Gute Nachrichten für Schwarzhändler (in allen Verkaufsbereichen)

Moin

Wie sieht das eigentlich in der kleinen Bucht aus, dort ist ja Barzahlung möglich und der Einsteller kann ja auch die Ware so aus dem Verkauf genommen haben, ohne die verkauft zu haben?
Im Endeffekt ist jeder für seine eigene Steuer-Ehrlichkeit selbst verantwortlich. Bei großen Plattformen wie ebay & Co. wird nun etwas nachgeholfen, aber es bleiben immer noch viele Möglichkeiten, wo Steuer-Unehrlichkeit unentdeckt bleiben könnte.
 
Recht hast. Ich schicke entsprechende deutsche Münzen ins Ausland und bekomme z.B. dafür Niobmünzen aus Österreich von meinem Tauschpartner. Was mache ich wenn ich z.B. die 5er und 10er Österreich Silber in Blister wieder abstoßen möchte? Da gilt es mit dem Nominal aber nicht.
Die hat dein Tauschparner ja sicherlich auch nicht schwarz gekauft, sondern zum Ausgabepreis bei der Münze Österreich oder seiner Bank. Soll er sich halt beim nächsten Mal eine Quittung geben lassen und dir einen Scan schicken.
Oder du stellst sie hier im Forum in die Tauschbörse ein und holst dir wieder 20er dafür...
 
Um welche Steuer handelt es sich denn eigentlich? Wie hoch ist der Steuersatz und wie wird diese Steuer abgeführt?
 
Um welche Steuer handelt es sich denn eigentlich? Wie hoch ist der Steuersatz und wie wird diese Steuer abgeführt?
Das kommt auf den Einzelfall an.

Beispiel 1. Verkäufer macht mit einer geringen Anzahl Münze ohne Gewinnerzielungsabsicht 601,- Euro Gewinn. Dann wäre dies komplett Einkommensteuerpflichtig und aus meiner Sicht war es das.

Beispiel 2. Verkäufer verhöckert eine große Anzahl Münzen (z.B. im Vorkauf, muss aber nicht zwingend sein) und erzielt 601,- Euro Gewinn. Das wäre ebenfalls Einkommensteuerpflichtig. Dazu noch Gewinnerzielungsabsicht, ergo unterstellt das FA Gewerbliches Handeln. Dann käme noch Umsatzsteuer dazu.

Beispiel 3. wie Beispiel 2, nur 401 Euro Gewinn. Trotzdem gleiche Konsequenzen wie in Beispiel 2, da Gewinnerzielungsabsicht.

Beispiel 4. Macht euch doch nicht alle verrückt!
 
Das kommt auf den Einzelfall an.

Beispiel 1. Verkäufer macht mit einer geringen Anzahl Münze ohne Gewinnerzielungsabsicht 601,- Euro Gewinn. Dann wäre dies komplett Einkommensteuerpflichtig und aus meiner Sicht war es das.

Beispiel 2. Verkäufer verhöckert eine große Anzahl Münzen (z.B. im Vorkauf, muss aber nicht zwingend sein) und erzielt 601,- Euro Gewinn. Das wäre ebenfalls Einkommensteuerpflichtig. Dazu noch Gewinnerzielungsabsicht, ergo unterstellt das FA Gewerbliches Handeln. Dann käme noch Umsatzsteuer dazu.

Beispiel 3. wie Beispiel 2, nur 401 Euro Gewinn. Trotzdem gleiche Konsequenzen wie in Beispiel 2, da Gewinnerzielungsabsicht.

Beispiel 4. Macht euch doch nicht alle verrückt!

An einen privaten, steuerfreien Verkauf sind hohe Hürden gestellt.
Es fängt bereits damit an, dass die Steuerfreiheit bei privaten Geschäften durch Beleg der Haltedauer nachgewiesen werden muss:

Faktisch ist es so, dass man im Zweifel für jeden Gegenstand den Kaufbeleg besitzen muss, um die Haltedauer von mindestens einem Jahr auch beweisen / belegen zu können.

Hinzu kommt, dass man auch noch die Herkunft des Kaufpreises nachweisen oder plausiebel belegen muss (beispielsweise durch zeitnahe Abhebungen bei Tafelgeschäften).

Also immer alles an Rechnungen gut aufheben und auch die Kontoauszüge so archivieren, dass sie nicht verbleichen bzw, einscannen und ausdrucken.

Bis dahin ist das für mich noch alles verständlich.


Was die Abmahnungen angeht: ich verstehe, wenn angemeldete und steuerzahlende Gewerbetreiber gegen schwarze Schafe vorgehen und einen Anwalt beauftragen abzumahnen. Bis auf diesenm, einen Punkt habe ich für´s Abmahnwesen aber Null Verständnis.


Irrsinnig wird es in meinen Augen, wenn jemand seine Sammlung auflösen will und seine Münzlein zeitnah einzeln einstellt. Wenn jemand 100 Münzen verkauft und dabei 800 Euro einnimmt, ist das für mich kein Gewerbetreibender. Das wird der erst dadurch, wenn der auch zeitgleich immer wieder Münzen kauft, die er kurz danach veräußert.

Irrsinnig wird es auch deswegen, weil: wenn er denn seine Belege hat und einen Verlust nachweist, kann er als Gewerblicher diesen geltend machen. Der Aufwand das alles aufzustellen und in Form einer Betriebsprüfung prüfen zu müssen ist in meinen Augen völlig unangemessen.

Oder: Lieschen Müller zieht in 3 Monaten vom Land ind Richtung Stadt jobbedingt in eine deutlich kleinere Wohnung um und verkauft Kleidung, Bücher, Einrichtungsgegenstände und hat 90 Artikel zu verkaufen. Von der Jacke bis zum Buch. Dann ist sie Händlerin.

Bei allem Respekt vor unserem Gesetzgeber:
(1) das hat in meinen Augen schon enteignende und klar stark autoritär-dirigistische und damit bürgerfeindliche Züge. Man ist so gezwungen an Händler zu verkaufen und weil das bei geringwertigen Dingen ("Krempel", "Lumpen") meist nicht möglich ist: wegzuwerfen.
(2) Nachhaltig ist das nicht, ganz im Gegenteil. Es ist ja "schön", sich Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf die Fahne zu schreiben und dann hinten herum alles zu tun, um das zu vereiteln.
(3) Finanzbeamte, die alles prüfen müssen kosten auch viel Geld. Wo ist da die Angemessenheit? Und so weiter.
 
Hinzu kommt, dass man auch noch die Herkunft des Kaufpreises nachweisen oder plausiebel belegen muss (beispielsweise durch zeitnahe Abhebungen bei Tafelgeschäften).
- eine Abhebung vom Girokonto ist für das Finanzamt noch kein Indiz für einen Kauf. Eigenbelege für Tafelgeschäftskäufe gelten bei einer Steuerprüfung nicht.

Irrsinnig wird es auch deswegen, weil: wenn er denn seine Belege hat und einen Verlust nachweist, kann er als Gewerblicher diesen geltend machen. Der Aufwand das alles aufzustellen und in Form einer Betriebsprüfung prüfen zu müssen ist in meinen Augen völlig unangemessen.
... finden die gewerblichen Händler auch, sind aber zur ordnungsgemäßen Buchhaltung von Rechts wegen verpflichtet.

Oder: Lieschen Müller zieht in 3 Monaten vom Land ind Richtung Stadt jobbedingt in eine deutlich kleinere Wohnung um und verkauft Kleidung, Bücher, Einrichtungsgegenstände und hat 90 Artikel zu verkaufen. Von der Jacke bis zum Buch. Dann ist sie Händlerin.
Sie ist dann lediglich Händlerin im verbraucherrechtlichen Sinn: Impressum, Widerrufsbelehrung, Versandrisiko beim Versender, etc.
 
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- eine Abhebung vom Girokonto ist für das Finanzamt noch kein Indiz für einen Kauf. Eigenbelege für Tafelgeschäftskäufe gelten bei einer Steuerprüfung nicht.


... finden die gewerblichen Händler auch, sind aber zur ordnungsgemäßen Buchhaltung von Rechts wegen verpflichtet.


Sie ist dann lediglich Händlerin im verbraucherrechtlichen Sinn: Impressum, Widerrufsbelehrung, Versandrisiko beim Versender, etc.


"eine Abhebung vom Girokonto ist für das Finanzamt noch kein Indiz für einen Kauf. Eigenbelege für Tafelgeschäftskäufe gelten bei einer Steuerprüfung nicht." Die kann aber der Nachweis des Kaufpreises sein, also der Nachweis dafür, wo das Geld herkommt, dass dauf der Quittung des Tafelgeschädtes steht.

"... finden die gewerblichen Händler auch, sind aber zur ordnungsgemäßen Buchhaltung von Rechts wegen verpflichtet."
nur: dass Lieschen Müller nach wie vor keine Händlerin ist, abhängig beschäftigt arbeitet und nur ihren alten Kram verkauft und dann lange nichts mehr. Was hier fehlt ist das Kriterium, dass es (verkaufen) der gewerbliche ständig tut ubnd darüber hinauis auch regelmäßig zum Verkauf ankauft.

"Sie ist dann lediglich Händlerin im verbraucherrechtlichen Sinn: Impressum, Widerrufsbelehrung, Versandrisiko beim Versender, etc." Wegen dieser und anderer Risiken schmeißen Privatleute ihren Krempel dann besser weg oder sehen sich gezwungen bessere Sachen an einen Händler zu verkaufen. Das kommt faktisch einer Teil-Enteignung gleich. Hier läuft das Recht amok und wird als Instrument eingesetzt, Bürger zu drangsalieren, zu kriminalisieren und als Rechtsbrecher zu stigmatisieren. Ich denke, dass das sowohl gegen das normale Anstandsempfinden, als auch gegen den Geist des Grundgesetzes verstößt.
 
Mit solchen Aufsätzen wie #37 und #39 kann man sich selber etwas klar machen. Manchmal hilft es nämlich über bestimmte Sachen etwas niederzuschreiben und dann nochmal durchzulesen.

Aber warum (in aller Welt) muss das in einem öffentlichen Forum passieren? "Hier" ist nicht die Plauderecke...
Drück doch einfach mal nicht auf den blauen Button unten rechts, sondern auf den Drucken Button auf deinem PC und lies es dir mehrmals durch...
Das hilft dir u. U. mehr und schont die Forumsmitglieder, die an "echten" Informationen interessiert sind.
 
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