Preisverfall bei Münzen aus dem Kaiserreich?

Mich würde mal interessieren, was B mit den übrigen 900 Euro gemacht hat, die er nicht für die Münze ausgegeben hat. Vielleicht ist er ja in Urlaub von den restlichen 900 Euro gefahren und das Geld ist dann auch weg :lachtot:Aber er hatte einen tollen Urlaub. Oder er hat es für neue Bremsen für sein Auto verwenden müssen. Das jetzt nach 20 Jahren mittlerweile auch auf dem Schrottplatz gelandet ist.

Also der Vergleich hinkt doch. und ich stelle mir stattdessen die Frage, wenn er nicht die eine in Stgl für 1000 Euro sondern stattdessen 10 Stück für 100 Euro gekauft hat, was wären diese 10 Stück heute wert im Vergleich mit der einen für damals 1000 Euro. ;)

Der Vergleich hinkt überhaupt nicht.

Er gibt das Geld wie du schreibst für andere Münzen das Kaiserreichs nach gleicher Logik aus, kommt seinem Sammelziel näher und erspart sich den horrenden Zinsverlust. Oder er legt das Geld finanzwirtschaftlich vernünftig an, - keine sammelfreude aber auch kein Geldverlust. Aber auch wenn für Urlaub, dann hat er eben Freude gehabt und Erinnerungen gesammelt, - wer will sich hier anmaßen, das zu beurteilen.

Und das ist ja genau der Punkt: wer an spitzen Erhaltungen Freude hat, soll sich ja auch daran erfreuen, - ich tue dies selektiv übrigens auch. Aber sich die hohen Ausgaben damit schön zurechnen, dass es ja im Vergleich zu schwachen Erhaltungen die viel bessere wert Anlage ist, ist schlichtweg eine Milchmädchen Rechnung :)
 
Treiben wir das Spiel weiter , A kauft keine Münzen sondern Aktien, die fallen. alles ist futsch.
Wenn du kurz vor Ende deines Lebens sagen kannst, ich habe vieles richtig gemacht, mir genügt das.
Provozierende Frage, was sagt da Olav Scholz?
 
Der Vergleich hinkt überhaupt nicht.

Er gibt das Geld wie du schreibst für andere Münzen das Kaiserreichs nach gleicher Logik aus, kommt seinem Sammelziel näher und erspart sich den horrenden Zinsverlust. Oder er legt das Geld finanzwirtschaftlich vernünftig an, - keine sammelfreude aber auch kein Geldverlust. Aber auch wenn für Urlaub, dann hat er eben Freude gehabt und Erinnerungen gesammelt, - wer will sich hier anmaßen, das zu beurteilen.

Und das ist ja genau der Punkt: wer an spitzen Erhaltungen Freude hat, soll sich ja auch daran erfreuen, - ich tue dies selektiv übrigens auch. Aber sich die hohen Ausgaben damit schön zurechnen, dass es ja im Vergleich zu schwachen Erhaltungen die viel bessere wert Anlage ist, ist schlichtweg eine Milchmädchen Rechnung :)
Für mich geht es in diesen Faden um den Wertverfall (oder auch nicht) von Münzen aus dem Kaiserreich, also welche Münzen nach vielen Jahren mehr Wert verlieren oder gewinnen, stempelglanz- oder ss-Stücke.
Nicht darum, wer wieviel Freude mit dem Sammeln von welchen Stücken auch immer hat, denn wer vermag das, wenn nicht man selbst, schon zu beurteilen.

Wenn du den Wertverlust oder Zugewinn prozentual vergleichst, dann spielt es in der Tat keine Rolle, welche Summe man anfänglich ausgibt. So gesehen sind wir auf gleicher Welle.

Ausserdem steht ja noch gar nicht fest, wer das „Rennen“ gemacht hat. Das hängt von vielen verschiedenen zusätzlichen Faktoren ab. Das könnte sogar von Fall zu Fall unterschiedlich ausfallen.

Unterm Strich gehts hier aber nicht darum, wer glücklicher ist mit seinen Münzen, und auch nicht wer Geld gespart hat und vielleicht in Urlaub gefahren ist, sondern in diesem Faden geht es doch einzig und alleine um die Wertsteigerung (oder -vernichtung) des eingesetzten Kapitals.
 
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Ein paar Heiermänner, aufgenommen mit unterschiedlichen Beleuchtungen.
Wie konnte ich das übersehen? :oops:

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Das zweite matte Stücke sollte schon lange in der Bucht landen. Aus Faulheit lag die Münze mit anderen Heiermännern zusammen schon länger einfach da so rum.
Oh Mann...

Danke für die Inspiration !! :D
 
Letztendlich hängt es doch von den finanziellen Möglichkeiten ab, welche Erhaltungen man sich leisten kann oder will.
Es gibt Sammler, welche problemlos mehrere tausend Euro für eine Münze ausgeben können, andere Sammler müssen sich eine Ausgabe von 100 Euro schon überlegen.
Bei mir ist es so, daß ich beim Kauf einer Münze einfach ein gutes Gefühl haben möchte.
Die Münze soll mir Freude machen (also kein "Schrott" sein) und gleichzeitig ins Budget passen.
Das erfordert oftmals Kompromißbereitschaft oder auch Verzicht.

Bei einem Verkauf tut man sich natürlich mit überdurchschnittlich gut erhaltenen Münzen leichter.
Wobei man auch hier keine Garantie hat, daß man den Kaufpreis wieder hereinbekommt.
 
Provozierende Frage, was sagt da Olav Scholz?
Der sagt, dass er sich gerade nicht genau erinnern kann. Was anderes wird man von dem nie zu hören kriegen, wenn es eng wird für ihn.

Anders als Cummex-Scholz hat dieses Forum ein funktionierendes und sehr weit zurückreichendes Gedächtnis. Ja, es gab mal Zeiten, in denen BRD und häufige Kaiserreichprägungen in freiem Fall waren. 2 Mark 200 Jahre Hohenzollern für einen Zehner in bankfrisch und 15 Euro für den 3er mit der Völkerschlacht oder den rufenden König, auch in fast bfr bis bfr..... Das war mal. Unter einem Fuffi gheht nichts mehr. 2 Mark Kaiser Friedrich 1888 in bfr. für um die 50 Euro ost auch lange vorbei. Findet mal einen Zweier, der nicht kaputtgerieben oder verätzt ist. Da sucht man schon ein wenig. Mit dem freien Fall ist nun Schluss. Nachfrage ist bei den Preisen genug da.

Momentan ist der Markt deswegen leer gefegt. Das muss einem auch nicht wundern, wenn man die richtige Brille auf hat: nehmt mal die Preise von 2000 und rechnet die zu Kursen von 2000 in Gold um und dann rechnet was das Gold (und damit die Kaufkraft der alten Preise) heute ist. Dann sieht man klarer und man sieht auch, warum viel weniger gutes, als früher, angeboten wird.
 
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Wie konnte ich das übersehen? :oops:

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Das zweite matte Stücke sollte schon lange in der Bucht landen. Aus Faulheit lag die Münze mit anderen Heiermännern zusammen schon länger einfach da so rum.
Oh Mann...

Danke für die Inspiration !! :D
Das sind zwei gute Stücke. Das vorab. Sowas würde ich weder einschmelzen lassen, noch verramschen. Dafür gibt es von denen und späteren Ausgaben eine Unmenge an schlechteren Stücken.

Ja, warum ändert sich der Blick?

Weil Münzen mit der Zeit eben immer schlechter ,aber niemals besser werden.

Und so sieht man früher als "wirklich gut", aber nicht "herausragend" eingestufte Stücke plötzlich als das, was sie heute mittlerweile sind: als was Besonderes.

Ich hatte Anfang der 2000er mehrere Kilo 5- und 10 DM Silbermünzen. Alles vz bis fast bankfrisch, aber nicht so gut, dass ich damals gesagt hätte: aufheben, egal, was kommt. Ich habe den ganzen Kram zur Bundesbank gebracht und das Geld anderweitig ausgegeben. Damals gab es noch Krügerränder zwischen 360 und 450 Euro. Da kann man sich ausrechnen, was es für einen DM-Fünfer oder einen 10er an Gegenwert gab. Sehr viel mehr, als das bischen Silber darin damals wert war. Das war damals ganz was anderes, als wen man heute solche Münzen zu 100 % oder 110 % vom Silberwert losschlägt. Damals konnte man sich noch einen Großteil des "Schlagsatzes" zurückholen. Die Unze Silber kostete damals drei bis 5 Euro. Und eine Unze Silberfünfer, das waren um die 11 Euro. Das, was man heute kriegt, ist der Schmelzwert plus ein paar Prozent. Damals gab es etwa das Dreifache davon bei der Bundesbank.

Ab und an findet man in Anlegerposten noch ein schönes Stück. Tendenz: deutlich fallend. Ich habe das bei den niederländischen Gulden beobachtet: gab es vor 4 Jahren in größeren Posten noch das eine oder andere frische Stück, ist das heute schon eine Seltenheit.

Ich möchte garnicht wissen, wie viel bereits eingeschmolzen wurde. Fest steht: beim nächsten heftigen Silberpreisanstieg - und der wird kommen - wandert hier in Deutschland mangels Kaufvermögen interessierter anleger - noch viel mehr in den Tiegel...... Viele würden schon heute gerne kaufen, müssen aber verkaufen, weil das Geld nicht reicht.
 

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Jaja, früher war halt alles besser :p
Im Mittelalter, als man noch mit Ochsenkarren gefahren ist, war die Erderwärmung auch noch kein Thema;)
 
Dann sieht man klarer und man sieht auch, warum viel weniger gutes, als früher, angeboten wird.
Das ist mir auch schon aufgefallen. Ich sammel noch nicht so lang. Gern hätte ich ein paar gute Stücke. Bei mir geht der Anspruch auch in die nicht beriebene Richtung. Ich beschäftige mich intensiv mit den Preisen für gleichwertige Stücke. Lese alte Beiträge etc. Ich muss schon sagen, dass selbst einige Händler unverschämte Preise haben. Nicht nur bei Kaiserreich oder Altdeutschland. Man muss sich nur die Preisspanne bei "gleichen" Anlagemünzen anschauen.
Ich hatte Anfang der 2000er mehrere Kilo 5- und 10 DM Silbermünzen. Alles vz bis fast bankfrisch, aber nicht so gut, dass ich damals gesagt hätte: aufheben, egal, was kommt. Ich habe den ganzen Kram zur Bundesbank gebracht und das Geld anderweitig ausgegeben. Damals gab es noch Krügerränder zwischen 360 und 450 Euro. Da kann man sich ausrechnen, was es für einen DM-Fünfer oder einen 10er an Gegenwert gab. Sehr viel mehr, als das bischen Silber darin damals wert war. Das war damals ganz was anderes, als wen man heute solche Münzen zu 100 % oder 110 % vom Silberwert losschlägt. Damals konnte man sich noch einen Großteil des "Schlagsatzes" zurückholen. Die Unze Silber kostete damals drei bis 5 Euro. Und eine Unze Silberfünfer, das waren um die 11 Euro. Das, was man heute kriegt, ist der Schmelzwert plus ein paar Prozent. Damals gab es etwa das Dreifache davon bei der Bundesbank.
Danke für diese Einblick. Sehr interessant zu lesen
Kann mir jemand vielleicht noch ungefähr sagen was damals also Anfang 2000 oder vorher eine unberiebenes Stück 3 Mark Völkerschlacht in PP gekostet hat?
 
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