Erhaltungseinschätzung - 2 Mark Hessen 1876

Auf Deinem letzten Foto kann man den Prägeglanz gut erkennen.

Handelt es sich hier um das altbekannte Phänomen, dass wir eine schwäche Ausprägung bzw. einen etwas müden Stempel haben und dies mit Abrieb verwechseln?

Auch auf der Adlerseite sind m.E. nicht alle Details optimal ausgeprägt.

Bei der Adlerseite könnte ich einem vz zustimmen; bei der Kopfseite habe ich da, ehrlich gesagt, ein wenig Bauchweh

Hab mal noch ein Foto der Rückseite gemacht. So viele Fotos, wie von diesem Stück habe ich auch noch nie gemacht :). Welche Details findest du nicht optimal ausgeprägt. Prägeglanz ist komplett auf der Rückseite vorhanden.

Das sind zwei unterschiedliche Fragen ;-)

Wenn Du fragen würdest: Gibt es bei Auktionen bessere Bewertungen für ähnliche Münzen als die Bewertung die Ihr mir für meine Münze gebt, dann kann man die locker mit Ja beantworten.
Kronerogøre hat es gut auf den Punkt gebracht. Verkäufer bewerten die Münzen eher nach dem Schön und Käufer eher nach Jaeger.

Gruß Bofried

Ja, das mit den Auktionen ist eher eine Feststellung ;). Das Problem ist nur, dass sich kaum jemand an die Definitionen vom Jäger hält, sonst würde es so gut wie nie eine stgl Münze geben. Letztendlich hat jeder seine eigene Definition im Laufe der Zeit aufgebaut.
Am besten finde ich eigentlich die Methode der Amerikaner mit den Gradingstufen. Trotzdem ist es aber interessant verschiedene Meinungen zu dem Stück zu hören.

mfg
 

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Welche Details findest du nicht optimal ausgeprägt.

Die Krone mit dem Kreuz über dem Adlerkopf.

Auf den ersten Bildern sah es so aus, als ob die "Wabensruktur" im inneren Schild etwas flau wäre. Ebenso dieser Kranz um den äußeren Schild. Ist aber auf den Bildern schwer zu beurteilen.
 
Die Krone mit dem Kreuz über dem Adlerkopf.

Auf den ersten Bildern sah es so aus, als ob die "Wabensruktur" im inneren Schild etwas flau wäre. Ebenso dieser Kranz um den äußeren Schild. Ist aber auf den Bildern schwer zu beurteilen.

Stimmt, auf den Bildern kann man es schlecht sagen. Die Wabenstruktur ist nicht flau, auch der Kranz ist nicht abgegriffen. Wie gesagt, nur die Haare sind minimalst an den höchsten Stellen abgegriffen.

mfg
 
Typisches Beispiel wie ich meine, einer Münze mit Prägeschwäche. Das Stück war zweifelsfrei kurze Zeit im Umlauf, aber des was vermeintlicher Abrieb ist passt nicht zu den paar Kratzerchen. Ich würde dem Stück schon noch ein vz zugestehen.
 
Typisches Beispiel wie ich meine, einer Münze mit Prägeschwäche. Das Stück war zweifelsfrei kurze Zeit im Umlauf, aber des was vermeintlicher Abrieb ist passt nicht zu den paar Kratzerchen. Ich würde dem Stück schon noch ein vz zugestehen.

Habe das Stück jetzt mal unter meinem Mikroskop betrachtet. Ich erkenne keinen Unterschied zwischen den Stellen mit Prägeglanz und den vermeintlich abgegriffenen Stellen. Ich schwenke es jetzt schon die ganze Zeit im Licht, ob es viellicht eine schwächere Prägung ist. Unter dem Licht betrachtet, scheinen auch die "abgegriffenen Stellen" am Haar noch mit Prägeglanz überzogen zu sein. Auch an den Stellen, wo der Prägeglanz unter Tageslicht nicht so stark zu sehen war, ist er unter dem Licht zu sehen.

Vielleicht doch kein Abrieb sondern eine schwächere Ausprägung der Haare :confused:

Eventuell kann man es auf dem Foto sehen.

mfg
 

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Rambo dein Stück ist vz, soweit ich es per Bild beurteilen kann. So wie es dir dabei ergeht, ist es mir in letzter Zeit öfters egangen. Die Kratzer verraten eigentlich ganz gut ob überhaupt und oder ob nur kurz ein Stück im Umlauf war. Woher soll den der doch sichtbare Abrieb kommen, wenn Stücke nur kurz im Umlauf waren? Ich meine das Prägeschwächen sehr oft verbreitet waren und sind und sich dies auf Bildern sehr schwer erkennen lässt. Da helfen dann eher die kleinen Kratzer weiter, wenn der Prägeglanz nicht mehr da ist. Du kannst das Stück in natura noch betrachten, was ein großer Vorteil ist.
 
Das Problem ist bloß der Prägeglanz ist komplett. Nur als es noch hell war, war der Prägeglanz auf der Vorderseite (Kopfseite) z.T. minimal auf dem Münzgrund bzw. Kopf unterbrochen und dort nur leicht zu sehen. Es war keine einheitliche Prägeglanzfläche. Unter dem künstlichen Licht sieht es jetzt vollständig aus. Auch der Kopf scheint vollständig mit Prägeglanz überzogen zu sein. Kratzer befinden sich eigentlich nur im Gesicht und am Kinn. Auf dem Münzgrund sind keine.

Die Adlerseite ist bei Tageslicht und bei Kunstlicht vollständig mit Prägeglanz überzogen. Wie schon geschrieben, hier sind nur minimale Krätzerli.

Ich denke ich richte mich mal nach dem Tageslicht und da meine ich, dass die Haare an den höchsten Stellen minimalst abgegriffen sind. Ich würde es auch als vz bewerten.

Für meine Sammlung passt das Stück auf jeden Fall und da bleibt es auch :).

mfg
 
Na, der gute Ludwig 3 von Hessen wird am Ende doch wohl nicht mit einer Hinterkopf-Glatze gesegnet gewesen sein ?:D:confused: V.G.
 
Kann es auf einer Münze, bedingt durch unterschiedlichen Materialfluss (und Verdichtung des Materials) bereits aufgrund der Herstellung zu Abstufungen des Prägeglanzes kommen?

Der Glanz ensteht doch durch Lichtbrechung auf der geprägten/verdichteten Metalloberfläche. Und wenn es da "unterschiedliche Regionen" gibt, kann doch das von Dir beschriebene Phänomen auftreten, dass Du den Glanz an der einen oder anderen Stelle "schwächer" wahrnimmst?
 
Kann es auf einer Münze, bedingt durch unterschiedlichen Materialfluss (und Verdichtung des Materials) bereits aufgrund der Herstellung zu Abstufungen des Prägeglanzes kommen?

Der Glanz ensteht doch durch Lichtbrechung auf der geprägten/verdichteten Metalloberfläche. Und wenn es da "unterschiedliche Regionen" gibt, kann doch das von Dir beschriebene Phänomen auftreten, dass Du den Glanz an der einen oder anderen Stelle "schwächer" wahrnimmst?

Alle bisherigen Stücke die ich in stgl habe, haben einen gleichmäßigen Glanz, allerdings sind sie nicht von den Anfangsjahren des Kaiserreichs. Ob es von diesen frühen Jahrgängen solche Effekte gibt weiß ich nicht. Habe da leider kein Vergleichsmaterial. Mein Bauchgefühl sagt, dass sie kurzzeitig im Umlauf war, obwohl die Rückseite nahezu perfekt ist.

mfg
 
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