Erhaltungseinschätzung Münzen Altdeutschland

für mich ein vz aus PP bzw EA
Sind Stempel für PP‘s und Stempel für normale Münzen, wo die ersten Prägungen dann als EA‘s bezeichnet werden zweierlei Stempel in der Herstellung?

Bei der kleinen Auflage könnte es doch so gewesen sein, dass es nur einen Stempel gegeben hat, entweder einen PP Stempel Oder einen „normalen“ Stempel.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die ersten 100 bis 200 geprägten Münzen eines neuen Stempels als EA (mit fließenden Übergang) bezeichnet werden. Vielleicht gibt es bei dem Stück keine „echten“ PP‘s?

Oder aber: es sollen ja PP Stempel teilweise doch weiter für die normale Produktion weiterverwendet worden sein. Vielleicht gab es nur einen PP Stempel, der dann für die knapp 2000 Stücke weiter verwendet wurde?

Schwierig, wer weiß mehr, ich bin kein Stempel- und Prägetechnikexperte :)
 
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Anhängend aus Klein/Raff "Die Württembergischen Medaillen von 1864-1933" die Hintergründe
über den Münster-Doppeltaler 1869 und 1871
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Anhängend aus Klein/Raff "Die Württembergischen Medaillen von 1864-1933" die Hintergründe
über den Münster-Doppeltaler 1869 und 1871
Super, vielen Dank für die Literaturauszüge!
Hätte man mit dem Teil denn auch bezahlen können? Immerhin ist es ja jetzt zumindest in einem Münzkatalog gelistet ....
 
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Super, vielen Dank für die Literaturauszüge!
Hätte man mit dem Teil denn auch bezahlen können? Immerhin ist es ja jetzt zumindest in einem Münzkatalog gelistet ....
Wie geschrieben, war der Münster-Doppelthaler kein offizielles Zahlungsmittel, aber aufgrund des Silbergehalts könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es damals jemand als Zahlungsmittel angenommen hat.

Du könntest Dein Stück mal wiegen, ich vermute, dass es ein Feinsilberabschlag ist.
Meiner wiegt 33,45 gramm

AKS 131 Doppeltaler Ulmer Münster Karl 1869.webp
 
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Du könntest Dein Stück mal wiegen, ich vermute, dass es ein Feinsilberabschlag ist.
Meiner wiegt 33,45 gramm
Toll, Gratulation zum seltenen Stück! Wie kommt man an so etwas (falls man das fragen darf)?
Meiner hat 37,15g, also ca. das Gewicht der Normalprägung ....
 
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Es sind doch sonst keine Medaillen im AKS, der ja eben auch "Münzkatalog" heißt?

Doch, es sind im AKS auch andere Medaillen drin. Es handelt sich meistens um Medaillen, die entweder vom Wert her einer Münze entsprechen (z.B. im Wert eines Doppeltalers wie in deinem Fall) oder die in der Größe einer entsprechenden Münze hergestellt wurden und den "normalen" Umlaufmünzen ähneln. Hier mal die Beispiele aus meinem Sammelgebiet:

Medaille zum Münzbesuch 1839 (AKS 113)
geprägt mit der Bildseite und auf Ronden der normalen Umlaufmünzen

088 - Münzbesuchstaler Sachsen 1839.webp



Medaille zur 100-Jahr-Feier der Bergakademie Freiberg (AKS 158b)
im Feinsilber mit Gewicht von 33,4 g --> entspricht dem Wert eines Doppeltalers

128 - Doppeltaler-Medaille Sachsen 1866.webp



Medaille zur 800-Jahr-Feier des Hauses Wettin (AKS 171a)
in Größe eines 5-Mark-Stückes, geprägt mit der Bildseite der normalen Umlaufmünzen

159 - Silbermedaille 5-Mark-Größe Sachsen Albert 1889.webp



Bronzemedaille zur 800-Jahr-Feier des Hauses Wettin (AKS 171b)
in Größe eines 5-Mark-Stückes, geprägt mit der Bildseite der normalen Umlaufmünzen

160 - Kupfermedaille 5-Mark-Größe Sachsen Albert 1889.webp



Medaille zum Münzbesuch 1892 (AKS 172)
in Größe eines 2-Mark-Stückes, geprägt mit der Bildseite und auf Schrötling der normalen Umlaufmünzen

163 - Medaille 2-Mark-Größe zum Münzbesuch von König Albert 1892.webp



Medaille zum Münzbesuch 1903 (AKS 179)
in Größe eines 2-Mark-Stückes, geprägt mit der Bildseite und auf Schrötling der normalen Umlaufmünzen

173 - Medaille 2-Mark-Größe zum Münzbesuch von König Georg 1903.webp



Medaille zum Münzbesuch 1905 (AKS 187)
in Größe eines 2-Mark-Stückes, geprägt mit der Bildseite und auf Schrötling der normalen Umlaufmünzen

181 - Medaille 2-Mark-Größe zum Münzbesuch von König Friedrich August III 1905.webp
 
Ah, okay, interessant, die sächsischen "Münzbesuche" kenne ich freilich .... Bei den Württembergern ist der Münster-Doppeltaler tatsächlich der einzigste Typ in dieser Kategorie, auch bei den Bayern ist mir das bisher noch nicht untergekommen (da gibt es, wie ich jetzt gesehen habe, bei der ganzen Vielzahl ebenfalls nur einen Typ in dieser Kategorie, AKS 186, Golddoppeldukat). Scheint in Sachsen gebräuchlicher gewesen zu sein.
 
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Wie geschrieben, war der Münster-Doppelthaler kein offizielles Zahlungsmittel, aber aufgrund des Silbergehalts könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es damals jemand als Zahlungsmittel angenommen hat.

Du könntest Dein Stück mal wiegen, ich vermute, dass es ein Feinsilberabschlag ist.
Meiner wiegt 33,45 gramm

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Schönes Stück, eines der seltenen 80 Stück sozusagen :respekt:
 
Hier noch weitere Thaler ohne oder abweichender Währungsbezeichnung, dazu noch ein Groschen ohne Währungsbezeichnung ...
 

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