China hat sich entschlossen kein Germanium, kein Gallium und kein Antimon mehr an die USA zu liefern. Antimon braucht man zur Munitionproduktion.
Warum ist das so und was mach das aus?
Antimon hat in 2023 ca. 10 $/kg gekostet. Selbst wenn der Preis sich vervierfacht, ist das für Wehrtechnik ziemlich irrelevant, wenn man bedenkt was High-Tech-Waffen pro Geschoß verballern. Ein Drittel des Bedarfs geht in Flammschutzmittel und kann ggf. dort mit was anderem ersetzt werden.
Die Chinesen haben 2023 40kt gefördert von 83 kt weltweit.
In 2019 hat China noch 89 kt gefördert. Die Förderung geht also dort stark zurück. Klar möchte man da eine strategische Ressource nicht einfach unverarbeitet (und billig) exportieren, vor allem wenn man nur noch für 16 Jahre Reserven im Boden hat bei 40 kt/a Förderung.
Kanada und Australien werden es richten, denke ich und etwas mehr produzieren, wenn der Preis steigt lohnt es sich auch in anderen Gegenden zu suchen.
Gallium und Germanium sind da speziell wegen Halbleitern kritischer, aber die Menge pro Bauteil ist winzig...
Aber halt, moment mal, der Export-Bann gilt ja aktuell nur für die USA.
Werden sich da evtl. findige Geschäftsleute in fast jedem anderen Land finden die das Zeug dann halt kaufen und unter der Hand an den Höchstbieter weitervertickern?
Bei den Mengen die an Ga und Ge so gehandelt werden kann man das fast in Koffern transportieren. Der US Jahresbedarf passt in einen Überseecontainer.
Ich bin überzeugt, wenn eine Firma in den USA das haben will, kriegt sie das Zeug auch jetzt, nur ein wenig teurer.
Alternativ regelt es der Markt und man fängt mal ordentlich an, Elektroschrott zu recyceln statt zu deponieren / exportieren.
Schon jetzt kommt ja ein Teil des Antimons aus recycelten Starterbatterien (wo es eigentlich gar keinen Nutzen hat und nur als Begleitelement drin ist).