Antike Münzen mit Detektor finden

rethorn

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Hallo! Wollte mal ein neues Thema eröffenen, wo es mal nicht um die bösen Abzocker bei Ebay geht.
Es ist ja jetzt schon wieder wärmer und trockener geworden.
Und mein Metalldetektor , Marke -Billig- schaut mich sehnsüchtig an, so daß ich wohl bald wieder los muss.
Ich habe bereits wenige römische Münzen und 2 Artefakte gefunden.( liegen nun im Kreismuseum)Ansonsten schon viel altes Umlaufgeld und Überreste der Kriege.

Wer von euch hat schon mal richtig wertvolle antike Münzen gefunden?
Gold und Silber!!! Aber Bronze tut es auch.
Ich z.B suche gerne alte Waldwege ab un finde jeds Jahr wieder etwas neues an denselben Stellen, wo ich schon zigmal gewesen bin.Auf Äckern und Feldern war ich noch nicht erfolgreich, warscheinlich suche ich immer die falschen Stellen ab.Es würde mich ja mal interessieren, wer so einen richtig tollen Fund gemacht hat.
Wie geht Ihr vor? Einfach drauf lossuchen , nach Gefühl, oder nach festem Plan, sprich Gerüchte, Sagen, alte Geschichten? bei mir z.B das tollste Erlebnis ein Ehering aus Gold und ein grosses 5 Mark-Stük aus Württemberg von 1907,obwohl ich in Niedersachsen lebe!
Vielleicht mal ein spannendes Thema!
 
Ich hab sowas noch nie gemacht.

Wenn ich ehrlich bin................. :rolleyes:
Habe mit dem Gedanken ja schonmal gespielt, einfach losziehen und zu suchen.

Aber so ganz alleine :confused:

Habe auch (noch) kein Metalldetektor, also würde ich gerne mal jemanden kennen lernen der auch so ein "blödsinn" macht :D und mal mitziehen durch die Lande.
Sollte also jemand hier im Raum Bonn dabei sein. Bitte melden.

Darf man das überhaupt ???
Rumlaufen mit den Geräten und suchen ???
Wem müssen die Funde gemeldet werden ???
 
rethorn schrieb:
[...]Ich habe bereits wenige römische Münzen und 2 Artefakte gefunden.( liegen nun im Kreismuseum)Ansonsten schon viel altes Umlaufgeld und Überreste der Kriege.[...]
Und das ist gut so.
In welchem Bundesland lebst du? Bei uns in Brandenburg ist das mit dem Suchen, soweit ich noch recht weiss, etwas problematisch, weil Funde generell zu melden und unendgeltlich abzugeben sind. (Stand von vor ein paar Jahren :))


Wenn man das als Hobby just vor fun betreibt, ist das super! Nur muss man sich im Vorfeld über geltendes Recht informieren, weil man sonst schnell in Schwierigkeiten kommt.
In der Regel beim nächsten Museeum abzugeben oder diese zumindestens informieren. Die wissen in der regel, wie man weiter verfahren muss.

---

Mal zu deinem Metalldetektor... Ich wollte sowas auch mal machen und nun lebe ich im absoluten Wald :)

Bis zu welcher Tiefe registrieren denn solche Dinge eigentlich?
 
Zitat: http://64.233.183.104/search?q=cach...jsp?catId=90335+Bodenfunde+Bundesländer&hl=de

"Handelt es sich um ein kulturhistorisch wertvolles Stück – und da gibt es wohl auch von keiner Seite Widerspruch – geht es auf jeden Fall an ein Museum. Dem Finder steht eine entsprechende Entschädigung zu. Der Haken dabei ist, dass nach Auffassung der Bundesländer zum Beispiel auch Münzfunde unter diese Definition fallen. Das ist erstens eine oft genug zweifelhafte Auslegung des Begriffes "kulturhistorisch wertvoll" und hat zweitens dazu geführt, dass viele ihre Funde einfach gar nicht mehr melden.

Das diese Regelung kontraproduktiv ist (nach Ansicht einiger Juristen sogar verfassungswidrig), haben mittlerweile auch einige dieser Bundesländer erkannt und wollen den entsprechenden Paragrafen außer Kraft setzen."



Und: http://64.233.183.104/search?q=cach...e/merkblatt.htm+Bodenfunde+Bundesländer&hl=de

Merkblatt für Metallsucher • Sondengänger • Schatzsucher • Archäologen • Heimatforscher


Machen Sie sich mit den gesetzlichen Bestimmungen ganz allgemein vertraut. In Deutschland ist das Fundrecht zunächst einmal in den §§ 965 ff. BGB geregelt. Dort finden Sie vor allem Bestimmungen über die Anzeige und die Ablieferung von Funden, den Finderlohn und den Eigentumserwerb an dem Fundgegenstand, wenn sich der bisherige Eigentümer nicht mehr ermitteln läst. Im Bereich der deutschen Küstengewässer ist die Strandungsordnung vom 17. Mai 1984 zu beachten. Wollen Sie Ihren Detektor mit ins Ausland nehmen, so müssen Sie die dort geltenden Bestimmungen beachten. Erkundigen Sie sich also vorher bei den zuständigen Stellen, wie Botschaften und Konsulaten, was für die Mitnahme Ihres Gerätes und seine Benutzung jeweils gilt.
Beachten Sie bitte - die teilweise verschiedenen Denkmalschutzgesetze - der 16 Bundesländer Deutschlands !!! Diese stellen neben baulichen Anlagen auch sonstiges sehr altes archäologisches Fundgut wie Münzen, Schmuck, Gerät, Waffen unter besonderen Schutz und bestimmen unter Androhung eines Bußgeldes bei Zuwiderhandlungen, daß das gezielte Graben - teilweise auch das Nachforschen - nach solchen Bodendenkmälern durch die zuständige Denkmalbehörde genehmigt werden muss. Denn solche Bodenfunde vermögen dem Archäologen bei einer fachgerechten Ausgrabung, wichtige Auskünfte über das Leben und Wirken des Menschen von der Urgeschichte bis zur Neuzeit zu geben. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie Bestandteile eines archäologischen Befundes sind, so z. B. zu den Standspuren einer längst vergangenen Wüstung, eines Hauses oder zu einer Bestattung gehören. Die Aussagekraft einer solchen Bodenurkunde wird erheblich reduziert, wenn Fund und Befund auseinander gerissen werden. Hat Ihr Detektor ein Metallobjekt geortet, kann es sich z. B. um eine zu einer frühmittelalterlichen Bestattung gehörende Münze handeln. Wenn Sie von Ihnen ausgegraben wird, zerstören Sie nicht nur den Befund an dieser Stelle und machen eine Aussage zum Toten Brauch zunichte, sondern Sie berauben ihn mit der Münze auch von seiner Datierungsmöglichkeit. Wer eine Genehmigung (nach Bodendenkmalen) zusuchen erteilt, erfahren Sie in den Gemeinde - und Kreisverwaltungen oder bei dem zuständigen Amt für Bodendenkmalpflege. Bedenken Sie, das fast überall mit archäologischen Funden zu rechnen ist und sich der gesetzliche Schutz nicht nur auf ausgewiesene oder sichtbare, erkennbare Bodendenkmäler oder Fundstellen beschränkt, sondern sich auch auf alle bekannte sowie noch unbekannte archäologische Objekte bezieht. Die Denkmalschutzgesetze schreiben außerdem vor, das alle archäologischen Funde, hierbei kann es sich auch um neuzeitliche Objekte handeln, die durch gezieltes Graben oder die als "Gelegenheitsfunde" bei anderen Bodeneingriffen zutage gefördert werden, zu melden und dem zuständigen Denkmalamt zur wissenschaftlichen Aufnahme vorübergehend zu überlassen sind. Riskieren Sie also keine Strafen, indem Sie ohne Genehmigung nach archäologischen Objekten graben, noch die Funde unterschlagen !!! Das die Beschäftigung mit der Archäologie sehr interessant ist, werden Sie erfahren, wenn Sie sich der archäologischen Arbeitsgemeinschaft eines Heimatvereins anschließen, um evtl. so auch eine Genehmigung zu bekommen.
Hinterlassen Sie keine unnötigen Zerstörungen oder Spuren. Es ist ganz einfach, das geortete Objekt aus der Erde zu nehmen, ohne ein riesengroßes Loch auszubuddeln. Füllen Sie alle Löcher wieder ein, und lassen Sie das Gelände so zurück, wie Sie es vorgefunden haben. Es muß niemand sehen, daß Sie da waren !!!
Helfen Sie, der Umweltverschmutzung Einhalt zu gebieten... und tun Sie sich dabei einen Gefallen. Kronkorken, Silberpapier, Blechdosen u.s.w. sollten Sie nicht einfach etwas weiter werfen. Sie könnten sie nämlich nächstes Jahr wieder aufspüren !!! So tun Sie sich und der Öffentlichkeit einen Gefallen; nehmen Sie den Müll mit, und werfen Sie ihn in den nächsten Abfallkorb.
Betreten Sie nicht unbefugt ein Grundstück. Bitten Sie den Eigentümer vorher um Erlaubnis, nach z. B. Musketenkugeln, Kanonenkugeln, Knöpfen oder Hufeisen zusuchen. Eine höflich vorgebrachte Bitte in dieser Richtung wird sehr selten abgelehnt.
Sollten Sie auf scharfe Munition stoßen, markieren Sie die Stelle und verständigen Sie sofort die Polizei.
Seien Sie rücksichtsvoll. Trampeln Sie nicht durch Felder und treten Sie keine Zäune nieder. Verschließen Sie die Gatter von Weiden, Koppeln und Stallungen wieder.
Verpassen Sie nie die Gelegenheit, Ihren Metalldetektor zu zeigen und zu erklären, falls Sie danach gefragt werden. Seien Sie freundlich. Vielleicht ist man Ihnen durch Hinweise aller Art behilflich.
Treffen Sie mal einen anderen Metallsucher, stellen Sie sich ihm vor. Ein Gedanken - bzw. Erfahrungsaustausch kann für beide von großem Nutzen sein.
Wenn Sie mit Ihrer Sonde unterwegs sind, vergessen Sie niemals, das Sie ein Botschafter Ihres Hobbys sind. Geben Sie ihren Metallsucher - Kollegen durch Ihr Benehmen keinen schlechten Ruf !!!

Übrigens: Für die Suche nach selbst verloren gegangenen Metallgegenständen, Militaria, neuzeitlichen Münzen oder z. B. für die Strandsuche, brauchen Sie keine Genehmigung irgendwelcher Denkmalbehörden !!!


Und hier kann man nachfragen:

http://www.landesarchaeologen.de/adressen.html

@ Charly: Spontan habe ich Interesse!
 
@ all

Hier registrieren und Spass haben.
Die Leute können da was.
Sowohl vom Sondel-, Restaurations- und Fachvermögen.

www.bodenfundforum.de

@ Janek

Lass bloß die Finger weg Janek.
Bei uns in BB gilt komplettes Sondelverbot.

Ausserdem haben wir ein gutes Dutzend stellen
an dem du nicht nur mit einer Geldstrafe sondern auch mit Teufelsküche rechnen kannst ( Seelower Höhen ).

Ich wollte mal versuchen eine Genehmigung zu bekommen,
aber bisher sind mir die (guten) Geräte ( whites , tresoro, ....) usw.zu teuer.

Eindringtiefe ist je nach Modell verschieden.
 
Hallo nochmal!
Ich habe ein römisches Tonsiegel auf meinem Grundstück und eine keltische Silber-Tierfigur aus einem Waldweg gegraben.Ein paar Münzen waren auch dabei.Dann hat es 2 Jahre gedauert, bis der Landesarchäologe Zeit hatte, mal bei mir vorbeizukommen.Bei uns in Niedersachsen macht der Bremer Landesarchäologe seit langer Zeit Vertretung.Aber er hat echt kaum Zeit bei seinen ganzen Notgrabungen usw.Da ich eine Karte von den Fundstellen gezeichnet habe, wurde meine Sache nun kulturhistorisch interessant.
Also kam im Februar letztes Jahr der bremer LA zu mir.Es gabe Kaffee, Meine ganzen Funde im Haus und ausserhalb wurden begutachtet.Dann eine Fundortbegehung und Besuch von stellen, an dennen ich u.a eine wallburg vermute.
Es gabe dann ein versprechen , wiederzukommen .hat aber leider noch nicht geklappt.Wir haben seit dem Mailverkehr. Und aus Hannover, von höchster Stelle kam ein Buch zum Dank für meine Mitarbeit. Die Funde darf ich jederzeit wiederhaben, will ich aber nicht, weil es seltene Dinge sind, die allen zugänglich sein sollen.Die Münzen durfte ich behalten.Lediglich die schönste habe ich für die untersuchung der Patina, wegen Bodenbeschaffenheit, usw, keine Ahnung mitgegeben.Es war in Anführungsstrichen nur ein Kleinfollis von Valens.Davon kann ich bei ebay genug für 1 Euro kaufen.
ich habe noch Dosenweise Nägel , Scherben , Münzen , Spitzen.Die will er sich später noch mal ansehen, wenn er dann Zeit hat.
Ich habe jetzt auch noch Kontakt zum Landesdenkmalamt direkt, und darf an bestimmten Stellen unterstützend sondeln und graben.( Stellen , die noch keine Grabungsschutzgebiete sin, öffentlicher besitz, keuin Privatbesitz, dazu brauchtman Erlaubnis vom eigentümer) Lediglich wurde mir auferlegt, meine Fundortskizzen auf ein bestimmtes Papier zu zeichnen ( so ähnlich wie Maßstabpapier).Das soll ich auch bekommen, habe ich aber noch nicht. Hatte auch noch keine Zeit, weiter zu sondeln.
Dazu folgende Info: Was immer erzählt wird von wegen schriftliche Genehmigung vom Denkmalschutz , gibt es nicht und ist auch nicht vorgesehen.Wird man irgendwo beim Sondeln erwischt, sagt man bescheid, daß man ehrenamtlich mitarbeitet und es passiert nichts. selbst bei einer Anzeige geht diese ja zum Landesamt für Denkmalschutz und die kennen einen dann ja.Wenn nicht , weiß ich nicht? Zuchthaus Geldstrafe , keine Ahnung

Also was wichtig ist: Funde an unbekannten Orten, wo man z.B keine Römer vermutet hat, sollte man unbedingt melden.Man weiß nicht, was da unten alles liegt und wenn es nicht gemeldet wird , kann es schnell passieren, daß aus dem Grundstück ruckzuck eine Bauplatz wird.Dann ist alles für ewig verloren.
Man braucht keine Angst haben.Wenn es nicht unbedingt ein Goldschatz ist, kann man allles zurückbekommen, bzw,braucht manche Dinge erst gar nicht abgeben.Die wollen ja forschen und nicht Münzen bei ebay verkaufen.
Also mir bringt es viel mehr, etwas zu finden und den Finderruhm zu ernten, als etwas klammheilig für 10 Euro zu versteigern.
Außerdem macht es mehr Spaß, wenn man legal suchen darf, ohne sich verstecken zu müssen.
 
Ach so:ich habe seit jahren ein Whites AF 101 ( schon das 3.) mit extra Kopfhörer, um auch Münzen zu finden.Das arbeitet so bis 30-40 Zentimeter.Je nach Größe und Material. Und Um grob zu suchen habe ich so ein MD 3050 Digital.Das geht zwar sehr tief und findet jeden Metallsplitter , hat aber den Nachteil, daß es keine Metalle richtig unterscheidet.Und das Fundobjekt befindet sich beim höchsten Ausschlag nicht direkt unter der Mitte der Spule, sondern unter dem Ersten Spulenring, so daß man immer 10 cm im radius als genaueste ortung hat.Bei Münzen muß man dann immer einen Hub ausgraben und teilen.dann mit der Sonde sehen, in welcher hälfte des hubes es peipt.dann wieder teilen usw, bis das kleine Ding gefunden ist.Also bei Stellen , wo ich genau weiß, hier liegt etwas, nehem ich immer den Whites, weil der punktgenau anpiept.Und da ich eh keine Lust habe , metertiefe Löcher zu graben, reichen mir 30-40cem Tiefe absolut aus.Z.B Römermünzen liegen meistens etwas 1 cm in der Lehmschicht.Alles was dadrüber ist, ist neuzeitlicher Krams.Man sagt so pi mal Daumen.Im Wald bildet sich in 100 Jahren eine 10cm Dicke feste Schicht mit Blättern und Humus-Erde.darunter kommt Sand , dann Lehm und Ton.Also wenn man im Wald nach 17.Jahrhundert suchen will, muß man schon 40 cem graben .Allerdings suche ich meistens auf Wegen.da ist die Oberfläche viel dünner und sehr oft haben Fußgänger, Wind und Regen. die Fundstücke unbemerkt an die Seiten geschleudert. Erst immer ma die seiten prüfen.Ich habe schon einen schönen Goldring von 1945 gefunden( Stempel mit Freiheitsstatue).Einen anderen modernen Ring habe ich verkauft für 600 DM.Da war ein wertvoller blauer und oranger Stein drin.Material ebenfalls Gold, aber nur wenig Metall.Der Stein hats da wohl gebracht.Sonst so Pistolen findet man öfter, leider fast komplett vergammelt, weil die leute sie nur in Ölpapier eingepackt haben , bevor sie vergraben wurden.
 
Was kosten denn solche White´s oder gibt es Links zu Bezugsmöglichkeiten?
 
Hallo rethorn,
Du hast u.a. geschrieben:
"...Was immer erzählt wird von wegen schriftliche Genehmigung vom Denkmalschutz , gibt es nicht und ist auch nicht vorgesehen..."

Das hängt wohl vom Bundesland ab.
Ich wollte mal hier in Bayern sondeln. Da brauchte ich eine schriftliche Genehmigung vom Landesdenkmalamt. Den Antrag reicht man bei der unteren Denkmalschutzbehörde (im Landratsamt) ein. Die geben ihn ans LDA weiter.
Von dort habe ich dann eine schriftliche Genehmigung erhalten mit den Auflagen, diese immer bei mir zu führen, die Genehmigung des Grundstückeigentümers einzuholen (mit dem man teilen muss) und alle Funde zur Bearbeitung vorzulegen.

Gräbt man ohne Genehmigung, ist es eine Ordnungswidrigkeit (evtl. kleine Geldstrafe). Behält man einen Fund für sich alleine, ist es Unterschlagung (wird schon heftiger bestraft).
 
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