Mittlerweile gibt es für Gold wieder mehr Eisdielen-Speiseeis, als noch 1970 (1 Unze 35 Dollars x 4,20 DM je Dollar), wo die Kugel 10 Pfennige kostete. Klar: wer Gold hat, hat immer Geld. Und: in diesen Wissen schmeckt das eis noch besser.
Klar ist Gold auch weiter sicherer, als der Euro, dessen zukünftiger Wertverlauf oder genauer: dessen zukünftige Abwertung beim allerbesten Willen völlig unkalkulierbar ist.
Um Gold kaufen zu können, braucht man aber acht bis zehnmal mehr Euros als 2002. Und so stark sind die Einkommen in der Zeit nicht mitgestiegen.
Die Situation jetzt ist für Goldkäufer unglich diffiziler, als damals. Wenn ich sowas hier heute für (mit Zoll und einfuhrumsatzsteuer) unter 800 kriege, dann zahle ich, bezogen auf den "Brownschen Goldboden" weniger als 70 Euro für diese Münze. Und nun überlege ich vor mich her: was hätte ich im Zeitraum 1998-2003 gemacht, wenn mir so eine Münze für 150 DM angeboten worden wäre: die Münze gekauft oder 8 bis 10 Gramm Gold gekauft?. Die Antwort ist klar: ich hätte 22 bis 27 Jahre mehr Freude gewählt und die 8 bis 10 Gramm sausen lassen...... Damals hätte mir der Spaß auf einer Auktion mindestens einen halben bis einen Krügerrand gekostet, evtl. hätten andere 1.000 und mehr DM gelöhnt und mich (wie viel zu oft) überboten. Ich war es dann, was Sammlermünzen angeht, auch irgendwann satt, war frustriert und war raus.... Irgendwann mal war was liegengeblieben (Nachverkauf), das hatte ich am Auktionstag leider nicht angesehen, also bin ich wieder dahin (zum Künker nach Osnabrück). Kann sein, dass ich dann doch noch zum Zuge kam - ich weiß es nicht mehr. Bei der Gelegenheit ließ ich mir mal zeigen, was so an Weltgoldmünzen der 60er bis 80 er Jahre da war. Die lagen wie Blei in den Regalen und es gab sie mit einem vertretbaren Aufschlag auf den Materialwert. Haiti, 1.000 Goudres von 1967, eine fast perfekte PP von "Doc" Du Vallier, geprägt anlässlich seines 60. Geburtstages oder die offizielle Variante: zum 10. Jahrestags der "Revolution" - hatte es mir angetan. Politisch damals, wie heute völlig inkorrekt - aber dekorativ und spitzenmäßig erhalten..... vom heutigen Metallwert könnte man heute schon mit einer kleinen Familie ein halbes Jährchen bescheiden von leben....
Keine Ahnung, ob es dafür einen echten numismatischen Wert gibt (wahrscheinlich so gut wie kaum). Das Meiste wird wohl schon seit langem eingeschmolzen worden sein. Irgendwann heiße es dann in Nachschlagewerken: "reported not confirmed".... oder: in den letzten .... Jahren nicht mehr am Markt beobachtet. Schon früher beobachtet: Geht der Preis von Gold (und auch bei Silber gilt das) nahezu senkrecht hoch, leeren sich Händlerlager schwer verkäuflicher Edelmetallmünzen (Bullion und nahe Bullion) schlagartig. Bei der Schmelze spart man sich die weitere Käufersuche und es gibt schnelles Geld, wenn das "Ziel" erreicht oder überschritten ist - ist das der schnelle, bequeme und vermeintlich "sichere" Weg.
Es gibt somit zwei Probleme: den Euro und das "Armutsproblem".
Vielleicht stellt der eine oder andere Fast: Freude ist auch was wert. "Darben" egal ob seelisch oder materiell" kann man immer noch später.....