ähnliche Projekte bereits unterstützt hat, war bereit, dies unweit der Stelle zu ermöglichen, wo einst auf Bardulecks Grabstätte der Spruch zu lesen war: "Nicht im Grabe suche mich, aus den Sternen grüß ich dich".

Es wurde nun vom Dresdner Steinmetz Alexander Sieg ein Sandsteinblock gefertigt, auf dem eine große Bronzeplakette (40 x 80 cm) mit dem Porträt Bardulecks, dem schon genannten Spruch, den Lebensdaten und dem Hinweis auf sein Wirken angebracht ist. Die Platte wurde von unserem Mitglied Gert Rothe entworfen und von der Gebrüder Ihle Bildguss GmbH aus Dresden gefertigt.

Ich kann es vorwegnehmen: Der Stein ist wirklich schön geworden, fügt sich schön in das Gesamtbild ein und steht nur etwa 2 Meter entfernt von der ursprünglichen Grabstelle!

Die feierliche Einweihung des Gedenksteins erfolgt nun am 20.08.2026 um 15:30 Uhr auf dem Alten Katholischen Friedhof in der Dresdner Friedrichstadt.

Wer Lust und Laune hat, ist danach zu den monatlichen Numismatischen Plaudereien (Stammtisch) des Numismatischen Vereins zu Dresden ins Café Friedrichstadt eingeladen. Das Café mit schönem Sommergarten befindet sich nur ein paar Häuser entfernt.

Viele Grüße
Mario Weidner
 
Was für ein schönes Vorhaben. Ich nehme Bardulecks Erinnerungen immer wieder gern zur Hand. Als Reichsmünzensammler freut es mich immer wieder, dass ich durch seine Aufzeichnungen einen noch engeren Bezug zu diesen schönen Münzen bekomme. Könntest Du vielleicht hier in diesem Beitrag nach erfolgter Einweihung ein Bild des Gedenksteines veröffentlichen ? Das wäre nett.
 
Liebe Münzfreunde,

Petrus war uns wohl gesonnen und so konnte die Einweihung des Barduleckgedenkstein in Anwesenheit von Mitgliedern des Numismatischen Vereins zu Dresden, Mitgliedern der Katholischen Friedhofsstiftung und einer Pressevertreterin in bester Weise stattfinden.
Die Numismatikergemeinde und die Stadt Dresden haben nun ein kleines Stück Erinnerung an einen der bekannten sächsischen Graveure und Medailleure des 19. und beginnenden 20 Jahrhunderts dazugewonnen.

Barduleck01.webp

Barduleck02.webp
 
Zurück
Oben