Doppelschlag?

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Hallo miteinander,
bei diesem Neuzugang würde ich die Entstehung gerne nachvollziehen. Wurde die RS zweifach mit leicht versetzter Ronde geprägt?
Vielen dank für eure Einschätzungen!
 

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Ein Mehrfachschlag fällt aus. Kann es auch nicht sein. Wäre nicht partiell und der der Münzgrund des „neue“ Schlages würde das Relief des ersten legalisieren. Und schon gar nicht einseitig. Ich sehe da eine Mehrfachsenkung zu den Stempelrissen. Was auch schon zu sehen ist, dass bei diesen Stücken immer mal auftretende ghosting.
Man könnte noch darüber diskutieren ob der Stempel der Wertseite ein bisschen lockerer war bzw allgemein die Ronde nicht ganz mittig. Kann aber auch am Bild liegen. Außerdem fehlen mir die Kenntnisse über die typische Prägequalität aus der Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Deinem Stück sind die Füße doppelt, der Kopf dafür nicht. Das erinnert mich an dieses Stück im Bild, von dem ich leider nur das Bild habe. Das ist auch ein 1924 D, aber hier hat es nur das vom Betrachter aus rechte Bein erwischt, dafür aber auch sehr deutlich den Kopf. Ich weiß noch nicht, wie man das deuten soll, aber kann das ein Hinweis darauf sein, was genau da passiert ist, wenn es mal diese und mal jene Bereiche erwischt?
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Hallo miteinander,
bei diesem Neuzugang würde ich die Entstehung gerne nachvollziehen. Wurde die RS zweifach mit leicht versetzter Ronde geprägt?
Vielen dank für eure Einschätzungen!
Moin Moin,
wie auch BGK gehe ich von einer starken partiellen Mehrfachsenkung (Zweifachsenkung) der Rs aus.
Ein tolles Beispiel für diesen FP-Typ.
--- Ein Mehrfachschlag würde Mehrfachkonturen des gesamten Reliefs der Rs ergeben. Hinzu kommt noch, dass solch eine FP im Normalfall nicht nur einseitig sichtbar wäre.
--- Möglich wäre dieses Prägebild nur, wenn die Münze, auf dem Unterstempel mit der Ws liegend, nach dem Erstschlag seine Position nicht ändern und der Rs Stempel gleichzeitig "dramatisch" (ge)locker(t) wäre, um diese Abweichung prägen zu können. Gegen dieses Scenario spricht zusätzlich ein klein wenig, dass bei den Prägungen üblicherweise der Rs-Stempel als unterer feststehender in die Maschine eingebaut wird.
Weiteres:
Rs - hier befinden sich im Schwanzbereich drei Stempelrisse. Dabei weisen der echte äußere und der linke zusätzlich teilweise bereits Stempelausbrüche auf.
Ws: Hier vermute ich über die für mich beidseitig von der Wz sichtbaren Konturen, die der Oberkante der Flügelknochen entsprechenden, im Vorfeld eine Leerprägung.
 
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung! wenn ich es richtig verstehe ist die mehrfachsenkung ja eine FP des Stempels. Was ich nicht verstehe ist Wieso dann am Stempel nicht alles etwas verdreht eingeprägt ist sondern nur Teilbereiche?
 
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung!
a) wenn ich es richtig verstehe ist die mehrfachsenkung ja eine FP des Stempels.
b) Was ich nicht verstehe ist Wieso dann am Stempel nicht alles etwas verdreht eingeprägt ist sondern nur Teilbereiche?
Moin Moin,
a) Ja,
b) das erklärt sich daraus, dass es sich um eine partielle, d.h., beim Senken des (Präge)stempels nur teilweise entstandene Mehrfachsenkung handelt. Diese wird dann natürlich nach dem Prägen auch nur dem entsprechend auf der Münze abgebildet.
Eine Mehrfachsenkung knn nur entstehen, wenn sich beim Senkvorgang eines (oder sogar beide) der daran Beteiligten (z.B. Umsenkpatrize und Vorlage für die zu erzeugende Prägematrize) durch fehlerhaftes Einbauen in die Senkvorrichtung mehr oder weniger deutlich bewegen kann - in alle nur denkbaren Richtungen.
 
Moin Moin,
a) Ja,
b) das erklärt sich daraus, dass es sich um eine partielle, d.h., beim Senken des (Präge)stempels nur teilweise entstandene Mehrfachsenkung handelt. Diese wird dann natürlich nach dem Prägen auch nur dem entsprechend auf der Münze abgebildet.
Eine Mehrfachsenkung knn nur entstehen, wenn sich beim Senkvorgang eines (oder sogar beide) der daran Beteiligten (z.B. Umsenkpatrize und Vorlage für die zu erzeugende Prägematrize) durch fehlerhaftes Einbauen in die Senkvorrichtung mehr oder weniger deutlich bewegen kann - in alle nur denkbaren Richtungen.
Danke. Ich stand beim Begriff Mehrfachsenkung erst mal auf dem Schlauch, jetzt habe ich kapiert warum und woduchrch so etwas entsteht.
 
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung! wenn ich es richtig verstehe ist die mehrfachsenkung ja eine FP des Stempels. Was ich nicht verstehe ist Wieso dann am Stempel nicht alles etwas verdreht eingeprägt ist sondern nur Teilbereiche?
Kann man so sagen. Ein Fehler bei der Stempelherstellung. Und da es bereits im Prägestempel fest vorgegeben ist muss man zwingend von mehreren sehr identischen Stücken ausgehen.
Ein optisch ansprechender Fehler aber das ist wahrscheinlich Ansichtssache.
Wie es beim Senken bwz Umsenken dazu kommt wurde ja bereits erklärt.

Der Stempel hat ja noch mehrere Fehler, wie ebenfalls schon gesagt wurde. Vielleicht weil damals nicht so großartig Wert auf Prägequalität gelegt wurde oder einfach alles bis zum letzten Ausgereizt? Keine Ahnung. Jedenfalls kann man sicherlich davon ausgehen, dass man sich zu der Zeit noch keine Gedanken zum Gebiet Fehlprägungen gemacht hat.
 
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