(120) Maximian: Bilder- und Diskussionsfaden

B555andi

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Marcus Aurelius Valerius Maximianus

geboren: um 240 n.Chr.
gestorben: 310 n.Chr.
Regierungszeit: 286 bis 305 n.Chr.

Kurzbiographie:
Der aus armen Verhältnissen stammende Maximian machte in der römischen Armee Karriere und wurde 285 von seinem alten Weggefährten, dem Kaiser Diokletian, zum Caesar und 285 schließlich zum Augustus erhoben.

Maximian fiel im Rahmen der von Diokletian begründeten Tetrarchie die Regierung des Westteils des Imperiums zu. Dabei konnte er gegen die Alamannen, Burgunden und Karpen militärische Erfolge erzielen.

Im Jahr 305 n.Chr. trat Maximian gemeinsam mit Diokletian (vermutlich von diesem gedrängt) zurück. Die bisherigen Caesaren, Constantius Chlorus und Galerius, wurden zu Augusti ernannt. Nachfolger als Caesaren wurden Severus und Maximinus Daia.

Nach dem Tod des Constantius Chlorus im Jahr 306 griff Maximian allerdings wieder in die Reichspoltik ein. Sein Sohn Maxentius nahm 306 den Kaisertitel für den Westteil des Reiches an. Maximian selbst ernannte sich 307 ebenfalls zum Augustus.

Auf der von Diokletian geleiteten Kaiserkonferenz 308 in Carnuntum wurde Maximian von Diokletian erneut zur Abdankung gezwungen. Er floh, nachdem er sich mit seinem Sohn Maxentius überworfen hatte, zu seinem Schwiegersohn Konstantin nach Gallien. Als er sich dort 310 erneut zum Kaiser ernannte, wurde er von seinen Soldaten an Konstantin ausgeliefert, der ihn daraufhin zum Selbstmord zwang.

Quellen:
- Wikipedia
- Ursula Kampmann: Die Münzen der römischen Kaiserzeit)
 
Diese Münze wurde fälschlicherweise dem Maximian zugeordnet. Es handelt sich um einen Antoninian des Galerius.

Ich lasse diesen Post dennoch stehen, um die Verbindung zum Post von Diwidat nicht zu verlieren.
 

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Zuletzt bearbeitet:
Maximian
Antoninian

RIC: 387ff
Kampmann: 120.34
Prägestätte: Rom
Revers: Jupiter nach links stehend
 

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Maximian
Follis

RIC: 85b
Kampmann: 120.76
Prägestätte: Siscia
Revers: opfernder Genius nach links
 

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Maximian
Tetradrachme

Milne: 4814
Kampmann: 120.c
Prägestätte: Alexandria
Revers: Elpis
 

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Maximianus, Follis aus Trier

Av.: IMP C MAXIMIANVS PF AVG

Rv.: FIDES MILITVM

27 mm, 8,7 g
 

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Erbarmen, die Römer kommen.
Einen herzlichen Gruß an meinen Römerfreund, der mir bei meinem Kampf um die Erkenntnisse ob diese Münze nun ein MAXI mit ANUS oder ein MAXI mit MINUS, also MAXIMIANUS oder ein MAXIMINUS ist oder gar ein GALERIUS ist, mit seinen Hinweisen und Ausführungen sehr geholfen hat.

Römer-Sammler.jpg

Daher möchte ich sie Euch nicht vorenthalten:

Maximianus, Galerius oder Maximinus II?
Regel #1:

Galerius und Maximinus können immer unterschieden werden durch das Buchstabieren von MAXIMIANUS
und MAXIMINVS, falls die Legende vollständig lesbar ist, obwohl beide GAL VAL benutzen.

Regel #2:
GAL, GAL VAL, NOB CAESAR, NOB CAES, NOB C kann niemals Maximianus sein, weil er nicht diese
Vornamen hatte und weil keine Münzen für ihn als Caesar geprägt wurden.

Regel #3:
IMP CMA ist immer Maximianus.

Regel #4:
SEN AVG ist immer Maximianus.

Regel #5:
Bezieht sich auf die einzige Vs.-Legende, die ernsthafte Schwierigkeiten machen kann.
IMP C MAXIMIANUS PF AVG ist fast immer Maximianus (99% der Fälle).
Galerius hat ebenfalls diese Legende benutzt, aber nur für eine kurze Periode (306-308) in Alexandria
GENIO IMPERATORIS und VIRTVS EXERCITVS, auf denen dann die Legende von Maximianus (nach sein
Rückkehr) IMP C MAXIMIANVS PF SEN AVG heißt.

Einige Tipps, falls wichtige Teile der Vs.-Legende nicht zu lesen sind:
CONSERV(ATORES) VRB SVAE gibt es nur von Maximianus.
GENIO AVGG ET CAESARVM NN wurde nie für Maximianus geprägt, nur für die anderen beiden.
GENIO AVGVSTI mit FIL AVGG oder NOB CAES, NOB C kann nur von Maximinus Daza sein.
GENIO AVGVSTI CMH aus Cyzikus kann nur von Maximinus Daza sein.
GENIO POP(VLI) ROM(ANI) CIHS aus Lyon wurde nicht für Maximinus Daza geprägt, nur für die beiden anderen.
GENIO POP(VLI) ROM(ANI) CMH aus Nikomedia wurde nicht für Maximianus geprägt, nur für die beiden anderen.
MARTI CONSERVATORI gibt es nur von Maximinus Daza.
SOLI(E) INVICTO (COMITI) gibt es nicht von Maximianus, nur von den beiden anderen.

Maximianus-Römer.jpg

Als Beispiel seien je zwei Münzen von diesen drei Verwirrung stiftenden Römern beigefügt:

1 = Maximianus - MAXIMIANUS AVG = CONCORDIAMI - LITUM (Kampmann Nr. 120. XX )
2 = Maximianus - MAXIMIANUS PF AVG = IOV(I) ET HERCV(LI) CONSER AVGG Mst: XXI

3 = Galerius – GAL MAXIMIANVS AVG = GENIO IMP – ERATORIS Mst: XIKV (Kampmann Nr. 122.XX)
4 = Galerius – GAL VAL MAXIMIANUS NOB CAES = CONCORDIA MIL – ITUM Mst: ALE

5 = Maximinus Daza - IMP C GAL VAL MAXIMINUS PF AUG = IOVI CONS - ERVATORI Msst: ANT (Km. Nr. 128.XX)
6 = Maximinus Daza - IMP MAXIMINUS PF AUG = GENIO P(OPULI) ROM(ANI) Mst: PTR

Wünsche Euch ein lustiges Auseinanderfieseln – in diesen schönen Weihnachtstagen

Gruß diwidat
 
Hallo Dieter,

vielen Dank für Deine Ausführungen!

Dann handelt es sich bei der ersten von mir gezeigten Münze um einen Galerius.

Da habe ich die Händlerangabe kritiklos übernommen...
 
Mein erster Schritt in die vorkonstantinische Ära: Maximian als Sieger über die Sarmaten, Argenteus, Siscia 294-305, 2,86g Ag, Kampmann 120.69.
 

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Hier ein Antoninian, also eine seiner früheren Prägungen vor der Währungsreform des Diocletian. Schön ausgeprägt, ansprechend erhalten und mit leichten Anhaftungen des ursprünglich dünnen, grünen Fundbelags und teilweiser Blei-Versilberung (früher oftmals fälschlich als "Silbersud" bezeichnet) . Die beiden "Hauptprobleme" bei den Antoninianen des Maximian sind Korrosion und abgenutztes Prägewerkzeug, wobei die Rückseiten oftmals deutlich schwächer als die Vorderseiten sind.
 

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