Italien fordert 1 Euro Schein

1 € schein

Je größer die Nominalen Werte der Münzen und Scheine, desto mehr entsteht der Eindruck, daß man viel davon braucht und/oder viel ausgibt, was dann die Inflation fördert.
Warum 1-5¢ abschaffen ? Dann hätte die kleinste mÜnze 10¢ Wert ob 1 oder 10 macht einen Unterschied im Sinne der Inflation. Genauso wie €200- und € 500-Scheine überflüssig sind: Sie werden kaum irgendwo angenommen und es könnte dazu kommen, daß immer mehr große Scheine haben oder es immer mehr davon gibt.
Ein €1-Schein würde wie schon gesagt die Wertigkeit des € unterstreichen. Mir sind viele Scheine im Portmonaie aus schon genannten Gründen lieber als viele Münzen.
Wenn doch alles angeblich auf lange Sicht billiger werden sollte, dann müßte man immer weniger große Scheine brauchen.
ICh bin für die Beibehaltung der 1-5¢ Münzen, die Abschaffung der €200- und €500-Scheine und die Einführung des €1-Scheins !
Die Eurozone darf keine Inflationszone werden !!!
 
Allein die Stückelung des Geldes löst keine Inflation aus. Die 500- €-Scheine sind schon sinnvoll, wenn man größere Beträge zu verschieben hat (z.B. Autokauf mit Bargeld, weil Scheckeinlösung/Überweisung zu lange dauert). Auf die 200er kann man wahrscheinlich verzichten. Die kann man im Prinzip nur sinnvoll brauchen, um etwas in der Größenordnung von 200 bis 500 € zu kaufen. Und da macht es nicht viel Unterschied, ob ich dann die doppelte Menge 100er mitnehme oder mir auf einen 500er rausgeben lasse.

Das Kupfergeld muss im Prinzip nicht sein. Die Deutschen sind daran gewöhnt, dass es immer den Pfennig gab, aber sinnvoll ist das nicht. Die Herstellungskosten liegen bei den kleinen Münzen teils höher als der Nominalwert und genau betrachtet, hat man keinen nennenswerten Gewinn, wenn man einen einzelnen Cent zurückbekommt. Volkswirtschaftlich muss man auch bedenken, welchen Aufwand das Handling der kleinen Münzen im Handel und bei den Banken verursacht.

Als die DM eingeführt wurde, lag ein durchschnittlicher Verdienst etwa bei 200 DM monatlich. Der Pfennig war also ein Zwanzigtausendstel eines Monatseinkommens. Auf heutige Verhältnisse bezogen entspricht das einem relativen Gegenwert von knapp 10 Cent. Die Relation von 1949 wäre also vollkommen erhalten, wenn es als kleinste Umlaufmünze 10 Cent gäbe. In anderen Ländern wurde die Stückelung regelmäßig der inflationären Entwicklung angepasst, indem mit der Zeit die kleinen Stückelungen verschwunden sind und größere Einheiten hergestellt wurden. Auch die Grenze für den Übergang Münzgeld/Papiergeld wurde entsprechend verschoben. In Deutschland ist so etwas nie passiert, obwohl es sinnvoll gewesen wäre. Bestes Beispiel ist der 5-DM-Schein, der bis zuletzt auch im neuen Design noch fröhlich hergestellt wurde, den aber letztlich niemand haben wollte.
 
@ poerings.
Na, da bin ich doch froh, das ich 5 Mark Scheine gebunkert habe.
:D
Ansonsten stimme ich Deinen Ausführungen zu.
Gruß
Roland
 
Re: 1 € schein

Original geschrieben von dark-pages
ICh bin für die Beibehaltung der 1-5¢ Münzen, die Abschaffung der €200- und €500-Scheine und die Einführung des €1-Scheins !
Und ich bin dafür, dass man es erst einmal bei der derzeitigen Stückelung belässt. Von Problemen bei Automaten (die wohl kaum alle paar Monate umgerüstet werden, weil der Finanzminister eines Mitgliedstaats Papier lieber hat als Metall) mal ganz abgesehen, ist eine gewisse Kontinuität beim Bargeld psychologisch nicht ganz unwichtig ...

Was die Kleinstmünzen (1 und 2 Cent) angeht, könnte man auf sie verzichten, da zumindest beim 1-Ct-Stück die Produktionskosten den Nennwert übersteigen. Das in Deutschland offenbar verbreitete Ammenmärchen, dadurch würden auch die Einzelpreise auf x.y0 oder x.y5 gerundet, kann jeder aus eigener Erfahrung widerlegen, der schon einmal in Finnland oder (bis zur Bargeldumstellung) zum Beispiel in den Niederlanden eingekauft hat. Für Sammlersets kann man die Einer und Zweier ja weiterhin produzieren :)

Tschüs,
Christian
 
Es ist wohl in vielen Ländern schon vor der Euro-Umstellung üblich gewesen, die Preise für Einzelteile im Supermarkt auf x,y9 zu setzen, dann aber den Gesamtpreis für den Einkauf auf x,y5 oder x,10 zu runden. Es entspricht nur nicht den deutschen Gewohnheiten und erfordert somit ein gewisses Umdenken.

Wenn man sich aber vor Augen führt, dass eine großer deutscher
drogerie-markt schon seit Jahren fast unbemerkt seine Preise an der Kasse auf volle 5 Pfennig oder Cent abrundet (immer zu Gunsten des Kunden), sind wir doch so weit gar nicht davon entfernt. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn einfach kaufmännisch gerundet wird. Im Durchschnitt gleicht sich sowas doch aus, und die ganz Ausgefuchsten kaufen dann immer für insgesamt x,y7 und haben jedesmal 2 Cent gespart.

Und beim Tanken beschwert sich doch auch niemand, dass die letzten 0,009 €, die der Liter kostet, nicht bis auf die letzte Nachkommastelle korrekt abgerechnet werden, oder?
 
meine meinung dazu:

die 1 und 2 cent stücke nerven! die müssen weg, selbst obdachlose schnorren mindestens 5 cent! da sieht man mal wie wenig das ist!!
anstatt 20 cent hätte man 25 machen sollen!
ein 5 euro stück wäre gar nicht so schlecht, weil viele abzocker eh dm-euro fast 1:1 rechnen!
den 10er-schein kann man sich schenken, zwei fünfer tun's auch und dann kommt schon der 20er!

jetzt das wichtigste:
ein 0,99-stück muß her! dann kann man alle preise genau bezahlen! das ist mein voller ernst, auch wenn es dumm klingt!
 
€ und Inflation

an poerings:

Die Stückelung löst zwar keine Inflation aus, hat aber einen nicht zu vernachlässigen psychologischen Effekt. Willst du bestreiten, daß je höher die Zahlen auf dem Geld desto eher sinkt der gefühlte Wert.
Dies gilt auch vor allem im Hinblick auf den Vergleich $ - €.
Was die Löhne betrifft ist deine Feststellung sicher richtig. Nur dann sollte der Umtauschwert DM - € anders gewesen sein, um die entsprechende Ratio wie bei der DM-Einführung beizubehalten.
Wie wärs mit 1 € = 19,5583 DM gewesen. Dann wär das 1¢ Stück tatsächlich harte Währung.
Die gleiche Debatte gibt es um das Cent Stück in den USA schon Jahrzente lang. Mit dem Resultat, daß die Mehrheit weiterhin für die Beibehaltung ist. Das hängt allerdings mit den sich ändernden Steuern die auf den Preis in manchen Staaten dazu kommen zusammen.
Fakt ist jedoch, daß jedes Land andere Gewohnheiten hat: In D jede/r die DM lieber hätte. (Tut mir leid, die DM ist inflationiert worden und durch den Euro ersetzt)
In Suomi wird gerundet, usw. Leider ist die Eurokratie um die EZB nicht unabhängig und stark genug, um den Nationalbanken (und Regierungen) bei Alleingängen auf die Finger zu prügeln.
Wenn ein Auto in Bar gekauft wird, braucht man einen größeren Koffer, nicht größere Scheine.
 
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