Einen Scan nachbearbeiten

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Ein Scanner liefert in der regel keine optimalen Bilder; sie bedürfen der Nachbearbeitung. Ich werde Euch im folgenden meine Methode präsentieren, um in kurzer Zeit und mit wenig Aufwand einen Scan o.ä. spürbar aufzubessern.

Die benutzte Freeware ist das Programm "Faststone Image Viewer".

FastStone Image Viewer - Download - CHIP Online

Das Programm kann über das Desktop-Icon gestartet werden. Es bindet sich aber auch in den Explorer ein. Bei Doppelklick auf ein Bild im Explorer wird das Bild von Faststone geöffnet.

Auf dem Bild liegt ein Lupensymbol. Die sehr nützliche Bildschirmlupe arbeitet bei gedrückter linker Maustaste.

Die rechte Maustaste bringt das Menü zur Bildbearbeitung auf den Bildschirm.

Ich zeige Euch die einzelnen Arbeitsschritte an zwei Beispielen. Zum einen anhand einer jungen Dame aus meinem 3D-Programm. Diese Bildern werden flau und dunkel ausgeliefert.

Zum Anderen anhand des Scans einer römischen Münze.

Bild 01: junge Dame, Ausgangsbild

Bild 02: über Rechtsklick öffnet sich das Bildbearbeitungs-Menü. Im Punkt "Bearbeiten" finden sich Werkzeuge zum Drehen, Zuschneiden und für Text (Zeichenbrett).

Im Menü "Farben gehe ich zuerst auf das Untermenü "Tonwert-Korrektur".

Bild 03: Wenn nicht ohnehin eingestellt, erzeugt ein großes Originalbild und ein großes Vorschaubild nebeneinander durch Drücken des rot umrandeten Knopfes.

Blau umkringelt findet sich rechts oben die Helligkeitsverteilung des Bildes.
Unterhalb der Diagramm-Grundlinie seht Ihr 3 fünfeckige Anfasser. Rechts einer in Weiß, der mittlere ist grau und der linke schwarz.

Bild 04: wie 03, jedoch ohne Farbmarkierung

Bild 05: Ich ziehe den rechten weißen Anfasser nach links. Das Bild wird heller und erscheint schärfer. Als nächstes korrigiere ich mit dem mittleren Anfasser nach. Mit "OK" bestätigen.

Wieder das Menü aufrufen und unter Farben "Schatten und Lichter" wählen.

Bild 06: Über "Schatten" kann man gezielt die dunklen Bildbereiche aufhellen oder abdunkeln, über "Lichter" die hellen Bildbereiche. Durch Aufhellung der Schatten wird die Haarstruktur der jungen Dame deutlicher sichtbar.

Den Kontrast stelle ich auf "20".

Bild 07: Vorher - Nachher.

Ich denke, Bild 07 spricht für sich.

Viele Grüße
Hermann
 

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Nun zur Münze, ein römischer Follis.

Bild 11 bis 15: Vorgehen wie im ersten Beitrag beschrieben.

Bild 16: Die Münze hat es in sich. Wenn ich sie mit einem Blatt dunklem Papier bedecke und scanne, werden im Bereich des Bartes und des Auges die Strukturen besser sichtbar.

Wie gehabt bearbeite ich nun das Bild mit dunlem Hintergrund weiter.

Bild 17: Sieht schon gut aus, nur die Farbe stimmt nicht. Die Münze selbst wirkt kupfrig-braun. Unter Farben gehe ich num zum Punkt "Farben korrigieren". Weniger grün, weniger Blau und die Helligkeit heruntergeregelt und fertig.

Bild 18: vorher nachher. ;)

Ihr seid eingeladen, dass Programm selbst auszuprobieren.

Viele Grüße
Hermann
 

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Ja ok hekuhn,
danke für deine ausführliche Doku.
Allerdings geht das auch mit fast jedem anderen Graphikproggi. Selbst mit dem einfachen Photo-Editor von Microsoft kann man die meisten beschriebenen Korrekturen ausführen.
Für speziellere Bearbeitungen nutze ich zB das Freeware-Programm "GIMP" aber da hat jeder seine eigenen Vorlieben bzw Erfahrungen.
 
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