Goldmünzen als Altersvorsorge?

Der Sommer ist vorbei, das Loch muss nicht mehr gestopft werden.
Es hat sich abgesehen vom Preis absolut nichts geändert.
 
@ Kempelen,
Ich habe auf deine Anregung hin mal in die ersten Seiten des Threads
reingeguckt.

Natürlich hat die Thematik große Relevanz und auch Brisanz.

Gerade vor dem Hintergrund eines eher bescheidenen Rentenniveaus
bei davon galoppierenden Lebenshaltungskosten.

Wer heutzutage als Rentner ab und zu eine Goldmünze verfrühstücken kann
ist, bzw. war gut beraten wenn er vorgesorgt hatte.
 
Wer heutzutage als Rentner ab und zu eine Goldmünze verfrühstücken kann
ist, bzw. war gut beraten wenn er vorgesorgt hatte.
Seid gegrüßt!
Warum @moppel65 den Aufgriff von @Kempelen abgebügelt hat, habe ich auch nicht verstanden.
Jeder der in die Pflege/Heim etc kommt wird gnadenlos durchleuchtet.
Mein jüngster Enkel hat in seiner Lehre (Elektroniker) regelmässig in den Heimen Batteriewechsel (Rauchmelder) etc. gemacht, er erzählte mir, dass in allen Zimmern im laufendem FS -Bares für Rares- lief. Was läuft dann im Kopf ab, das hatte ich auch mal und jetzt wurde alles .................?
 
Seid gegrüßt!
Warum @moppel65 den Aufgriff von @Kempelen abgebügelt hat, habe ich auch nicht verstanden.
Jeder der in die Pflege/Heim etc kommt wird gnadenlos durchleuchtet.
Mein jüngster Enkel hat in seiner Lehre (Elektroniker) regelmässig in den Heimen Batteriewechsel (Rauchmelder) etc. gemacht, er erzählte mir, dass in allen Zimmern im laufendem FS -Bares für Rares- lief. Was läuft dann im Kopf ab, das hatte ich auch mal und jetzt wurde alles .................?
Wer jeden Monat eine Doppelkrone verkloppen kann, erhöht seinen finanziellen Spielraum dementsprechend.
 
Mittlerweile gibt es für Gold wieder mehr Eisdielen-Speiseeis, als noch 1970 (1 Unze 35 Dollars x 4,20 DM je Dollar), wo die Kugel 10 Pfennige kostete. Klar: wer Gold hat, hat immer Geld. Und: in diesen Wissen schmeckt das eis noch besser.

Klar ist Gold auch weiter sicherer, als der Euro, dessen zukünftiger Wertverlauf oder genauer: dessen zukünftige Abwertung beim allerbesten Willen völlig unkalkulierbar ist.

Um Gold kaufen zu können, braucht man aber acht bis zehnmal mehr Euros als 2002. Und so stark sind die Einkommen in der Zeit nicht mitgestiegen.

Die Situation jetzt ist für Goldkäufer unglich diffiziler, als damals. Wenn ich sowas hier heute für (mit Zoll und einfuhrumsatzsteuer) unter 800 kriege, dann zahle ich, bezogen auf den "Brownschen Goldboden" weniger als 70 Euro für diese Münze. Und nun überlege ich vor mich her: was hätte ich im Zeitraum 1998-2003 gemacht, wenn mir so eine Münze für 150 DM angeboten worden wäre: die Münze gekauft oder 8 bis 10 Gramm Gold gekauft?. Die Antwort ist klar: ich hätte 22 bis 27 Jahre mehr Freude gewählt und die 8 bis 10 Gramm sausen lassen...... Damals hätte mir der Spaß auf einer Auktion mindestens einen halben bis einen Krügerrand gekostet, evtl. hätten andere 1.000 und mehr DM gelöhnt und mich (wie viel zu oft) überboten. Ich war es dann, was Sammlermünzen angeht, auch irgendwann satt, war frustriert und war raus.... Irgendwann mal war was liegengeblieben (Nachverkauf), das hatte ich am Auktionstag leider nicht angesehen, also bin ich wieder dahin (zum Künker nach Osnabrück). Kann sein, dass ich dann doch noch zum Zuge kam - ich weiß es nicht mehr. Bei der Gelegenheit ließ ich mir mal zeigen, was so an Weltgoldmünzen der 60er bis 80 er Jahre da war. Die lagen wie Blei in den Regalen und es gab sie mit einem vertretbaren Aufschlag auf den Materialwert. Haiti, 1.000 Goudres von 1967, eine fast perfekte PP von "Doc" Du Vallier, geprägt anlässlich seines 60. Geburtstages oder die offizielle Variante: zum 10. Jahrestags der "Revolution" - hatte es mir angetan. Politisch damals, wie heute völlig inkorrekt - aber dekorativ und spitzenmäßig erhalten..... vom heutigen Metallwert könnte man heute schon mit einer kleinen Familie ein halbes Jährchen bescheiden von leben....
Keine Ahnung, ob es dafür einen echten numismatischen Wert gibt (wahrscheinlich so gut wie kaum). Das Meiste wird wohl schon seit langem eingeschmolzen worden sein. Irgendwann heiße es dann in Nachschlagewerken: "reported not confirmed".... oder: in den letzten .... Jahren nicht mehr am Markt beobachtet. Schon früher beobachtet: Geht der Preis von Gold (und auch bei Silber gilt das) nahezu senkrecht hoch, leeren sich Händlerlager schwer verkäuflicher Edelmetallmünzen (Bullion und nahe Bullion) schlagartig. Bei der Schmelze spart man sich die weitere Käufersuche und es gibt schnelles Geld, wenn das "Ziel" erreicht oder überschritten ist - ist das der schnelle, bequeme und vermeintlich "sichere" Weg.

Es gibt somit zwei Probleme: den Euro und das "Armutsproblem".

Vielleicht stellt der eine oder andere Fast: Freude ist auch was wert. "Darben" egal ob seelisch oder materiell" kann man immer noch später.....
 

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Die Antwort: " Kauft heute. Morgen wird es teurer sein ". Langfristig sehe ich Gold bei 5000 Euro pro Unze, doch das gehört wohl eher in den Goldthread.
Hallo Matthias

Auch ich sehe Gold als ein Standbein für die Altersvorsorge (neben Rente, Immobilien, Aktien, Bankeinlagen etc.).
Wer vor Jahren regelmäßig Gold gekauft hat, kann es durchaus als Rücklage fürs Alter betrachten (vorausgesetzt, der Goldpreis stürzt nicht wieder ab).

Beim heutigen Goldpreis ist es für Neuanleger aber sehr schwierig, sich noch eine Goldreserve aufzubauen.
Hat man im Jahr 2002 für 200 Euro noch eine halbe Unze Gold bekommen, sind wir heute bei 2 Gramm Gold.

Natürlich muß man sich für die Altersvorsorge nicht jeden Monat eine Goldmünze beiseite legen.
Es ist sowieso besser, sich beispielweise lieber vierteljährlich eine halbe Unze Gold zu kaufen, als monatlich eine 1/8 Unze, da kleine Stückelungen relativ teuer sind.
Gerade aber die Teile der Bevölkerung, die im Alter eine eher niedrige Rente bekommen werden, können sich Gold heute nicht mehr in der notwendigen Menge leisten, um es als tragfähigen Teil der Altersvorsorge verwenden zu können.

Deswegen meine ich, muß man den Threadtitel heute unter einem anderen Blickwinkel sehen, als noch vor 10 oder 12 Jahren. Wobei die Eingangsfrage natürlich immer noch ihre Berechtigung hat.
 
Also, auf dem jetzigen Preisniveau eine passable und vernünftige
Goldreserve aufzubauen halte ich für ein ziemlich schwieriges Unterfangen.
Vielleicht dann, wenn man einen Lottogewinn zur Verfügung hat, oder
seine Brötchen als Fußballprofi verdient.

Das ist so ähnlich wie an der Börse. Wird in großen Lettern auf Titelseiten
auf die tolle Anlagemöglichkeit hingewiesen, dann ist der Zug meistens schon
lange abgefahren.

Aber da gibt’s den kleinen Bruder. Silber.
Auch schon angesprungen, doch ich vermute prozentual ein höheres Potenzial
als bei Gold. Auch mit kleinerem Geld physisch ansparbar.

Was genaues weiß keiner.
Mesodor, wie sieht denn die Eiskugelkalkulation auf Silberbasis aus?
 
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Ganz einfach: Anfang der 90er kostete das Kilo an der Börse mal kurz 180 DM - etwa 300 Kugeln Eis. Demnach sind wir schon lange jenseits von Gut und Böse. Bei ungefähr zwei Dollars je Unze um 1970 sieht das anders aus: 1 Unze = 84 Kugeln - da ginge noch sehr viel.

Wenn Du so rechnest - schau auf Platin. 1 Unze macht, bei etwa 180 USD /Unze (Schwankung war zwischen 116 und 195 USD) etwa 7.600 Kugeln.....

Man kann - aber auch ganz eimnfach - langfristige Ratios betrachten.

Bitte nicht als Anlageempfehlung oder gar Handlungsanweisung missverstehen: jeder macht seinen Kram selbst auf eigenes Risiko und eigene Chance.

Sowohl Gewinn, als auch Verlust haben eine Zentralursache im Einkauf. Theoretisch ist es einfach: billig einkaufen und teuer verkaufen. Schwierig ist rauszukriegen, was "billig" ist. Ratios können da helfen.

Das bedeutet nicht, dass ihr auch den zweiten Teil, das Timing beim Verkauf, hinkriegt.
 
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