Preisfindung spezieller Münzen

Vielen Dank für euere interessanten Meinungen.
Hmm... dann scheinen wohl auch hier die Gesetze der Marktwirtschaft nicht ganz außer Kraft gesetzt zu sein: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Und da es Münzen wie den 5er von Friedrich fast nur in Top-Erhaltung gibt, werden halt auch meist diese Stücke angeboten.
Aber ich seh´s ein: wenn ein 5er von einem anderen Herrscher in Top-Erhaltung angeboten wird, dann gehen die Preise dafür auch schnell über die 100,- bis 150,- € - auch wenn die ursprüngliche Auflage wesentlich höher war als die 200.000 Stück beim Friedrich-5er.

Wobei der Mansfelder da trotzdem ein wenig aus der Reihe tanzt. Aber da kommen dann wohl tatsächlich solche Besonderheiten wie die Schönheit der Münze, die Geschichte der Münze und vielleicht sogar die Trennung Deutschlands (siehe Fusselbärs Beitrag - wirklich ein interessanter Gedanke) zum tragen.

Hallo Alex,
[...]
Die Frage des Mansfelder scheint dich wirklich zu beschäftigen. ;)
[...]

Tja... :o
Ist halt ein schönes Stück und meine anderen Reichsmünzen würden sich sicherlich freuen, diese Münze in ihren Reihen begrüßen zu dürfen, aber bisher fehlte mir irgendwie die Einsicht, so viel Geld für so eine verhältnismäßig häufige Münze zu bezahlen.
Aber ich seh´s schon: irgendwann komm ich halt nicht mehr drumherum und muß das Stück haben... :rolleyes:

Viele Grüße aus Südbaden
Alex.
 
Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass die auch die Gier der Anbieter eine wesentliche Rolle spielt, besonders bei Ebay.com. Obwohl ständig im Angebot und offensichtlich so unverkäuflich, ändert sich da nichts.
"Angebot und Nachfrage" scheinen da keine Wirkung zu erziehlen.
 
Und was auf jeden fall im Moment eine Große Rolle spielt ist das viele Menschen nicht wissen wohin mit dem Geld! Es gibt nicht mehr viele sichere Häfen wo ich mein Geld Investieren kann und Münzen sind da eine echte Alternative! Und die Künker Auktion war erst der Anfang das wird noch viel mehr! Nicht nur die Russen!<?xml:namespace prefix = "o" ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p>
 
AM1978:

Zum Mansfelder gibt es folgendes anzumerken: Regulär sind da 500-700 Euro für "normale" Stücke in vz-St mit den üblichen Randunebenheiten.

Wenn da nun ein Stk an der 1.000 Euro Marke kratzt, kann es sein das es sich hier um eines der wenigen "besseren" Stücke handelt? Ob man dafür fast das Doppelte ausgeben möchte ist Geschmackssache.

Gruß

Thomas
 
Die Silberfünfer auch der volumenstarken Bundesstaaten, also bspw. Preussen, Württemberg, Bayern, Hamburrg o. ä. gehen in Spitzenerhaltung (insbesondere die mit dem "alten" Adler) auch durchaus für vierstellige Beträge raus.
Ich habe z. B. vor Jahren ein 5 Mark-Stück 1876 aus Hamburg in fst ersteigert, das hat damals auch schon um die 1.000,00 EUR gekostet (müsste ich nachsehen), aber deutlich mehr als der hier häufig diskutierte Mansfelder. Und davon abgesehen, finde ich eine Auflage von 30.000 Stück für einen Bundesstaat wie Preussen, der normalerweise bis in die Millionen aufgelegt hat, nicht wirklich hoch, eher sehr im Gegenteil. Ich betrachte den Mansfelder sogar eher fast noch als unterbewertet.
 
[...]
Und davon abgesehen, finde ich eine Auflage von 30.000 Stück für einen Bundesstaat wie Preussen, der normalerweise bis in die Millionen aufgelegt hat, nicht wirklich hoch, eher sehr im Gegenteil. Ich betrachte den Mansfelder sogar eher fast noch als unterbewertet.

Dies würde dann aber voraussetzen, daß es überdurchschnittlich viele Preussen-Sammler gibt.

Ansonsten sorgen die Millionen-Gepräge der Preussen nur für niedrige Preise (leicht über dem Spot) bei der Massenware.
 
Dies würde dann aber voraussetzen, daß es überdurchschnittlich viele Preussen-Sammler gibt.

Preußen ist noch vor Bayern das beliebteste Kaisserreich-Sammelgebiet. Gründe hiervon sind:
1. Im ehemaligen Preußen leben mehr Menschen als in den anderen Sammelgebieten und "Heimatsammeln" war immer schon "in" und wird es wohl auch bleiben.
2. Preußen fasziniert besonders, weil es die dominante Macht in Deutschland war. Der Fußballvergleich: Es gibt auch mehr Bayern-Fans als Hertha-Fans, obwohl Hertha in der bevölkerungsreichsten Stadt spielt.
3. Der Einstieg in die Preußen-Sammlung ist recht leicht, weil man dort günstig beginnen kann. Später will man dann komplett werden und gibt für eine Münze auch mal mehr aus.
 
Wobei, ich würde eh im Zuge der zunehmenden Internationalisierung der Käufer (ich sage bewusst mal nicht "Sammler") nicht differenzieren wollen zwischen "Preussen-Sammler", "Bayern-Sammler", etc.
Es sind eben "Deutsches-Kaiserreich-Käufer". Und bezogen auf das Deutsche Kaiserreich ist der Mansfelder, als eine der letzten Prägungen, ein sehr attraktives Stück (im wahrsten Sinne des Wortes) und, wie ich nach wie vor meine, eher unterbewertet. Aber mal sehen, wohin er sich in Zukunft bewegt.
Wer noch keinen Mansfelder besitzt, gerne aber einen hätte, dem würde ich raten, nicht lange zu warten, sondern eher jetzt noch zuzuschlagen.
 
Wer noch keinen Mansfelder besitzt, gerne aber einen hätte, dem würde ich raten, nicht lange zu warten, sondern eher jetzt noch zuzuschlagen.

Nur keine Panik schüren...ich kenne einen Sammler, der demnächst Schritt für Schritt eine ganze Original-Rolle (ich glaube 40 Stück) auf den Markt bringt. :p

Mir wurde gerade von dem Sammler auch eine Manfeld PP angeboten. Leider leicht berieben. Daher habe ich sie für die geforderten 1100€ nicht genommen. Aber in PP sind die Details der Münze natürlich ein Traum. :eek:
 
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