Italien fordert 1 Euro Schein

Original geschrieben von europa24
Aber wenn es eine 5-Euro-Münze gäbe, hätte man doch
endlich mal was NEUES zu sammeln.:D
Hoffentlich fordern die Franzosen demnächst nicht
noch eine 5-Unzen-Gold Umlaufsmünze zu 100 Euro.


Da wäre ich dafür. Wenn man bedenkt, dass eine Unze Gold derzeit etwa 300 Doller wert ist kann man die Münzen aus dem Umlauf holen und einschmelzen.:D
Und da das dann jeder machen würde wären diese Münzen rar und Schmuckstücke in der Sammlung.:cool:
 
@ hammerhai
Ist mir leider erst aufgefallen nachdem ich den
Beitrag schon geschrieben hatte!
 
Original geschrieben von europa24
Die haben den 2-Dollar-Schein doch auch wieder abgeschafft, oder?
Ich glaube die gibt es jetzt nur noch für Sammler,
sind aber noch gültig.

ich habe mal gehört, daß ALLE in den usa jemals ausgegebenen münzen und briefmarken für immer gültig sind!
 
Die Forderung nach einem 1-Euro-Schein äußerte gestern Finanz-und Wirtschaftsminister Tremonti, der das, zusammengefasst, folgendermaßen begründete:
1) die Italiener halten (offenbar unbewusst) alle Münzen für "Klein"geld, und geben daher zuviel aus, also können sie mit dem Euro nicht umgehen; ein Schein stellt psychologisch einen höheren "Wert" dar.
2) damit würde sich der Euro dem Dollar angleichen.

Meine Meinung: die Italiener sind nicht so doof wie Tremonti glaubt, und haben in der Zwischenzeit sehr wohl begriffen, dass ein Euro fast 2000 alten Lire entspricht; Tremonti will damit nur von seiner eigenen desaströsen Finanz-und Haushaltsploitik ablenken:
Berlusconi hat im Wahlkampf völlig utopische Steuersenkungen und Rentenerhöhungen etc. versprochen, die schon vor einem Jahr unrealistisch waren; statt in der jetzigen viel schlechteren Konjunkturlage der Bevölkerung die Wahrheit zu sagen (dass nämlich eisern gespart werden muss, siehe Italiens Staatsverschuldung), lächelt dieser Möchtegern-Mussolini weiter in die Kameras seiner eigenen Fernsehsender und sagt, das die Wirtschaft bestens läuft. Tremontis Rezept ist es neuerdings, Kunst und Kulturschätze Italiens zu verkaufen und den Euro-Stabilitätspakt aufzulockern. Also, dieses mit dem 1-Euro-Schein ist wirklich nur eine Schwachsinnsidee, ein populistisches Ablenkungsmanöver.

Was mich aber interessiert ist folgendes: Wurde in den Verträgen zum Euro die gegenwärtige Aufteilung (d.h. Münzen bis 2 Euro, Scheine für höhere Werte) genau festgelegt, und für wie viele Jahre? Hätte Italien eine reelle Chance, mit dieser Forderung durchzukommen? Könnte Italien (oder ein anderes Mitgliedsland) vielleicht in einigen Jahren selbst entscheiden, ob es statt eier Münze einen Schein herausgibt?
 
Original geschrieben von Tedesco
Was mich aber interessiert ist folgendes: Wurde in den Verträgen zum Euro die gegenwärtige Aufteilung (d.h. Münzen bis 2 Euro, Scheine für höhere Werte) genau festgelegt, und für wie viele Jahre? Hätte Italien eine reelle Chance, mit dieser Forderung durchzukommen? Könnte Italien (oder ein anderes Mitgliedsland) vielleicht in einigen Jahren selbst entscheiden, ob es statt eier Münze einen Schein herausgibt?

Natürlich kann Italien nicht einfacj 1 Euronoten drucken. Bei Gedenkmünzen ist es möglich den Wert (siehe 5 Euro Österreich) festzulegen, da diese nur im Augabeland Zahlungsmittel sind. Scheine sind aber in der ganzen Euroregion gültig. Deswegen werden die Wertstufen von der EZB festgelegt.
 
Original geschrieben von europa24
Da auf der Europa-Karte, die auf der Münze abgebildet ist mehrere Fehler entdeckt wurden (Deutschland mit DDR, keine Grenze zu Dänemark) wurde diese Münze 1997 zu einem großen Teil nach der Ausgabe wieder eingezogen.
... und bereits im gleichen Jahr durch ein neues 1000-Lire-Stück ersetzt, das im wesentlichen genauso aussah. Nur hatte man auf der neuen Münze die Grenzen entsprechend korrigiert :) Ich hab' diese Münze (beide Versionen) im Dezember 2001 ganz normal aus dem Umlauf "gefischt".

Tschüs,
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
@ chrisild
Hatte ich vergessen zu sagen.Ich habe auch beide
Varianten 97 + die normale von 98 vor 2 Jahren
in Italien aus dem Umlauf geholt.
Zusätzlich auch noch 1000-Lire-Stücke aus
San Marino mit Jahrgängen 97,99 und 2000 !!!
 
Auch bei uns in Österreich...

...hätten viele gern einen 2-Euro-Schein. Unser kleinster früherer Schein war jener zu 20 Schilling, dies sind 1,4 Euro. Tatsächlich stelle ich fest, daß ich jetzt zwar nicht mehr Münzen, aber dafür meist einen höheren Gesamtwert in Münzen in der Brieftasche mit mir herumtrage. Von den Scheinen ganz zu schweigen, da wurde psychologisch und faktisch oft von 10 Schilling (0,7 Euro) auf 1 Euro aufgerundet. Statt unserer 100 Schilling-Scheine holt man sich jetzt halt die gewohnte Menge in 10 Euro-Scheinen, und das sind in Summe immerhin 36,7 % mehr Geldwert.

1 - 5 Cent-Stücke sind übrigens vergleichweise eigentlich weniger in Gebrauch. Viele Geschäfte haben auf ganze 10 Cent gerundet.

Der Wunsch nach kleinen Scheinen kommt wahrscheinlich hauptsächlich aus jenen Ländern, die früher mit geringen Werten pro Währungseinheit gerechnet haben. Immerhin hat sich z.B. in Österreich der Wert einer Währungseinheit (1 Euro = 13,7603 Schilling) mehr als verzehnfacht, das verunsichert viele Konsumenten und hat mache anfangs zu Sorglosigkeit wegen der optisch geringen Beträge, die noch dazu in Münzen bezahlt werden können, verführt. Ein Schein ist wahrscheinlich psychologisch mehr "wert" als eine Münze ...

Soviel zum Seelenleben der 2 Euro-Scheine. Wien ist halt die Stadt von Sigmund Freud.

Beste Grüße,
Bruno
 
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